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MÄRKTE EUROPA/Schwächer - Marktreaktion gedämpfter als befürchtet

DJ MÄRKTE EUROPA/Schwächer - Marktreaktion gedämpfter als befürchtet

DOW JONES--Die Eskalation im Nahen Osten hat am Freitag zu schwachen Kursen an den europäischen Börsen geführt. Die Marktreaktionen waren aber deutlich gedämpfter als noch in der Nacht befürchtet worden war. "Der DAX kommt mit einem blauen Auge davon", so ein Marktteilnehmer. Die Ölpreise legten um rund 5 Prozent zu, in der Nacht waren sie aber schon zweistellig gestiegen. Der Goldpreis stiegt um gut 1 Prozent. Auf der Aktienseite fiel der DAX um 1,1 Prozent auf 23.516 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gab um 1,3 Prozent auf 5.290 Punkte nach. "Es gibt keine Panik, das ist ein gutes Zeichen", sagte ein Händler.

Die Frage ist laut Marktteilnehmern, welche Optionen die Führung um Chamenei nun noch hat. Für weitere Unruhe an den Märkten würde besonders ein Sperren der Straße von Hormus sorgen. Ob das iranische Militär dazu überhaupt noch in der Lage ist, werden die nächsten Tage zeigen. Ein Unterbrechen der Ölversorgung würde an den Börsen eine weitere Abwärtswelle auslösen. Sollte sich der Iran dagegen weiter als zahnloser Tiger erweisen, dürfte es tendenziell eher seitwärts gehen. Sollte gar das Mullah-Regime als Folge einer weiteren Niederlage von einem Aufstand hinweggespült werden, wäre ein permanenter Unruheherd beseitigt mit positiven Folgen für den Ölpreis und die Märkte, wie ein Marktteilnehmer sagt.

Wenn fundamental nur Spekulationen den Weg weisen können, bleibt der Blick auf die Charts. Hier ist das Bild relativ klar: Ein nachhaltiger Rutsch unter 23.200 eröffnet mittelfristig mindestens weitere 1.000 Punkte Abwärtspotenzial. In den Blick geraten dann die offenen Gaps oder Chartlücken bei 22.800, 22.600 und vielleicht auch 21.500. Auf der Oberseite liegt nun bei 23.900 bis 24.000 Punkten eine erste Widerstandszone, die den Weg zum Allzeithoch versperrt.

Ölpreis belastet Fluglinien

Kursgewinner bei Europas Branchen waren die Energie-Werte mit 0,6 Prozent Plus. BP stiegen um 1,5 Prozent, Shell um 0,8 Prozent und Totalenergies um 0,1 Prozent. Im Fahrwasser waren auch ausgewählte Versorger gefragt, so RWE, die um 1 Prozent vorrückten, oder Engie mit einem Plus von 1,3 Prozent.

Kursverlierer waren wie erwartet die Aktien der Fluglinien. Der Reisesektor fiel um 2,1 Prozent. Die Schwergewichte wie Lufthansa, Air France-KLM und IAG gaben bis zu 4,7 Prozent nach. Tui fielen um weitere 3,4 Prozent, Fraport trotz relativ guter Verkehrzahlen um 3,5 Prozent.

Unter Druck standen auch die Autotitel, deren Stoxx-Branchenindex 2,2 Prozent nachgab. VW, Mercedes-Benz, BMW und Porsche AG verloren bis zu 2,6 Prozent, Stellantis gaben in Paris 3,4 Prozent ab.

Kursgewinner in Europa waren auch ausgewählte Rüstungswerte. Für Rheinmetall im DAX ging es 2,7 Prozent höher, für Renk im MDAX um 0,8 Prozent.

=== 
Index          Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn* 
Euro-Stoxx-50     5.290,47       -1,3%        +9,5% 
Stoxx-50        4.523,76       -0,8%        +5,9% 
Stoxx-600        544,94       -0,9%        +8,3% 
XETRA-DAX       23.516,23       -1,1%       +19,4% 
CAC-40 Paris      7.684,68       -1,0%        +5,2% 
AEX Amsterdam      922,62       -0,8%        +5,9% 
ATHEX-20 Athen     4.574,09       -1,2%       +29,6% 
BEL-20 Bruessel    4.476,21       -0,9%        +6,0% 
BUX Budapest     95.317,22       +0,3%       +19,8% 
OMXH-25 Helsinki    4.721,89       -1,3%       +10,9% 
OMXC-20 Kopenhagen   1.933,54       -0,7%        -7,4% 
PSI 20 Lissabon    7.475,67       -0,7%       +18,0% 
IBEX-35 Madrid    13.910,60       -1,3%       +21,5% 
OBX Oslo        1.548,58       +0,9%       +15,4% 
PX Prag        2.147,85       -0,0%       +22,1% 
OMXS-30 Stockholm   2.459,61       -0,9%        -0,1% 
WIG-20 Warschau    2.707,86       -1,7%       +25,7% 
ATX Wien        4.355,07       -0,8%       +19,8% 
SMI Zuerich      12.146,02       -1,4%        +6,2% 
*bezogen auf Vortagesschluss 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00  Mi, 18:10  % YTD 
EUR/USD           1,1560    -0,2%   1,1588   1,1486 +11,9% 
EUR/JPY           166,45    +0,0%   166,37   166,00  +2,1% 
EUR/CHF           0,9376    -0,2%   0,9391   0,9415  +0,1% 
EUR/GBP           0,8503    -0,1%   0,8510   0,8479  +2,8% 
USD/JPY           143,99    +0,3%   143,57   144,52  -8,8% 
GBP/USD           1,3596    -0,2%   1,3617   1,3547  +8,8% 
USD/CNY           7,1762    +0,1%   7,1670   7,1856  -0,6% 
USD/CNH           7,1856    +0,2%   7,1717   7,1968  -2,2% 
AUS/USD           0,6513    -0,3%   0,6530   0,6517  +5,6% 
Bitcoin/USD       105.503,65    -0,5% 105.996,50 109.400,55 +12,2% 
 
ROHOEL           zuletzt VT-Schluss    +/- %   +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          72,17    68,95    +4,7%    3,22  -5,2% 
Brent/ICE          73,44    70,34    +4,4%    3,10  -7,1% 
 
METALLE          zuletzt   Vortag    +/- %   +/- USD  % YTD 
Gold           3.427,94  3.386,14    +1,2%    41,80 +29,0% 
Silber            31,34    31,37    -0,1%    -0,03 +12,5% 
Platin          1.054,16  1.121,75    -6,0%   -67,59 +28,1% 
Kupfer            4,82    4,84    -0,4%    -0,02 +17,9% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewaehr) 
=== 

DJG/cln

(END) Dow Jones Newswires

June 13, 2025 12:07 ET (16:07 GMT)

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