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MÄRKTE USA/Börse von Daten und Handelsschlagzeilen kaum bewegt

DJ MÄRKTE USA/Börse von Daten und Handelsschlagzeilen kaum bewegt

DOW JONES--Günstig ausgefallene US-Preisdaten und Hoffnungen im Handelsstreit stützen die Wall Street am Mittwoch kaum. Gebremst wird der Markt von etwas Ernüchterung über das Handelsabkommen zwischen China und den USA. Herausgekommen ist nach Angaben der Unterhändler ein Rahmenwerk, um die im Mai erzielte Einigung in Genf wieder in die Spur zu bringen. Marktbeobachter befürchten ein wachsweiches Rahmenwerk, das kaum über das Genfer Abkommen hinausgehen dürfte. Und dieses habe nicht lange gehalten.

Zudem machte US-Präsident Donald Trump klar, dass das Abkommen noch von ihm und seinem chinesischen Pendant Xi Jinping unterzeichnet werden müsse. China werde "im Voraus" wichtige Seltene Erden und Magnete liefern (...), so der Präsident weiter und dann eher unverständlich: "Wir erhalten insgesamt 55 Prozent Zölle, China erhält 10 Prozent". Die Aussagen sorgen eher für Verwirrung als für Klarheit. Vor diesem Hintergrund steigt der Dow-Jones-Index um 0,2 Prozent auf 42.946 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Indizes geben dagegen um 0,1 bzw. 0,2 Prozent ab. "Die Politik bestimmt nun die Wirtschaft, insbesondere in den USA und zunehmend auch in der Reaktion anderer Länder", urteilt der frühere Fed-Vertreter und aktuelle Pimco-Berater Richard Clarida.

Dass die Aktienkurse nicht deutlicher steigen, dürfte daran liegen, dass Details der Vereinbarung noch weitgehend im Unklaren liegen. Zudem kommt negativ an, dass das Berufungsgericht in den USA die Trump'schen reziproken Zölle bis zur endgültigen Klärung bestätigt hat. Das Gericht will die Prüfung des Falles beschleunigen, gleichwohl erst am 31. Juli die Argumente hören.

Zinsfantasien bei Renten und Dollar

Am Rentenmarkt verliert die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen 4 Basispunkte auf 4,43 Prozent. Denn die US-Verbraucherpreise sind im Mai etwas weniger gestiegen als erwartet, im Jahresvergleich zumindest in der Kernrate ebenso. Das schürt Zinssenkungsfantasie. Analysten zufolge könnte die US-Notenbank im September wieder an der Zinsschraube drehen. Am Anleihemarkt wird zudem auf die Auktion zehnjähriger Schuldtitel im Volumen von 39 Milliarden Dollar geschaut. Händler sprechen von einem weiteren Lackmustest für das Vertrauen in US-Anleihen.

Zinssenkungsfantasien und fallende Rentenrenditen drücken den Dollar, der Dollar-Index verliert 0,5 Prozent - der Euro steigt auf den höchsten Stand seit fast einer Woche. Der Goldpreis steigt mit den Zinsaussicht um 0,3 Prozent - zusätzlich mit Rückenwind durch die Schwäche des Greenbacks.

Erdöl verteuert sich deutlich, die Preise steigen um rund 3 Prozent pro Barrel. Hoffnungen auf ein Ende des Handelsdisputs zwischen China und den USA mit dann womöglich anziehender Nachfrage, die laut Trump festgefahrenen Verhandlungen um einen Atom-Deal zwischen den USA und dem Iran und deutlicher als gedacht gesunkene Rohöllagerbestände liefern bullische Preissignale.

Tesla-Aktie zieht etwas an

Die Tesla-Aktie legt um 0,5 Prozent zu. Tesla-Chef Elon Musk hat seine jüngsten Angriffe auf Präsident Trump als "zu weit gegangen" bezeichnet. Das dürfte Sorgen vor Retourkutschen durch Trump gegen die Musk-Unternehmen Tesla und SpaceX mildern. Zudem kündigte Musk an, dass Tesla voraussichtlich am 22. Juni einen lang erwarteten Robotertaxi-Service starten werde.

Meta Platforms verlieren ein halbes Prozent. Das Unternehmen befindet sich Kreisen zufolge in fortgeschrittenen Gesprächen, rund 14 Milliarden Dollar in Scale AI zu investieren und den CEO des Startups bei sich einzustellen, um die KI-Entwicklung zu leiten.

Der Videospielehändler Gamestop hat im Quartal sinkende Umsätze verzeichnet, schrieb aber schwarze Zahlen. Der Kurs des "Meme-Urgesteins" gibt um 4,8 Prozent nach. Für General Motors geht es um 2 Prozent nach oben. Der Autohersteller gibt 4 Milliarden Dollar aus, um mehr Fahrzeuge in den USA zu produzieren und so seine Belastung durch Zölle zu reduzieren. First Solar legen nach einer Hochstufung auf "Kaufen" durch Jefferies um 2,9 Prozent zu.

GitLab (-9%) verschreckt mit einem schwachen Ausblick. SailPoint schießen nach besser als gedacht ausgefallenen Erstquartalszahlen um über 16 Prozent nach oben. Dave & Buster's Entertainment (+13,9%) überrascht mit der Umsatzentwicklung positiv.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %   absolut  +/- % YTD 
DJIA           42.946,35    +0,2%    79,48    +0,8% 
S&P-500          6.031,62    -0,1%    -7,19    +2,1% 
NASDAQ Comp       19.667,93    -0,2%   -47,06    +2,1% 
NASDAQ 100        21.905,71    -0,2%   -36,21    +4,4% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00  Di, 17:01  % YTD 
EUR/USD           1,1483    +0,5%   1,1425   1,1427 +10,4% 
EUR/JPY           165,98    +0,3%   165,52   165,47  +1,6% 
EUR/CHF           0,9414    +0,2%   0,9396   0,9392  +0,6% 
EUR/GBP           0,8479    +0,2%   0,8462   0,8455  +2,3% 
USD/JPY           144,54    -0,2%   144,88   144,81  -7,9% 
GBP/USD           1,3544    +0,3%   1,3502   1,3516  +7,8% 
USD/CNY           7,1849    +0,0%   7,1829   7,1809  -0,4% 
USD/CNH           7,1964    +0,1%   7,1895   7,1884  -1,9% 
AUS/USD           0,6516    -0,1%   0,6524   0,6525  +5,4% 
Bitcoin/USD       109.440,75    -0,4% 109.878,25 108.558,95 +17,8% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Schluss    +/- %   +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          66,64    64,7    +3,0%    1,94 -10,0% 
Brent/ICE          68,36    66,6    +2,6%    1,76 -11,0% 
 
METALLE          zuletzt   Vortag    +/- %   +/- USD  % YTD 
Gold           3.331,05  3.323,20    +0,2%    7,85 +26,6% 
Silber            31,51    32,02    -1,6%    -0,51 +14,6% 
Platin          1.111,13  1.073,27    +3,5%    37,86 +22,6% 
Kupfer            4,80    4,90    -2,0%    -0,10 +18,3% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/cbr

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June 11, 2025 12:30 ET (16:30 GMT)

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