In einer Zeit, in der die USA durch eine erratische Politik geschwächt erscheinen, sieht Robert Halwer, Leiter Kapitalmarktanalyse bei der Madbank, eine entscheidende Chance für Europa. Er fordert eine aktive und kraftvolle Haltung der europäischen Staaten, um sich geopolitisch und wirtschaftlich zu stärken. Halwer betont, dass Europa nicht länger das "Hätschelkind Amerikas" sein dürfe und sich von herablassenden Behandlungen distanzieren müsse. Die derzeitige US-Politik und insbesondere die Zollpolitik von Präsident Trump wirken sich negativ auf die globalen Kapitalmärkte aus, und Halwer sieht darin eine Möglichkeit für Europa, Kapital zu mobilisieren und Investitionen anzukurbeln. Er argumentiert, dass die europäische Rüstungsindustrie und infrastrukturelle Maßnahmen von dieser Gelegenheit profitieren könnten, während gleichzeitig eine stärkere europäische Union im globalen Maßstab eine notwendige Antwort auf Amerikas "Make America Great Again" darstellen würde. Dabei kritisiert er die bisherige Reaktion Europas, die oft nur aus Worten bestehe, und fordert konkrete Aktionen und Reformen. Er sieht insbesondere in den Bereichen Infrastruktur, Energie und Rüstung Potential für Wachstum und Stärkung der europäischen Wirtschaft. Halwer spricht auch die aktuelle Schwäche des US-Dollars an und die relative Stärke des Euros, die neue Chancen für europäische Investoren bietet, warnt jedoch vor Übermut und betont die Notwendigkeit einer nachhaltigen und autonomen Entwicklung Europas. Dieses starke Plädoyer für eine selbstbewusstere europäische Haltung in einer global vernetzten Welt soll die Dringlichkeit widerspiegeln, mit der europäische Führer und Wirtschaftsakteure agieren müssen, um die derzeitigen geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen zu meistern. Jetzt das komplette Interview ansehen!
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.
Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.
Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.
In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Aktien vor, die besonders stark vom explodierenden Energiehunger der KI profitieren könnten – und bei Anlegern bislang teilweise noch unter dem Radar laufen.
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