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MÄRKTE EUROPA/US-Zollpolitik löst Verkaufswelle an den Börsen aus

DJ MÄRKTE EUROPA/US-Zollpolitik löst Verkaufswelle an den Börsen aus

DOW JONES--Mit kräftigen Verlusten reagieren die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag auf die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump gegenüber dem Rest der Welt. Die von ihm am Mittwoch verkündeten Vergeltungszölle sind nach Wahrnehmung der Marktteilnehmer höher als befürchtet ausgefallen. Sie werden als aggressiv bezeichnet. Trump beschwöre mit den Zöllen einen regelrechten Handelskrieg herauf, heißt es. Die meisten Importe aus der EU sollen ab Mitte kommender Woche mit den mit 20 Prozent belegt werden, womit die EU im Vergleich mit vielen anderen Regionen sogar noch relativ glimpflich davonkommt.

Aus Sorge vor den negativen Folgen der Zölle für Konjunktur und Unternehmensgewinne weltweit werden Aktien verkauft und Anleihen in ihrer Funktion als sicherer Hafen gekauft - die Marktzinsen sinken also. Der DAX rutschte im frühen Handel bis auf 21.809 Punkte ab, zur Mittagszeit handelt er mit einem Minus von 2,0 Prozent mit 21.938 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 gibt um 2,5 Prozent noch etwas mehr nach - belastet unter anderem von besonders schwachen Kursen im Luxusgütersegment. Europäische Luxusunternehmen gehören nach Einschätzung von RBC Capital Markets zu den großen Verlierern.

Zu dem Segment gehören auch die Sportartikelhersteller wie Adidas oder Puma. Deren Kurse knicken um jeweils rund 10 Prozent ein, weil die USA besonders hohe Zölle auf den Schuhproduktionsstandort Vietnam von 46 Prozent verhängt haben. Profiteur der Zollthematik sind Aktien aus von davon mutmaßlich nicht direkt betroffenen Branchen.

Der Stoxx-Subindex der Immobilienwerte gewinnt 2,5 Prozent, der Index der Versorger 2,1 Prozent. Sie profitieren zugleich auch besonders davon, dass die Zinsen sinken. Auch die als defensiv geltenden Aktien aus der Nahrungsmittelbranche halten sich gut mit einem Plus von 0,8 Prozent, ebenso Telekomaktien (+0,4%). Am Ende bei den Branchenindizes rangieren Banken mit einem Minus von 3,8 Prozent.

Für die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen geht es um 6 Basispunkte auf 2,66 Prozent nach unten. Angesichts der negativen Folgen der Zölle für die Konjunktur könnten die Notenbanken mit Zinssenkungen zur Stützung der Konjunktur versuchen, gegenzusteuern.

Starke Verluste beschert die US-Zollpolitik dem Dollar. Er gibt auf breiter Front nach, besonders gegenüber dem Yen mit dessen Ruf als sicherem Hafen. Der Welthandel werde überwiegend in der Leitwährung Dollar abgewickelt. Sollte die globale Konjunktur nun erlahmen, werde auch die Nachfrage nach dem Dollar sinken, heißt es im Handel.

Die Ankündigung der US-Zölle ist eines der verheerendsten Szenarien für die Weltwirtschaft, kommentiert Tomasz Wieladek, Chefvolkswirt für Europa bei T. Rowe Price. Es gebe mehrere Faktoren, die der Wirtschaft der EU schaden werden. Erstens gebe es die direkten Auswirkungen der Zölle, zweitens sei ein höherer Zoll gegenüber China verhängt worden, was zu einem verstärkten Wettbewerb auf dem Inlands- und Drittmarkt führen werde. Und schließlich gebe es weiter ein beispielloses Maß an handelspolitischen Unsicherheiten, was den Unternehmen Investitionsentscheidungen erschwere, abgesehen von den negativen Folgen eines schwächeren Konsums. Eine leichte Rezession im Euroraum im Jahr 2025 sei nun wahrscheinlich.

