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MÄRKTE USA/Börse mit erster Erholung nach Korrekturmodus

DJ MÄRKTE USA/Börse mit erster Erholung nach Korrekturmodus

DOW JONES--Nach den heftigen Abgaben in der zu Ende gehenden Woche schöpfen Anleger am Freitag wieder etwas Mut. Der Dow-Jones-Index steigt um 0,4 Prozent auf 40.986 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite gewinnen 1,0 bzw. 1,6 Prozent. Auch der als "Angstbarometer" bekannte Volatilitätsindex VIX kommt etwas zurück und signalisiert damit eine etwas bessere Stimmung am Aktienmarkt, nachdem der marktbreite S&P-500 am Vortag in den Korrekturmodus eingeschwenkt war - ein Fall von 10 Prozent seit dem jüngsten Hoch. Für diese rasante Talfahrt benötigte der Index gerade einmal 16 Tage - die schnellste Abwärtsbewegung seit der Beginn der Covid-Pandemie 2020. Historisch betrachtet geben die Aktienmärkte in den ersten Monaten nach einer Korrektur weiter nach und erholen sich erst in einem Zeitraum von drei bis fünf Monaten. Insofern sollten die Aufschläge zum Wochenschluss nicht überbewertet werden.

Aktuell stützt möglicherweise schon das Ausbleiben neuer Zolldrohungen die Börse. Zudem scheinen Demokraten und Republikaner eine Lösung gefunden zu haben, um den drohenden Regierungsstillstand zu verhindern. "Es ist fast unmöglich für Marktteilnehmer, das Risiko richtig zu einzuschätzen", urteilt Marktstratege Michael Brown von Pepperstone. Die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump bleibt ein Unsicherheits- und Belastungsfaktor, zumal Trump versicherte, er werde bei Zöllen nicht nachgeben. Die Sorge besteht, dass der eskalierende Handelskrieg den Konsum bremsen und das Wachstum beeinträchtigen könnte. Im frühen Handel steht bereits ein wichtiger Hinweisgeber auf der Agenda mit dem Index der Verbraucherstimmung für März.

Dollar langsam überverkauft - Euro zieht an

Am Rentenmarkt fallen die Notierungen mit der Entspannung, die Renditen steigen daher - vor allem am langen Ende des Marktes. Der Dollar-Index büßt 0,1 Prozent ein. Analysten warnen vor einer überverkauften Situation. Die jüngste Abwertung des Greenbacks sei ein Spiegelbild der konjunkturellen Sorgen im Zollkonflikt, heißt es. Auch der steigende Euro drückt die US-Devisen. Denn laut Berichten hat die deutsche Politik eine Einigung über eine Erhöhung der Staatsausgaben erzielt. Dies weckt Konjunkturoptimismus und treibt Inflationsspekulationen in Europa.

Der Goldpreis klettert indes erstmals über die Marke von 3.000 Dollar. Die jüngsten US-Inflationsdaten und die Nachfrage nach sicheren Anlagen trieben das Edelmetall an, so die Analysten der ING. Moderate US-Inflationsdaten hätten die Hoffnung verstärkt, dass die US-Notenbank ihre Geldpolitik lockern werde.

Die Erdölpreise ziehen leicht an. Die Spekulation auf baldiges Zusatzangebot aus Russland hat einen Dämpfer erhalten, weil der russische Aggressor im Ukraine-Krieg offenbar kein Interesse an einem Waffenstillstand hat.

Nebenwerte mit guten Geschäftsberichten

Unter den Einzelwerten fallen die in den USA gelisteten Li Auto um 3,1 Prozent, nachdem der chinesische E-Automobilhersteller zwar gute Viertquartalszahlen vorgelegt, aber mit dem Ausblick enttäuscht hat. Um 9,3 Prozent klettern die Titel des Digitalisierungsspezialisten DocuSign nach Viertquartalszahlen über Markterwartung. Auch der Kosmetikkonzern Ulta Beauty überzeugt mit seinen Geschäftszahlen, der Kurs gewinnt 7,1 Prozent.

Rubrik haussieren um 18,5 Prozent; der Datensicherheitsanbieter grenzte den Verlust deutlicher als gedacht ein. Applied Optoelectronics springen um 44,5 Prozent, Amazon hat sich eine Aktienoption gesichert, um den Hersteller optischer Kommunikationssysteme übernehmen zu können. SemTech ziehen um 13,1 Prozent an, der Halbleiterspezialist glänzte mit überzeugenden Viertquartalszahlen.

=== 
INDEX     zuletzt +/- % absolut +/- % YTD 
DJIA     40.986,17 +0,4%  172,60   -4,1% 
S&P-500    5.574,60 +1,0%  53,08   -6,1% 
NASDAQ Comp 17.583,03 +1,6%  280,02   -10,4% 
NASDAQ 100  19.523,09 +1,5%  297,61   -8,5% 
 
DEVISEN     zuletzt    +/- % Schluss Vortag Mi, 17:55  % YTD 
EUR/USD      1,0896    +0,4%     1,0853   1,0909  +4,9% 
EUR/JPY     161,8650    +0,8%    160,5575  161,8020  -1,4 
EUR/CHF      0,9644    +0,7%     0,9580   0,9630  +2,5% 
EUR/GBP      0,8421    +0,5%     0,8379   0,8408  +1,3% 
USD/JPY     148,5580    +0,4%    147,9395  148,3180  -6,0 
GBP/USD      1,2938    -0,1%     1,2952   1,2975  +3,4% 
USD/CNY      7,1751    +0,1%     7,1679   7,1616  -0,6% 
USD/CNH      7,2414    -0,1%     7,2474   7,2385  -1,1% 
AUS/USD      0,6318    +0,5%     0,6287   0,6311  +1,6% 
Bitcoin USD  83.656,60    +2,8%    81.360,70 81.922,70 -12,8% 
 
ROHÖL      zuletzt VT-Settlem.      +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex     67,04    66,55      +0,7%    0,49  +0,1% 
Brent/ICE     70,15    70,15       0%    0,00  -6,7% 
 
METALLE     zuletzt    Vortag      +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)   2.989,08   2.987,00      +0,1%    2,08 +13,8% 
Silber (Spot)   31,09    31,22      -0,4%   -0,13 +11,8% 
Platin (Spot)   916,04    921,06      -0,5%   -5,02  +5,2% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/apo

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March 14, 2025 09:44 ET (13:44 GMT)

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© 2025 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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