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MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Verluste aus - Euro zieht an

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Verluste aus - Euro zieht an

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte bauen die Verluste am Freitagnachmittag wieder aus. Der DAX notiert 1,2 Prozent leichter bei 22.415 Punkten, im Euro-Stoxx-50 geht es um 1,1 Prozent auf 5.322 Punkte nach unten. Im Handel ist von zunehmenden Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende die Rede. "Das ist aktuell ein politisch dominierter Markt, in dem sich die Stimmung schnell und häufig dreht", sagt Thomas Altmann von QC Partners. Die Märkte warten auf Details zu weiteren US-Zöllen. Und weil vielfach damit gerechnet wird, dass die Zölle zu einer höheren Inflationsrate führen werden, haben die Börsen umso mehr auch die Entwicklung der Preise im Blick.

Aus Japan wurde am Morgen für den Großraum Tokio ein deutlich stärkerer Anstieg der Verbraucherpreise berichtet. Dagegen sehen Händler leicht positive Botschaften in neuen Inflationsdaten aus Europa. In Spanien legten die HVPI-Verbraucherpreise im März um 2,2 (Vormonat: 2,9) Prozent zum Vorjahr zu, in Frankreich wie im Februar sogar nur um 0,9 (erwartet: 1,1) Prozent. Dies zeige alles in die richtige Richtung. Der Euro wertet leicht ab auf 1,0771 Dollar.

Der von der US-Notenbank stark beobachtete PCE-Preisindex für Februar ist derweil in der Kernlesung einen Tick stärker gestiegen als erwartet. Der Euro wertet daraufhin auf und steigt auf 1,0827 Dollar. An den Renditenmärkten halten sich die Auswirkungen in Grenzen: hier steigen die Kurse, die Renditen fallen also.

Der Goldpreis legt immer weiter zu. Am Morgen hat die Feinunze mit 3.085 Dollar ein neues Allzeithoch markiert und war da auch in Euro gerechnet so teuer wie nie zuvor. Nach Einschätzung von Marktanalyst Fawad Razaqzada von Forex.com treibt die Angst vor einer Eskalation der Handelsspannungen die Anleger in den vermeintlich sicheren Hafen. Aktuell geht das Edelmetall bei 3.071 Dollar je Feinunze um.

KI-Börsengang von Coreweave drückt auf Sektorsentiment - höhere Renditen belasten Bankensektor

Als schlechte Nachricht für die KI-Euphorie sehen Händler den deutlich gesenkten Preis zum Börsengang des auf KI spezialisierten Cloud-Computing-Anbieters Coreweave. Wie am Vortag schon mit Verweis auf Insider vermutet, bringt Coreweave seine Aktien zu je 40 Dollar an den Markt, deutlich unter der ursprünglichen Preisspanne von 47 bis 55 Dollar. Außerdem platziert das Unternehmen weniger Aktien als zunächst geplant. "Das ist das erste Mal, dass es zu einem Einbruch der Bewertungen im KI-Bereich kommt", meint ein Händler.

Der Stoxx-Subindex Technologie fällt um 2,1 Prozent. Der Banken-Index gibt derweil um 2,3 Prozent nach, während der Index der Immobilienaktien um 1,3 Prozent zulegt. Hier dürfte vor allem der Rückgang der Renditen am Anleihemarkt eine Rolle spielen. Die deutsche Zehnjahresrendite fällt um 5 Basispunkte auf 2,72 Prozent.

Im DAX werden Autotitel weiter gemieden: BMW verlieren 2 Prozent oder VW 2,3 Prozent. Zu Abschlägen kommt es auch bei Rüstungsaktien: Rheinmetall fallen um 3,6 Prozent, in der zweiten Reihe geben Hensoldt 4,8 Prozent ab. Auf der anderen Seite ziehen Deutsche Telekom um 1,9 Prozent an.

SAF-Holland liegen mit 0,8 Prozent im Minus. Wie der Lkw-Zulieferer anlässlich seines Kapitalmarkttages mitteilte, will er sowohl organisch als auch durch Übernahmen wachsen. Zudem will er Maßnahmen zur Effizienzsteigerung umsetzen. Nach negativen Analystenstimmen brechen Suss um 13,7 Prozent ein.

Ionos verlieren 0,8 Prozent auf 25,75 Euro. Der Großaktionär Warburg Pincus habe am Vorabend Aktien zu 24,55 Euro platziert, heißt es im Handel. Dies seien die letzten 8,6 Prozent gewesen, Warbung sei jetzt nicht mehr beteiligt. Damit stehen keine weiteren Verkäufe mehr an, was der Aktie Rückhalt bietet.

=== 
Aktienindex   zuletzt    +/- %  absolut +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  5.321,54    -1,1%   -59,54   +9,9% 
Stoxx-50    4.599,23    -0,8%   -39,10   +7,7% 
DAX      22.414,72    -1,2%  -264,02   +13,9% 
MDAX      27.948,67    -2,4%  -679,89   +11,9% 
TecDAX     3.655,54    -1,1%   -40,44   +8,2% 
SDAX      15.630,71    -1,8%  -278,64   +16,0% 
FTSE      8.666,12      0%    0,00    NV 
CAC       7.904,45    -1,1%   -85,66   +8,3% 
 
DEVISEN     zuletzt    +/- %    0:00 Do, 17:07  % YTD 
EUR/USD      1,0827    +0,3%   1,0797   1,0794  +4,3% 
EUR/JPY     162,5185    -0,3%  163,0815  163,0815  +0,1% 
EUR/CHF      0,9538    +0,2%   0,9518   0,9523  +1,8% 
EUR/GBP      0,8359    +0,2%   0,8340   0,8327  +0,8% 
USD/JPY     150,1020    -0,6%  151,0520  151,0885  -4,0% 
GBP/USD      1,2952    +0,0%   1,2946   1,2962  +3,4% 
USD/CNY      7,1806    -0,0%   7,1816   7,1829  -0,4% 
USD/CNH      7,2701    +0,0%   7,2681   7,2689  -0,9% 
AUS/USD      0,6297    -0,0%   0,6299   0,6307  +1,8% 
Bitcoin/USD  84.212,15    -3,6% 87.346,70 87.136,65  -6,3% 
 
ROHÖL      zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex     69,76    69,92   -0,2%   -0,16  -1,5% 
Brent/ICE     73,42    74,05   -0,9%   -0,63  -2,1% 
 
METALLE     zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold       3072,62   3054,87   +0,6%   17,75 +16,4% 
Silber       31,48    31,89   -1,3%   -0,41 +14,2% 
Platin      903,88    916,60   -1,4%   -12,72  +4,7% 
Kupfer       5,12     5,12   -0,0%    0,00 +26,1% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

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March 28, 2025 10:56 ET (14:56 GMT)

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