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MÄRKTE USA/Unsicherer Ausgang des Zollstreits bremst Wall Street

DJ MÄRKTE USA/Unsicherer Ausgang des Zollstreits bremst Wall Street

DOW JONES--Zurückhaltung hat den Handel an der Wall Street am Dienstag geprägt. Beobachter verwiesen auf den ungewissen Ausgang des Zollstreits. Eine weitere Eskalation blieb zunächst aus, was zur Stabilisierung der Börsen ebenso beigetragen haben dürfte wie überzeugende Zahlen aus dem Bankensektor. Der Dow-Jones-Index sank um 0,4 Prozent auf 40.369 Punkte. Der S&P-500 gab um 0,2 Prozent, der Nasdaq-Composite schloss kaum verändert. An der Nyse wurden vorläufigen Angaben zufolge 1.546 (Montag: 2.231) Kursgewinner gezählt, denen 1.230 (568) -verlierer gegenüber standen. Unverändert schlossen 42 (39) Titel.

Anleger versuchten noch immer, sich auf die sprunghafte Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump einen Reim zu machen, hieß es. Denn er hatte in den vergangenen Tagen seine Bereitschaft signalisiert, beschlossene Zölle ganz oder teilweise zu verschieben oder auch komplett zurückzunehmen - wie zuletzt im Automobilbereich.

Zudem betonte die US-Regierung, dass Handelsabkommen mit verschiedenen Ländern Fortschritte machten. Kevin Hassett, Direktor des Nationalen Wirtschaftsrates der Vereinigten Staaten, sprach zuletzt von mehr als zehn möglichen Abkommen, die auf dem Tisch lägen und die den USA hervorragende Möglichkeiten böten.

Doch scheint der Markt die günstige Entwicklung offenbar weitgehend eingepreist zu haben. "Es gibt klare Anzeichen dafür, dass die Spannung am Markt wieder nachlässt", sagte Makrostratege Henry Allen von der Deutschen Bank. Abzulesen war dies auch bei Dollar und US-Renten. Beide Vermögensklassen hatten zuletzt unter der Handelspolitik arg gelitten - von einem Vertrauensbruch war gar die Rede. Nun zeigen sich beide Märkte stabilisiert: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sank um 5 Basispunkte auf 4,31 Prozent und der US-Dollar zeigt sich nach seiner massiven Abwertung etwas fester.

Nachfragesorgen drückten den Ölpreis. Gold profitierte etwas von seinem Ruf als sicherer Hafen in Krisenzeiten.

Leicht positive Nachrichten gab es aus dem Großraum New York. Die Geschäftsaktivität des verarbeitenden Gewerbes ist dort im April gegenüber dem Vormonat gestiegen, verharrte aber im negativen Bereich. Die Importpreise sanken im März auf Monatssicht leicht, während Volkswirte eine Stagnation erwartet hatten.

In der laufenden Berichtssaison standen erneut die Banken im Fokus. Die Citigroup hat im ersten Quartal 2025 einen Anstieg bei Gewinn und Umsatz gemeldet und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen - unter anderem dank der Marktschwankungen, die zu höheren Gebühren im Handelsgeschäft führten. Das verhalf der Aktie zu einem Plus von 1,7 Prozent.

Auch die Bank of America profitierte im ersten Quartal von einem deutlichen Wachstum in ihrem Handelsgeschäft und in der Vermögensverwaltung und übertraf die Erwartungen der Analysten. Die Aktie legte um 3,7 Prozent zu.

Der Pharmakonzern Johnson & Johnson (-0,5%) hat im ersten Quartal besser abgeschnitten als erwartet, die Jahresziele jedoch nur bestätigt, um neben Währungseinflüssen und Zukäufen auch etwaigen Belastungen durch Strafzölle Rechnung zu tragen. Beobachter verwiesen jedoch auf die breite Aufstellung des Unternehmens, das dadurch gegen einen Abschwung besser geschützt sein dürfte als andere Branchenvertreter. Die Aussicht auf höhere Zölle für die Branche, die Präsident Trump schon in der vergangenen Woche ins Spiel brachte, belastete derweil andere Pharmawerte. So verloren Moderna 2 Prozent und Zimmer Biomet 4,6 Prozent.

Netflix rückten um 4,8 Prozent vor. Der Streaminganbieter habe es sich zum Ziel gesetzt, bis zum Ende des Jahrzehnts seine Marktkapitalisierung auf 1 Billion Dollar zu steigern, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Personen.

Die Aktie des Flugzeugherstellers Boeing verlor 2,4 Prozent. Hier belastete die Nachricht, dass China seine Fluggesellschaften angewiesen hat, die Abnahme von Boeing-Flugzeugen zu stoppen - ein weiterer Schritt in einem sich verschärfenden Handelskrieg mit den USA. Laut einem Kreise-Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg wurde chinesischen Fluggesellschaften mitgeteilt, keine weiteren Boeing-Lieferungen mehr anzunehmen und zudem keine weiteren flugzeugbezogenen Ausrüstungen von US-Unternehmen zu kaufen.

=== 
INDEX     zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
DJIA     40.368,96    -0,4%  -155,83     -5,5% 
S&P-500    5.396,63    -0,2%   -9,34     -8,8% 
NASDAQ Comp 16.823,17    -0,0%   -8,32     -12,8% 
NASDAQ 100  18.830,23    +0,2%   34,21     -10,5% 
 
DEVISEN    zuletzt    +/- %    0:00 Mo, 17:20 Uhr  % YTD 
EUR/USD     1,1283    -0,6%   1,1356     1,1362  +9,7% 
EUR/JPY    161,5675    -0,5%  162,3595    162,7940  -0,3% 
EUR/CHF     0,9289    +0,4%   0,9251     0,9268  -1,0% 
EUR/GBP     0,8529    -1,0%   0,8612     0,8621  +4,1% 
USD/JPY    143,1960    +0,1%  143,0080    143,2815  -9,1% 
GBP/USD     1,3229    +0,3%   1,3188     1,3179  +5,3% 
USD/CNY     7,2190    +0,0%   7,2160     7,2137  +0,1% 
USD/CNH     7,3290    +0,2%   7,3121     7,3093  -0,3% 
AUS/USD     0,6343    +0,3%   0,6323     0,6321  +2,2% 
Bitcoin/USD 84.017,45    -0,8% 84.692,80   84.789,70  -9,2% 
 
ROHOEL     zuletzt  VT-Schluss   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex    61,55     61,6   -0,1%     -0,05  +1,6% 
Brent/ICE    64,87    64,82   +0,1%      0,05 -13,2% 
 
METALLE    zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold      3231,54   3210,68   +0,6%     20,86 +22,3% 
Silber      28,66    28,51   +0,5%      0,15  +2,1% 
Platin     854,35    842,36   +1,4%     11,99  -3,8% 
Kupfer      4,62     4,63   -0,2%     -0,01 +13,7% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln

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April 15, 2025 16:11 ET (20:11 GMT)

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