Die Debatte um die geplante massive Staatsverschuldung von einer Billion Euro, wovon die Hälfte in die militärische Aufrüstung fließen soll, wird immer brisanter. Professor Dr. Thorsten Polleit, Herausgeber des Boom and Bust Reports, kritisiert diese Entwicklung als unnötig und gefährlich. In einem exklusiven Interview hebt er hervor, dass die NATO-Länder bereits jetzt eine überwältigende militärische Überlegenheit besitzen, mit Ausgaben, die die Russlands um ein Vielfaches übersteigen. Polleit warnt davor, dass solche Schuldenlasten nicht nur ruinös für die deutsche Wirtschaft wären, sondern auch zu mehr Korruption und Misswirtschaft führen könnten. Politische und militärisch-industrielle Interessen scheinen eine große Rolle in der aktuellen Schuldenpolitik zu spielen. Die Regierungen sollen oft Krisensituationen nutzen, um ihre Macht zu erweitern, was die Freiheiten der Bürger einschränkt. Dies würde durch neue Rüstungsausgaben noch verstärkt. Polleit weist darauf hin, dass höhere Rüstungsausgaben, finanziert durch neue Schulden, die Stabilität des Euro gefährden könnten. Eine Anleiheflut könnte die Zinsen im Euroraum in die Höhe treiben, was zu einer breit angelegten Enteignung der Sparer führen würde. Der Professor sieht in der aktuellen Politik Parallelen zu vergangenen Krisen wie der Finanz- und Coronakrise, wo Regierungen die Gelegenheit nutzten, ihre Kontrolle auszuweiten. Abschließend empfiehlt Polleit Anlegern, ethische Investments zu berücksichtigen und eventuell in sicherere Anlagen wie Gold zu investieren, statt in eine Rüstungsindustrie, die von der aktuellen Schuldenpolitik profitiert. Insgesamt, so warnt er, könnte diese Politik alle Bürger zu Verlierern machen. Jetzt das komplette Interview ansehen!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.
Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.
Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.
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