Mit den geplanten US-Zöllen ist es nach Einschätzung der ING wahrscheinlicher geworden, dass die EZB ihre Leitzinsen noch in diesem Monat senkt. Während einige EZB-Ratsmitglieder zuletzt angedeutet hätten, dass angesichts des anhaltenden Inflationsdrucks eine Pause bei den Zinssenkungen angebracht sein könnte, verweisen die ING-Ökonomen auf den gravierenden Schock für Handel und Vertrauen, den die Zölle nun darstellen.

Für den Subindex der Ölaktien geht es um 3 Prozent nach unten, weil bei einer Konjunkturabschwächung auch die Ölnachfrage sinken dürfte. Entsprechend sind auch die Ölpreise unter Druck geraten. Der Subindex der Autowerte verliert 1,7 Prozent. Hier war zuvor bereits klar, dass Importe in die USA nun mit 25 Prozent belastet werden.

Aktien der Pharmabranche können sich dem breiten Abwärtstrend entziehen, weil US-Präsident Trump Pharmazeutika vorerst von seinen gegenseitigen Zöllen auf globale Importe ausgenommen hat. "Unserer Meinung nach ist es immer noch etwas unklar, ob die weiterreichenden 10 Prozent Basiszölle immer noch gegen importierte Medikamente und Impfstoffe erhoben werden könnten", kommentiert Shore Capital-Analyst Sean Conroy. Auch die Analysten von Bryan Garnier sprechen von Unsicherheit und Unklarheit über die Zollrisiken für die Branche angesichts der diffusen Aussagen Trumps, wonach die Arzneimittelhersteller "mit voller Kraft in die USA zurückkehren werden, denn wenn sie es nicht tun, müssen sie eine hohe Steuer zahlen". Der Branchenindex gibt um 0,6 Prozent nach.

Stärker unter Druck stehen auch Logistikaktien, weil ein schwächerer Welthandel das Geschäft von Postunternehmen oder Reedereien bremsen wird. Im DAX verlieren Deutsche Post 4 Prozent, Moeller Maersk rutschen in Kopenhagen um fast 7 Prozent ab und Kühne + Nagel in Zürich um fast 8 Prozent.

=== 
Aktienindex   zuletzt    +/- %  absolut +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  5.169,54    -2,5%  -134,41   +8,3% 
Stoxx-50    4.473,88    -2,0%   -93,47   +6,0% 
DAX      21.937,51    -2,0%  -453,33   +12,5% 
MDAX      27.107,38    -1,4%  -387,02   +7,4% 
TecDAX     3.543,21    -2,0%   -70,51   +5,8% 
SDAX      15.138,13    -1,1%  -175,31   +11,7% 
CAC       7.664,68    -2,5%  -194,15   +6,5% 
 
 
DEVISEN     zuletzt    +/- %    0:00 Mi, 17:10  % YTD 
EUR/USD      1,1058    +2,1%   1,0828   1,0857  +4,6% 
EUR/JPY     161,8635    +0,5%  161,0315  162,7140  -1,1% 
EUR/CHF      0,9534    -0,2%   0,9551   0,9578  +2,2% 
EUR/GBP      0,8388    +0,7%   0,8331   0,8372  +0,7% 
USD/JPY     146,3780    -1,6%  148,7225  149,8705  -5,5% 
GBP/USD      1,3184    +1,4%   1,3000   1,2968  +3,8% 
USD/CNY      7,1822    -0,6%   7,2270   7,1771  +0,2% 
USD/CNH      7,3036    -0,3%   7,3254   7,2756  -0,5% 
AUS/USD      0,6350    +1,4%   0,6260   0,6301  +1,1% 
Bitcoin/USD  83.479,75    -1,6% 84.829,95 86.392,45  -9,3% 
 
ROHOEL      zuletzt  VT-Schluss   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex     68,76    70,01   -1,8%   -1,25  +1,6% 
Brent/ICE     72,00    73,37   -1,9%   -1,37  +0,2% 
 
METALLE     zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold       3120,30   3134,15   -0,4%   -13,86 +19,4% 
Silber       29,43    31,46   -6,5%   -2,03 +12,6% 
Platin      874,56    911,67   -4,1%   -37,11  +4,1% 
Kupfer       4,93     5,04   -2,2%   -0,11 +21,4% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/gos

(END) Dow Jones Newswires

April 03, 2025 06:32 ET (10:32 GMT)

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Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

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