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MÄRKTE USA/Anhaltende Zoll-Sorgen - Inflationsdaten ohne Impuls

DJ MÄRKTE USA/Anhaltende Zoll-Sorgen - Inflationsdaten ohne Impuls

DOW JONES--Die andauernden Zollsorgen belasten auch am letzten Handelstag der Woche die Wall Street. Der Dow-Jones-Index verliert 0,3 Prozent auf 42.152 Punkte. Der S&P-500 fällt um 0,5 Prozent und der Nasdaq-Composite reduziert sich um 0,7 Prozent. Die Unsicherheit vor dem Hintergrund der ständig wechselnden Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump ist weiterhin hoch. Es gebe immer noch wenig Klarheit über die Höhe der Zölle, die von den USA verhängt werden sollen, und das nur wenige Tage vor der Frist am 2. April, wenn die Zölle in Kraft treten sollen, heißt es.

"Dies bleibt ein Markt, der verzweifelt nach einem Katalysator sucht, und einer, bei dem die Teilnehmer zögern, in der Zwischenzeit zu viel Risiko einzugehen", so Pepperstone-Stratege Michael Brown. Dies könnte sich erst in der kommenden Woche mit den endgültigen Zöllen oder aber dem US-Arbeitsmarktbericht ändern.

Der mit Spannung erwartete PCE-Deflator, das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank, setzt keinen Impuls. Dieser ist im Februar stabil geblieben. Der Gesamtindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) stieg um 2,5 (Vormonat: 2,5) Prozent gegenüber dem Vorjahr und entsprach den Erwartungen der Ökonomen. Auch im Monatsvergleich fiel der Anstieg mit 0,3 Prozent wie erwartet aus. Die Fed hatte zuletzt immer wieder betont, zunächst die Auswirkungen der Zollpolitik der Trump-Regierung abzuwarten. Daneben steht der Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan für März in zweiter Lesung auf der Agenda.

Coreweave-Börsendebüt im Fokus

Mit Spannung wird auf das Börsendebüt von Coreweave geschaut. Der auf KI spezialisierte Cloud-Computing-Anbieter und Nvidia-Partner hat seine Aktien zu einem Stückpreis von 40 Dollar und damit deutlich unter der ursprünglichen Preisspanne von 47 bis 55 Dollar ausgegeben. Dennoch ist der Börsengang einer der größten der vergangenen Jahre im Technologiesektor. Zudem senkte das Unternehmen die Anzahl der angebotenen Aktien von 49 Millionen auf 37,5 Millionen. Die Nvidia-Aktie steigt um 0,6 Prozent.

Die Autowerte geben weiter nach. Die Papiere von Ford fallen um 0,4 Prozent. General Motors und Stellantis reduzieren sich um 0,3 bzw. 1,4 Prozent. Die verhängten Zölle werden auch die US-Hersteller belasten.

Die Aktien von Lululemon Athletica verlieren 12 Prozent. Das Unternehmen konnte mit den Ergebnissen für das vierte Quartal zwar die Schätzungen der Analysten übertreffen, der Ausblick für das Fiskaljahr blieb allerdings hinter den Erwartungen der Wall Street.

U.S. Steel verbessern sich um 2,9 Prozent. Nippon Steel bietet nach Informationen der Nachrichten-Website Semafor mehr Investitionen in die Stahlwerke des US-Konzerns an, den das japanische Unternehmen schlucken will. Beide Seiten führten Gespräche mit der Trump-Administration, um die geplante 14-Milliarden-US-Dollar-Fusion zu retten.

Dollar von Inflationsdaten wenig bewegt

Die Inflationsdaten sorgen beim Dollar für keinen Impuls. Der Dollar-Index zeigt sich kaum verändert. Investoren bleiben vorsichtig aufgrund der Unsicherheit über die US-Zölle. Es gebe Anzeichen dafür, dass Investoren zunehmend besorgt über die Aussicht auf eine höhere Inflation in Kombination mit schwachem Wachstum - oder Stagflation - in den USA aufgrund der Zölle seien, so die Analysten der Deutschen Bank.

Die Ölpreise fallen leicht. Die Märkte wägen die Auswirkungen globaler Handelsspannungen gegenüber einer sich verknappenden Angebotsaussicht ab. Die neuesten Zölle von US-Präsident Trump auf Autoimporte schürten Ängste vor einem umfassenden Handelskrieg, der die globale Nachfrage belasten und die Inflation steigern könnte.

Der Goldpreis legt weiter zu und hat bei 3.085 Dollar je Feinunze ein weiteres Allzeithoch markiert. Nach Einschätzung von Marktanalyst Fawad Razaqzada von Forex.com treibt die Angst vor einer Eskalation der Handelsspannungen die Anleger in den vermeintlich sicheren Hafen. Aktuell geht das Edelmetall bei 3.074 Dollar je Feinunze um.

Die Rendite zehnjähriger Anleihen fällt leicht zurück und gibt damit die Vortagesgewinne wieder ab. Sie reduziert sich um 7 Basispunkte auf 4,30 Prozent.

=== 
INDEX     zuletzt    +/- %  absolut +/- % YTD 
DJIA     42.152,31    -0,3%  -147,39   -0,6% 
S&P-500    5.666,60    -0,5%   -26,71   -3,2% 
NASDAQ Comp 17.675,65    -0,7%  -128,38   -7,8% 
NASDAQ 100  19.669,07    -0,7%  -129,55   -5,8% 
 
DEVISEN    zuletzt    +/- %    0:00 Do, 17:07  % YTD 
EUR/USD     1,0806    +0,1%   1,0797   1,0794  +4,3% 
EUR/JPY    162,6820    -0,2%  163,0815  163,0815  +0,1% 
EUR/CHF     0,9530    +0,1%   0,9518   0,9523  +1,8% 
EUR/GBP     0,8338    -0,0%   0,8340   0,8327  +0,8% 
USD/JPY    150,5440    -0,3%  151,0520  151,0885  -4,0% 
GBP/USD     1,2959    +0,1%   1,2946   1,2962  +3,4% 
USD/CNY     7,1786    -0,0%   7,1816   7,1829  -0,4% 
USD/CNH     7,2731    +0,1%   7,2681   7,2689  -0,9% 
AUS/USD     0,6311    +0,2%   0,6299   0,6307  +1,8% 
Bitcoin/USD 85.178,65    -2,5% 87.346,70 87.136,65  -6,3% 
 
ROHÖL     zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex    69,76    69,92   -0,2%   -0,16  -1,5% 
Brent/ICE    73,92    74,05   -0,2%   -0,13  -2,1% 
 
METALLE    zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold      3074,32   3054,87   +0,6%   19,45 +16,4% 
Silber      31,90    31,89   +0,0%    0,01 +14,2% 
Platin     911,58    916,60   -0,5%   -5,02  +4,7% 
Kupfer      5,14     5,12   +0,4%    0,02 +26,6% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/flf

(END) Dow Jones Newswires

March 28, 2025 09:44 ET (13:44 GMT)

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