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MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Gewinnmitnahmen im Rüstungssektor

DJ MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Gewinnmitnahmen im Rüstungssektor

DOW JONES--An den europäischen Aktienmärkten kommen die Kurse am Freitag im Eröffnungsgeschäft etwas zurück. Der DAX gibt um 0,3 Prozent nach auf 24.253 Punkte, der Euro-Stoxx-50 bröckelt um 0,1 Prozent ab. "Das ist typisch 'sell the news'", so ein Marktteilnehmer. Die Anleger hätten vor der EZB-Sitzung in Erwartung einer Zinssenkung gekauft, nun würden ein paar Gewinne mitgenommen.

Die EZB hatte bereits am Donnerstagnachmittag für einen kleinen Rücksetzer gesorgt mit der Andeutung, der Zinssenkungszyklus sei nun beendet. Bei MainSky heißt es allerdings dazu, es sei trotzdem wahrscheinlich, dass die fundamentalen Entwicklungen die EZB dieses Jahr zu weiteren Zinssenkungen trieben. Der Rückgang der Inflation sei in der Breite so offensichtlich, dass das Risiko klar auf Seiten eines Unterschießens im Inflationsziel liege. Insbesondere die Aufwertung des handelsgewichteten Euro um fast 5 Prozent seit Jahresanfang gebe der EZB Spielraum. "Der globale Zinssenkungszyklus bleibt intakt und die geldpolitische Unterstützung für die Aktienmärkte bestehen.", so Eckhart Schulte, Vorstandschef des Vermögensverwalters.

Auf dem Terminkalender ist der monatliche US-Arbeitsmarktbericht der Höhepunkt des Tages. Erwartet werden 125.000 neu geschaffene Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Indikatoren wie zuletzt der ISM-Service- oder Chicago-Einkaufsmanagerindex zeigten, dass der Arbeitsmarkt stark ist. Andererseits fiel unter der Woche der ADP-Bericht für den privaten US-Arbeitsmarkt schwach aus und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung fielen höher als gedacht aus.

Thomas Altmann von QC Partners meint, fast genauso entscheidend wie die Arbeitsmarktentwicklung werde für die US-Notenbank die Entwicklung der Löhne sein. Und den Erwartungen zufolge könnte das jährliche Lohnwachstum im Mai erneut gesunken sein. "Das würde es der Fed einfacher machen, im weiteren Jahresverlauf ihren Leitzins zu senken", so der Vermögensverwalter.

Immobilienaktien vorne

Die Ausschläge bei den Branchen halten sich in Grenzen. Gut im Markt liegen die Stoxx-Indizes der zinsempfindlichen Immobilientitel und der defensiven Pharmawerte, die beide ein halbes Prozent gewinnen. Dagegen fallen die Indizes der zyklischen Rohstoff- und Autoaktien um ein halbes Prozent.

Bei den Einzeltiteln bleibt die Nachrichtenlage dünn. Adidas geben 0,9 Prozent ab und Puma 1,5 Prozent. Belastet werden sie von einer Gewinnwarnung des US-Yoga-Ausrüsters Lululemon.

Bei Rüstungsaktien werden nach der Rally erst einmal Gewinne mitgenommen. Die Verteidigungsausgaben im engeren Sinn sollen zwar nun tatsächlich auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen, das gilt aber als eingepreist. Renk fallen um 4,7 Prozent nach einer Abstufung durch Exane BNP auf "Underperform". Hensoldt wurden zugleich auf "Neutral" erhöht. Die Aktie gibt dennoch um 1 Prozent nach. Rheinmetall büßen 2,3 Prozent auf 1.839,50 Euro ein, obwohl Exane das Kursziel auf 2.300 Euro erhöht hat. Leonardo verlieren in Mailand 4,5 und Thales in Paris 2,2 Prozent. BAE Systems geben in London um 1,4 Prozent nach. Die Aktie der norwegischen Kongsberg Gruppen sackt um 4 Prozent ab.

Airbus büßen 0,7 Prozent ein. Die Analysten der Citigroup haben ihre Kaufempfehlung zurückgezogen und stufen die Aktie nun nur noch mit "Halten" ein. Sie sehen den festen Euro als Belastungsfaktor für den Flugzeugbauer. Fraport profitieren dagegen von einer Hochstufung auf Halten durch die Deutsche Bank, sie gewinnen 2,4 Prozent.

zuletzt    +/- %   absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  5.404,04    -0,1%    -6,51   +10,5% 
Stoxx-50     4.569,87    +0,1%    5,45    +5,9% 
DAX       24.252,89    -0,3%   -70,69   +22,2% 
MDAX      30.979,62    -0,5%   -155,97   +21,7% 
TecDAX      3.934,57    -0,5%   -20,95   +15,8% 
SDAX      17.007,76    -0,1%   -22,54   +24,2% 
CAC       7.780,53    -0,1%    -9,74    +5,5% 
SMI       12.349,75    +0,3%    32,13    +6,2% 
ATX       4.404,66    -0,2%   -10,94   +20,5% 
 
 
DEVISEN      zuletzt    +/- %    0:00  Mi, 17:03  % YTD 
EUR/USD      1,1422    -0,2%   1,1444   1,1429 +10,6% 
EUR/JPY      164,38    +0,1%   164,27   163,64  +0,9% 
EUR/CHF      0,9379    +0,0%   0,9378   0,9358  +0,3% 
EUR/GBP      0,8434    +0,0%   0,8431   0,8419  +2,0% 
USD/JPY      143,91    +0,3%   143,55   143,18  -8,8% 
GBP/USD      1,3544    -0,2%   1,3576   1,3575  +8,4% 
USD/CNY      7,1772    +0,1%   7,1710   7,1717  -0,5% 
USD/CNH      7,1857    +0,2%   7,1734   7,1798  -2,1% 
AUS/USD      0,6494    -0,1%   0,6504   0,6498  +5,1% 
Bitcoin/USD  103.371,35    +1,7% 101.617,30 105.063,30  +8,9% 
 
ROHÖL       zuletzt VT-Schluss    +/- %   +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex      63,05    63,28    -0,4%    -0,23 -11,9% 
Brent/ICE      65,07    65,29    -0,3%    -0,22 -12,6% 
 
 
METALLE      zuletzt   Vortag    +/- %   +/- USD  % YTD 
Gold       3359,95   3353,23    +0,2%    6,73 +27,8% 
Silber       31,66    31,61    +0,2%    0,05 +13,1% 
Platin      1017,11   991,75    +2,6%    25,36 +13,2% 
Kupfer        4,90    4,93    -0,7%    -0,03 +20,7% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/gos

(END) Dow Jones Newswires

June 06, 2025 04:23 ET (08:23 GMT)

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Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

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