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MÄRKTE USA/Fester - Angst vor Eskalation des Nahostkonfliktes schwindet

DJ MÄRKTE USA/Fester - Angst vor Eskalation des Nahostkonfliktes schwindet

DOW JONES--Die Wall Street erholt sich am Montag etwas von den Verlusten zum Ausklang der vergangenen Woche. Am Freitag hatte die militärische Eskalation im israelisch-iranischen Konflikt belastet. Nun wird die Lage nicht mehr mit ganz so großen Sorgen gesehen, weil eine befürchtete Ausweitung des Krieges in der Region bislang ausgeblieben ist und die Ölpreise schon wieder deutlich unter den Höchstständen vom Freitag liegen. Zudem hat Teheran einem Bericht des Wall Street Journal zufolge Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Der Dow-Jones-Index steigt gegen Mittag (Ortszeit New York) um 1 Prozent auf 42.609 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite ziehen um 1,1 bzw 1,6 Prozent an.

Sollte sich der Konflikt jedoch ausweiten und gar eine direkte Beteiligung der USA beinhalten, dürfte die Stimmung aber schnell kippen, warnt ein Marktteilnehmer. Händler sehen in der Entwicklung der Ölpreise einen Seismographen für die Marktentwicklung. Die Erdölpreise hatten am Freitag mit Beginn der kriegerischen Auseinandersetzung sehr stark angezogen. Im Handel wird auch auf das beginnende G7-Teffen in Kanada verwiesen. Eine Hoffnung ist, dass der Gipfel eine Plattform für den Abschluss weiterer Handelsabkommen bietet.

Marktstimmung am Öl ablesbar

Wenig Veränderungen gibt es am Rentenmarkt, wo die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen bei 4,42 Prozent steht. Eine im Verlauf anstehende Emission 20-jähriger US-Schuldtitel könnte für Bewegung sorgen. Zuletzt war ein Papier mit dieser Laufzeit auf eine schwache Nachfrage gestoßen.

Der Dollar-Index verliert 0,3 Prozent. Nach Einschätzung von Commerzbank-Devisenexpertin Thu Lan Nguyen hat der Greenback zuletzt überwiegend vom Anstieg des Ölpreises profitiert. Sie verweist darauf, dass der Dollar nicht auf breiter Basis habe zulegen können. Insofern dürften die Bewegungen am Devisenmarkt am Freitag keine klassische Flucht in sichere Häfen gewesen sein, sondern in erster Linie eine Reaktion auf den Ölpreisanstieg.

Die Erdölpreise treten nach massiven Aufschlägen zum Wochenschluss den Rückwärtsgang an, die Notierungen sinken mit der Nachricht über die iranische Verhandlungsbereitschaft um bis zu 3,8 Prozent. Die Preisbewegung signalisiere, dass der Markt nicht von einem Worst-Case-Szenario ausgehe, heißt es im Handel. Laut den ANZ-Analysten wäre eine mögliche Blockade der Straße von Hormus im Persischen Golf eine Sache, auf die der Markt achten müsse. Denn dieser Seeweg sei für die Ölversorgung von großer Bedeutung.

Nach dem Höhenflug mit Allzeithochs kommt auch der vermeintlich sichere Hafen des Goldes zurück, die Feinunze verbilligt sich um 0,9 Prozent. Laut David Morrison von Trade Nation nehmen Anleger Gewinne mit. Die Investoren scheinen ihre Unzufriedenheit mit den Handelszöllen von Präsident Trump sowie dem US-Haushaltsdefizit zum Ausdruck zu bringen, sagt Morrison. Der Ausverkauf des US-Dollar erhöht die Attraktivität von Gold als alternativem sicheren Hafen.

Sarepta von Todesfällen belastet

Sarepta Therapeutics brechen um 43 Prozent ein. Nach zwei Todesfällen haben der Pharmakonzern und der Kooperationspartner Roche die Auslieferung des Mittels Elevidys im Rahmen einer Studie bei einer bestimmten Patientengruppe ausgesetzt.

Nach der genehmigten Übernahme von U.S. Steel durch Nippon Steel zieht der Kurs des US-Unternehmens um 5,1 Prozent an. Beide Unternehmen hatten ein Dekret der US-Regierung unterzeichnet, das Sorgen der Nationalen Sicherheit ausräumte. Victoria's Secret legen um 2 Prozent zu, nachdem der aktivistische Aktionär Barington Capital eine Beteiligung an der Unterwäschemarke aufgebaut hat. Informierten Kreisen zufolge sieht der Investor bei der Gesellschaft nicht gehobene Potenziale.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %   absolut  +/- % YTD 
DJIA           42.608,57    +1,0%   410,78    -0,8% 
S&P-500          6.042,64    +1,1%    65,67    +1,6% 
NASDAQ Comp       19.708,81    +1,6%   301,98    +0,5% 
NASDAQ 100        21.949,88    +1,5%   318,84    +2,9% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00  Fr, 17:20  % YTD 
EUR/USD           1,1585    +0,4%   1,1534   1,1555 +11,3% 
EUR/JPY           167,02    +0,3%   166,52   166,44  +2,2% 
EUR/CHF           0,9402    +0,5%   0,9356   0,9382  -0,2% 
EUR/GBP           0,8514    +0,1%   0,8509   0,8502  +2,8% 
USD/JPY           144,17    -0,1%   144,34   144,05  -8,3% 
GBP/USD           1,3606    +0,4%   1,3559   1,3590  +8,3% 
USD/CNY           7,1746    -0,0%   7,1776   7,1759  -0,4% 
USD/CNH           7,1815    -0,1%   7,1875   7,1843  -2,0% 
AUS/USD           0,6546    +0,9%   0,6487   0,6508  +4,8% 
Bitcoin/USD       107.705,50    +2,7% 104.839,85 105.518,55 +10,7% 
 
ROHOEL           zuletzt VT-Schluss    +/- %   +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          71,20    73,75    -3,5%    -2,55  +2,5% 
Brent/ICE          72,39    75,18    -3,7%    -2,79  +0,5% 
 
METALLE          zuletzt   Vortag    +/- %   +/- USD  % YTD 
Gold           3.399,24  3.432,55    -1,0%   -33,31 +30,8% 
Silber            31,40    31,48    -0,3%    -0,08 +12,9% 
Platin          1.092,64  1.065,42    +2,6%    27,22 +21,7% 
Kupfer            4,85    4,81    +0,7%    0,03 +17,5% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewaehr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/kla

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June 16, 2025 12:38 ET (16:38 GMT)

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