Die Zölle von US-Präsident Donald Trump auf Importe aus Mexiko, Kanada und China haben die globalen Märkte ins Wanken gebracht. Zwar konnte sich die US-Regierung mit Mexiko inzwischen auf eine "Zollpause" von einem Monat einigen, doch die Märkte sind verunsichert. Doch gibt es neben der allgemeinen Unsicherheit auch Gewinner dieser neuen Handelspolitik - Volker Schilling von Greiff Capital Management sieht in der Krise auch Chancen. Bestimmte US-Unternehmen könnten als Profiteure aus dem Handelsstreit hervorgehen. Besonders gefragt: Unternehmen, die bisher gegen billige Importware aus dem Ausland konkurrieren mussten. Dazu zählen vor allem die amerikanischen Stahlproduzenten. Namen wie Nucor und US Steel könnten von der Verteuerung ausländischer Stahlimporte profitieren und ihre Margen ausweiten. Auch der Binnenmarkt für Haushaltswaren könnte profitieren. Hersteller wie Whirlpool oder Church & Dwight, die ihre Produktion weitgehend in den USA halten, haben nun einen Vorteil gegenüber ausländischen Konkurrenten. Besonders im unteren Preissegment dürfte die Nachfrage nach inländisch produzierten Produkten steigen, wenn ausländische Alternativen durch Strafzölle teurer werden. Doch Vorsicht ist geboten: Zölle sind ein doppeltes Spiel. Die Importkosten könnten für viele Unternehmen steigen, insbesondere wenn sie auf Rohstoffe aus betroffenen Ländern angewiesen sind. Zudem bleibt abzuwarten, ob Trump seine Drohungen wahrmacht oder im Handelsstreit eine diplomatische Kehrtwende einlegt.
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