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MÄRKTE EUROPA/Anleger nehmen vor Fed-Zinsentscheid Gewinne mit

DJ MÄRKTE EUROPA/Anleger nehmen vor Fed-Zinsentscheid Gewinne mit

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte drehen am Mittwochnachmittag deutlicher ins Minus. Teils kräftige Kursbewegungen gibt es bei den Einzelwerten, die von der Berichtssaison bewegt werden. In der Breite dominiert Zurückhaltung, denn am Abend steht die Zinsentscheidung der US-Notenbank auf dem Programm. Mehrheitlich wird damit gerechnet, dass die Leitzinsen bestätigt werden. Interessant dürften Aussagen über das weitere Vorgehen bei den Zinsen werden. Hier sind die Erwartungen sehr breit gestreut - von keine Zinssenkung bis zum Jahresende bis zu drei.

Der DAX notiert 0,5 Prozent tiefer bei 23.131 Punkten, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,6 Prozent auf 5.230 Zähler nach unten. Übergeordnet stützt die Hoffnung auf eine Annäherung zwischen China und den USA im Handelsstreit. Erste Gespräche sollen nun am Wochenende in der Schweiz zwischen US-Finanzminister Scott Bessent und dem chinesischen Vizepremier He Lifeng stattfinden. Positiv zur Kenntnis genommen wird daneben, dass die chinesische Notenbank Leitzinsen und Mindestreservesatz gesenkt hat. Die jüngste Eskalation zwischen Indien und Pakistan belastet nicht.

Gute Geschäftszahlen von BMW

Für BMW geht es im DAX nach Quartalszahlen um 1,3 Prozent nach oben. Die Profitabilität ist nach Einschätzung von Analysten von Jefferies stärker als erwartet ausgefallen. "BMW übertraf den Konsens bei den wichtigsten Gewinnkennzahlen und bekräftigte ihre Prognose, die vor der vollständigen Umsetzung der Zölle abgegeben worden war", betonen die Experten. BMW rechnet ab Juli mit wieder sinkenden Zöllen.

Von guten Geschäftszahlen spricht ein Marktteilnehmer mit Blick auf Fresenius (+1,8%). Umsatz und Profitabilität lägen in der Breite knapp über den Erwartungen. Die Prognose hat das Unternehmen bekräftigt. Siemens Healthineers büßen nach dem Quartalsbericht 1,1 Prozent ein.

Vonovia legen 1,5 Prozent zu, der Immobilienkonzern hat im ersten Quartal zweistellige Prozentwachstumsraten bei den Gewinnen verzeichnet, die Verschuldung in den Zielkorridor geführt und den operativen Cashflow ebenfalls deutlich verbessert. Für die Jahresziele 2025 sieht sich Vonovia auf Kurs. Kaum zur Verunsicherung sorgt, dass überraschend der CEO das Unternehmen verlässt.

"Starker Auftragseingang, aber die Marge könnte besser sein", so ein Marktteilnehmer zu Hensoldt. Die Aktie verliert um 1,9 Prozent. Während Auftragseingang und auch Umsatzentwicklung die Erwartungen übertroffen haben, liegt das operative Ergebnis knapp 7 Prozent unter Konsens. Den Mittelfristausblick hat das Rüstungsunternehmen aber erhöht.

Jungheinrich gewinnen 2,3 Prozent. Der Gabelstaplerhersteller hat sich im ersten Quartal dank eines deutlichen Umsatzwachstums operativ besser entwickelt und den Ausblick für 2025 bekräftigt. Für Auto1 geht es nach einem volatilen Handel nun 8,8 Prozent nach unten.

AXA kaum verändert - Ahold sehr fest

Von durchwachsenen Geschäftszahlen spricht ein Marktteilnehmer mit Blick auf den französischen Versicherer AXA. Die Aktie notiert 0,6 Prozent im Minus. Ahold Delhaize hat nach Einschätzung der Analysten von Jefferies im ersten Quartal ein starkes Ergebnis erzielt. Zudem habe es weitere Marktanteile gewonnen. Der Kurs steigt um 3,2 Prozent.

Novo Nordisk liegen dagegen trotz einer Senkung des Umsatz- und Gewinnausblicks 2,6 Prozent im Plus. "Hier waren die Erwartungen schon sehr niedrig", meint ein Händler mit Blick auf die gesehene Baisse der Aktie. Der dänische Pharmakonzern leidet bekanntermaßen unter dem gestiegenen Wettbewerb rund um Diabetes- und Abnehmmittel in den USA.

Änderungen im SDAX

Der am Vorabend mitgeteilte Aufstieg in den SDAX rückt MBB, Procredit und Thyssenkrupp Nucera in den Blick. Sie ersetzen dort mit Wirkung zum Freitag die Titel von Mutares, Nagarro und Stratec, die alle die Basiskriterien für eine Indexmitgliedschaft zuletzt verfehlt haben. Nagarro werden zudem aus dem TecDAX entnommen, hier rücken Dräger nach. Index-orientierte Käufe und Verkäufe passiver Anleger sind vor allem auf die Schlusskurse am Donnerstag zu erwarten.

=== 
Aktienindex        zuletzt    +/- %  absolut +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      5.233,97    -0,6%   -29,41   +7,5% 
Stoxx-50         4.439,73    -0,6%   -28,60   +3,7% 
DAX           23.161,14    -0,4%   -88,51   +16,8% 
MDAX          29.168,46    -0,6%  -181,77   +14,7% 
TecDAX          3.691,16    -0,2%   -5,95   +8,2% 
SDAX          16.079,73    -0,8%  -130,59   +18,2% 
CAC           7.624,22    -0,9%   -72,70   +4,3% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Di, 08:17  % YTD 
EUR/USD          1,1365    -0,1%   1,1374   1,1317  +9,9% 
EUR/JPY         162,7135    +0,4%  161,9885  162,8270  -0,6% 
EUR/CHF          0,9332    -0,2%   0,9349   0,9317  +0,0% 
EUR/GBP          0,8505    +0,0%   0,8503   0,8517  +2,8% 
USD/JPY         143,1715    +0,5%  142,4285  143,8815  -9,5% 
GBP/USD          1,3363    -0,1%   1,3377   1,3288  +6,8% 
USD/CNY          7,2019    +0,1%   7,1970   7,1851  -0,2% 
USD/CNH          7,2178    +0,1%   7,2112   7,2199  -1,7% 
AUS/USD          0,6472    -0,3%   0,6491   0,6447  +4,9% 
Bitcoin/USD       97.069,75    +2,5% 94.710,40 94.417,55  +1,5% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Schluss   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          58,85    59,09   -0,4%   -0,24 -18,0% 
Brent/ICE          61,88    62,04   -0,3%   -0,16 -17,0% 
 
METALLE          zuletzt   Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold           3395,41   3429,95   -1,0%   -34,54 +30,7% 
Silber           28,87    29,25   -1,3%   -0,38  +4,7% 
Platin           871,70   869,09   +0,3%    2,61  -0,7% 
Kupfer            4,63    4,74   -2,2%   -0,10 +14,1% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/flf

(END) Dow Jones Newswires

May 07, 2025 09:58 ET (13:58 GMT)

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© 2025 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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