Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In den ersten beiden Monaten dieses Jahres hat sich der Deka-EZB-Kompass signifikant nach oben bewegt, berichten die Analysten der DekaBank.Der Anstieg sei breit basiert gewesen und habe sich über alle drei Säulen erstreckt, wenn auch auf jeweils unterschiedlichen Niveaus. Mit 11,9 Punkten im Februar lege der Kompass der EZB alles andere als eine erneute Senkung der Leitzinsen nahe. Dennoch sei nach entsprechenden Äußerungen zahlreicher Ratsmitglieder mit einem weiteren Zinsschritt von 25 Basispunkten zu rechnen. Deshalb komme es bei dieser Ratssitzung vor allem darauf an, welche Erwartungshaltung die Notenbanker für die nächsten Monate schaffen würden. Zwar würden sie seit langem betonen, sich nicht auf einen bestimmten Leitzinspfad festzulegen, sondern von Sitzung zu Sitzung entscheiden zu wollen. De facto hätten sie ihren Zuhörern jedoch weitere Senkungen in Aussicht gestellt. Denn einerseits hätten sie sich optimistisch geäußert, das Inflationsziel im Verlauf dieses Jahres zu erreichen. Andererseits hätten sie ihre aktuelle Geldpolitik als immer noch restriktiv beschrieben. Füge man die Präferenz der meisten Ratsmitglieder für graduelle Anpassungen hinzu, sei es nicht schwer gewesen, auf eine lückenlose Abfolge kleiner Zinsschritte zu schließen. Diese Vorhersehbarkeit könnte jedoch bald enden. Denn wie restriktiv die Geldpolitik tatsächlich noch sei - und wie groß damit der Bedarf an weiteren Leitzinssenkungen - sei unter den Ratsmitgliedern zunehmend umstritten. (05.03.2025/alc/a/a) ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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