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MÄRKTE USA/Erster "Trade Deal" beflügelt Wall Street

DJ MÄRKTE USA/Erster "Trade Deal" beflügelt Wall Street

DOW JONES--Mit einem Aufschlägen ist die Wall Street am Donnerstag in den Handel gestartet. Der Dow-Jones-Index gewinnt im frühen Handel 0,6 Prozent auf 41.341 Punkte. Für den S&P-500 und den Nasdaq-Composite geht es um 0,6 bzw. 0,9 Prozent nach oben. US-Präsident Donald Trump hat Berichte bestätigt, wonach er ein Handelsabkommen mit Großbritannien vorstellen werde, nachdem er bereits am Vortag Nachrichten über ein Abkommen angedeutet hatte. Um 16.00 Uhr soll es eine Pressekonferenz im Weißen Haus geben. Das Abkommen mit Großbritannien ist der erste wichtige "Trade Deal" für Trump.

"Angesichts der Tatsache, dass vollständige Handelsabkommen Jahre der Verhandlung benötigen, wird dies wahrscheinlich ein Rahmenwerk sein und es wird interessant sein zu sehen, ob der Basiszoll von 10 Prozent bestehen bleibt, da dies eine wichtige Vorlage für Verhandlungen mit anderen Ländern liefern und einen guten Leitfaden für die langfristige Zollstrategie der USA darstellen wird", erläutert Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank. Auch mit China bahnt sich eine Annäherung an. US-Finanzminister Scott Bessent reist in die Schweiz, um dort den chinesischen Stellvertretenden Ministerpräsidenten He Lifeng zu treffen.

Konjunkturdaten finden in dieser Situation weniger Beachtung. Gleichwohl untermauert zumindest der Arbeitsmarkt die positive Stimmung, denn die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten sind besser als gedacht ausgefallen. Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat abgenommen. Dass die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft deutlicher als veranschlagt gesunken ist und die Lohnstückkosten deutlicher als erwartet gestiegen sind, spielt keine Rolle.

Am Rentenmarkt passiert erneut nicht viel, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen steigt um 1 Basispunkt auf 4,29 Prozent.

Der Dollar profitiert weiter von der Entscheidung der US-Notenbank vom späten Mittwoch, die Zinsen unverändert zu lassen. Zudem sprechen Händler von einer falkenhaften Tonlage durch US-Notenbankgouverneur Jermome Powell. Das Pfund steigt trotz einer Zinssenkungen durch die britische Notenbank - begünstigt vom Handelsabkommen mit den USA. Zudem hatten sich zwei der neun Notenbankmitglieder gegen eine Zinssenkung ausgesprochen. Der Dollar-Index steigt um 0,3 Prozent.

Die Ölpreise ziehen mit der Aussicht auf US-Handelsabkommen an. Für Brent und WTI geht es um bis zu 2,0 Prozent nach oben. Der "Deal" mit Großbritannien schürt Hoffnungen, dass sich Trump auch mit China einigen werde. Das befeuere Nachfragespekulationen am Rohölmarkt, heißt es dort. Gold ist in diesem Umfeld nicht gefragt.

Berichtssaison hat Höhepunkt hinter sich

Die Bilanzsaison hat in den USA ihren Höhepunkt überschritten. Conocophillips hat den Gewinn im ersten Quartal leicht gesteigert. Der Ölproduzent senkte angesichts des volatilen wirtschaftlichen Umfelds aber sein Investitionsbudget. Der Kurs steigt 2,3 Prozent. Applovin schießen um 14,1 Prozent nach oben, der Digitalwerber lieferte überzeugende Quartalszahlen ab. Fortinet (-11%) verschreckt mit dem Umsatzausblick.

Nvidia ziehen um 0,5 Prozent an, AMD um 3,4 und Broadcom um 0,4 Prozent. Die Trump-Regierung will Vorschriften zu den maximalen Liefermengen von Chips für künstliche Intelligenz überarbeiten. Das Handelsministerium plant, eine Vorschrift zu ersetzen, die bisher Obergrenzen für die Lieferung von Chips in Länder wie Indien, die Schweiz, Mexiko und Israel festlegt. Gesucht sind auch Aktien der Kryptobranche, nachdem Bitcoin gestiegen ist. Microstrategy verbessern sich um 4,1 Prozent und Coinbase um 4,0 Prozent.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut +/- % YTD 
DJIA          41.340,99    +0,6%   227,02   -4,0% 
S&P-500         5.665,64    +0,6%   34,36   -4,7% 
NASDAQ Comp       17.900,81    +0,9%   162,64   -8,1% 
NASDAQ 100       20.045,43    +0,9%   177,46   -5,4% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Mi, 08:27  % YTD 
EUR/USD          1,1310    -0,0%   1,1314   1,1283  +9,3% 
EUR/JPY          163,45    +0,5%   162,68   162,72  -0,2% 
EUR/CHF          0,9321    +0,1%   0,9315   0,9328  -0,3% 
EUR/GBP          0,8481    -0,3%   0,8510   0,8491  +2,9% 
USD/JPY          144,52    +0,5%   143,78   144,21  -8,6% 
GBP/USD          1,3336    +0,3%   1,3294   1,3288  +6,2% 
USD/CNY          7,2117    +0,0%   7,2115   7,2147  +0,0% 
USD/CNH          7,2329    +0,1%   7,2279   7,2359  -1,4% 
AUS/USD          0,6429    +0,0%   0,6427   0,6426  +3,9% 
Bitcoin/USD       99.394,95    +2,3% 97.142,00 98.865,30  +4,1% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Schluss   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          59,16     58   +2,0%    1,16 -19,2% 
Brent/ICE          62,07    60,95   +1,8%    1,12 -18,2% 
 
METALLE          zuletzt   Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold           3365,96   3362,05   +0,1%    3,90 +28,2% 
Silber           28,82    28,70   +0,4%    0,12  +2,8% 
Platin           874,48   865,21   +1,1%    9,27  -1,2% 
Kupfer            4,57    4,62   -0,9%   -0,04 +12,6% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewaehr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/thl

(END) Dow Jones Newswires

May 08, 2025 09:44 ET (13:44 GMT)

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© 2025 Dow Jones News
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