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MÄRKTE EUROPA/DAX wieder auf Rekodjagd - Rüstungsaktien weiter gesucht

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX wieder auf Rekodjagd - Rüstungsaktien weiter gesucht

DOW JONES--An den europäischen Aktienmärkten bauen die Kurse ihre Gewinne am Dienstagmittag weiter aus. Der DAX ist zurück auf Rekordkurs, er gewinnt 0,8 Prozent auf 24.221 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 zieht um ein halbes Prozent auf 5.423 Punkte an. Zum einen herrscht am Markt weiter Zuversicht, dass im Zollstreit mit der bis Juli verlängerten Frist noch eine Einigung gefunden wird, Zölle von 50 Prozent auf Waren aus der EU also vermieden werden. Die EU hat mittlerweile offiziell verlautbart, die Gespräche mit US-Vertretern zu beschleunigen, um den Handelsstreit zwischen den beiden Regionen zu deeskalieren. Daneben profitiert der Markt von ersten günstigen Daten zur Inflationsentwicklung im Mai.

Die Jahresinflationsrate in Frankreich ist deutlich auf 0,6 Prozent zurückgegangen, erwartet worden waren 0,9 Prozent. "Die Chance steigt, dass mit der erwarteten Zinssenkung im Juni noch nicht Schluss ist", so ein Marktteilnehmer. "Je niedriger die Inflation, desto größer das Zinssenkungspotenzial", sagt er. Weiteren Aufschluss dazu erhofft er sich von den deutschen Inflationsdaten sowie von den Preisdaten aus Spanien und Italien. Sie sollen alle am Freitag veröffentlicht werden.

Der Markt wartet nun auf den Start an der Wall Street und deren Reaktion auf die neueste Entwicklung. Am Vortag wurde in den USA ebenso wie in London aufgrund von Feiertagen nicht gehandelt. "Sollte die Wall Street dem DAX nicht in die Suppe spucken, könnte er über den Tag hinaus die Marke von 25.000 Punkten ansteuern", so der Marktteilnehmer.

Am Devisenmarkt kann sich der Dollar auf breiter Front etwas erholen, der Euro kommt auf 1,1345 Dollar zurück. Am Montag war er zum Euro auf ein Einmonatstief gefallen, vornehmlich belastet von Sorgen um den angespannten Haushalt der USA. Am Anleihemarkt ziehen die Kurse leicht an.

Rüstungsaktien laufen weiter

Rüstungsaktien setzen ihre jüngste Aufwärtsbewegung fort. Neben der generell positiven Stimmung für den Sektor angesichts praktisch europaweit geplanter höherer Ausgaben für Verteidigung, stützen Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz, wonach die Ukraine beim Einsatz gelieferter deutscher Waffen keinerlei Reichweitenbeschränkungen mehr unterliege. Auch Frankreich, Großbritannien und die USA haben bisher geltende Reichweitenbeschränkungen aufgehoben. Dazu verschärfte US-Präsident Donald Trump zuletzt den Ton gegenüber dem russischen Präsidenten wegen der verstärkten Angriffe auf die Ukraine. Rheinmetall gewinnen 2,1, Hensoldt 3,1, Renk 2,5, Leonardo 2,2 und BAE Systems 3,1 Prozent.

Der europäische Stoxx-Index der Industrieaktien gewinnt 1,1 Prozent. Noch stärker zeigt sich nur der Technologieindex, der 1,2 Prozent steigt. Auf der anderen Seite bröckeln die Indizes der Versicherer und der Versorger etwas ab.

Gefragt sind auch Immobilientitel, deren Branchenindex um 0,7 Prozent anzieht. Er profitiert angesichts der starken Zinsabhängigkeit des Immobiliengeschäfts von den günstigen französischen Preisdaten und der damit verbundenen Zinssenkungsfantasie.

Größte DAX-Gewinner sind am Mittag Zalando (+3,0%) und Infineon (+2,9%). Am Ende rangieren mit Einbußen bis 1,3 Prozent die Versorger Eon und RWE. Eon werden belastet von Abstufung auf "Neutral" von "Buy" durch Citi. Im Kurs seien potenziell positive regulatorische Entscheidungen nunmehr eingepreist, so die Analysten.

Für die Bayer-Aktie geht es 0,7 Prozent nach oben. Die Tochter Bayer Cropscience habe starke Quartalszahlen vorgelegt, die das Papier an der indischen Börse um mehr als 10 Prozent nach oben trieben, heißt es.

Aktienindex      zuletzt    +/- %   absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50    5.417,08    +0,4%    21,75   +10,2% 
Stoxx-50       4.568,74    +0,4%    18,40    +5,6% 
DAX         24.204,29    +0,7%   176,64   +20,7% 
MDAX        30.585,55    +0,6%   195,50   +18,8% 
TecDAX        3.871,48    +1,1%    40,45   +12,1% 
SDAX        16.692,35    +0,3%    51,86   +21,4% 
FTSE         8.717,97     0%    0,00     NV 
CAC         7.842,94    +0,2%    14,81    +6,1% 
 
 
DEVISEN        zuletzt    +/- %    0:00  Mo, 18:06  % YTD 
EUR/USD        1,1345    -0,4%   1,1386   1,1380 +10,0% 
EUR/JPY        163,40    +0,5%   162,53   162,56  -0,2% 
EUR/CHF        0,9382    +0,4%   0,9344   0,9340  +0,0% 
EUR/GBP        0,8374    -0,2%   0,8393   0,8391  +1,5% 
USD/JPY        144,02    +0,9%   142,76   142,86  -9,3% 
GBP/USD        1,3548    -0,1%   1,3564   1,3562  +8,3% 
USD/CNY        7,1832    +0,1%   7,1730   7,1708  -0,5% 
USD/CNH        7,1922    +0,2%   7,1781   7,1784  -2,1% 
AUS/USD        0,6446    -0,7%   0,6489   0,6494  +4,8% 
Bitcoin/USD    109.602,25    +0,2% 109.399,15 110.275,20 +17,3% 
 
ROHÖL         zuletzt VT-Schluss    +/- %   +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        61,46    61,58    -0,2%    -0,12 -13,8% 
Brent/ICE        64,70    64,81    -0,2%    -0,11 -13,1% 
 
 
METALLE        zuletzt   Vortag    +/- %   +/- USD  % YTD 
Gold         3293,57   3340,20    -1,4%   -46,62 +27,2% 
Silber         29,01    29,36    -1,2%    -0,35  +5,1% 
Platin         953,53   957,14    -0,4%    -3,61  +9,3% 
Kupfer          4,81    4,81     0%    0,00 +18,5% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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May 27, 2025 07:19 ET (11:19 GMT)

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