Der DAX hat den besten Jahresstart seit Jahrzehnten hingelegt: Ein Plus von 9,2 Prozent allein im Januar - und das trotz einer schrumpfenden deutschen Wirtschaft und gesenkten Wachstumsprognosen. Wie passt das zusammen - Fondsmanagerin Gabriele Hartmann von Perspektive Asset Management erklärt im Interview, warum die Märkte entgegen der wirtschaftlichen Realität boomen. Drei Faktoren treiben die Rallye: Erstens die vergleichsweise günstige Bewertung deutscher Aktien. Zweitens stützt die Geldpolitik der EZB die Märkte. Die Zinssenkungen geben Aktien Rückenwind, während in den USA noch Unklarheit über den künftigen Kurs der Fed herrscht. Drittens profitieren deutsche Unternehmen stark vom Export, vor allem in die USA, wo die Nachfrage nach Technologie- und Industrieprodukten stabil bleibt. Doch nicht alles spricht für eine ungebremste Fortsetzung der Rallye: US-Strafzölle könnten exportorientierte DAX-Konzerne treffen, die hohe Euphorie könnte sich als spekulative Übertreibung entpuppen. Wie Anleger nun reagieren sollten und ob der DAX weiter steigen kann. Jetzt das komplette Interview ansehen!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.
Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.
Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.
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