Hamburg (www.anleihencheck.de) - Die EZB sieht die Inflation in der Eurozone auf einem guten Weg in Richtung des Zielwerts von 2 Prozent, trotz der Anhebung ihrer Inflations-Projektion für das laufende Jahr auf 2,3 Prozent, so Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank DONNER & REUSCHEL.Denn parallel sei die Wachstumserwartung der Notenbank nach unten adjustiert worden und die absolute Höhe des Zinsniveaus sorge weiterhin dafür, dass aktuell zur Verlängerung anstehende Kredite in der Regel mit höheren Konditionen einhergehen würden. Der jüngst steile Anstieg der Renditen von Staatsanleihen von Euro-Teilnehmerstaaten - nachdem die potenziellen Koalitionspartner deutlich steigende Staatschulden Deutschlands in Aussicht gestellt hätten - untermauere diese Einschätzung. Damit könne grundsätzlich von weiter sinkenden Leitzinsen in den kommenden Monaten ausgegangen werden, wenngleich der nächste Zinsschritt nicht im April erfolgen müsse. Gerade in Zeiten, die aufgrund politischer Entscheidungen der neuen US-Regierung und/oder der politisch Verantwortlichen europäischer Staaten von hoher Unsicherheit für die Wirtschaft und erhöhter Volatilität an den Kapitalmärkten geprägt seien, tue die EZB gut daran, datenabhängig den weiteren geldpolitischen Kurs festzulegen. An den Börsen spiele damit vorerst weiterhin eher die Fiskal- als die Geldpolitik die entscheidende Rolle. (Ausgabe vom 06.03.2025) (07.03.2025/alc/a/a) ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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