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MÄRKTE EUROPA/Börsen bleiben unter Druck

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen bleiben unter Druck

DOW JONES--Europas Börsen stehen am Donnerstagmittag unter Druck. Die Unsicherheiten bleiben hoch und sorgen für Zurückhaltung. Laut Medienberichten sollen die USA einen möglichen Militärschlag gegen den Iran vorbereiten, eventuell am Wochenende. US-Präsident Donald Trump lässt sich derweil nicht in die Karten schauen: Er könne, könne aber auch nicht, einen Militärschlag authorisieren, teilt er mit.

Der DAX verliert 0,6 Prozent auf 23.187, der Euro-Stoxx-50 sinkt um 0,8 Prozent. Mit den Ölpreisen geht es rund 1 Prozent nach oben. Am Devisenmarkt fällt das Pfund Sterling fällt leicht, nachdem die Bank of England (BoE) wie erwartet die Zinssätze unverändert bei 4,25 Prozent belassen hat, aber drei von neun Mitgliedern des geldpolitischen Ausschusses eine Zinssenkung um 25 Basispunkte bevorzugt haben.

US-Notenbank erwartet zukünftig mehr Inflation

Der Zinsentscheid der US-Notenbank vom Vorabend brachte derweil keine Überraschungen. Wie erwartet hielt die Fed den Leitzins stabil und die Tür für weitere Zinssenkungen im zweiten Halbjahr offen. Jedoch senkten die Währungshüter ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr, hoben aber auch die Inflationsprognose an. Fed-Chairman Jerome Powell wies auf die erhöhte Gefahr für die Preisstabilität hin, die sich aus der Zollpolitik der US-Regierung und dem Nahostkonflikt ergeben könnten.

Metzler erwartet weiterhin zwei Zinssenkungen der US-Notenbank in diesem Jahr. Letzten Endes dürfte jedoch auch Trumps Zollpolitik darüber entscheiden, wie die Fed weiter agieren werde. "Auf der anderen Seite halten wir jedoch an unserer Einschätzung fest, dass eine deutliche Abschwächung am Arbeitsmarkt die Fed zu schnellen Zinssenkungen veranlassen würde. Und das selbst dann, wenn die Inflation gleichzeitig wieder anzieht", heißt es.

Am Vormittag hatte bereits die Schweizer Nationalbank den Leitzins wie erwartet um 25 Basispunkte auf null gesenkt und ist weiterhin bereit, am Devisenmarkt zu intervenieren. Daneben hält EZB-Präsidentin Christine Lagarde verschiedene Reden. Der Feiertagshandel am Berichtstag dünnt die Volumina weiter aus, was größere Volatilitäten an den Märkten zur Folge haben könnte.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) unterstützt die von der Regierung geforderten strengeren Kapitalanforderungen für die Großbank UBS. Im Finanzstabilitätsbericht der SNB heißt es, die UBS erfülle bereits zu diesem Zeitpunkt (auf Pro-forma-Basis berechneten) vollständig umgesetzten Too-big-to-fail-Kapitalanforderungen, die ab 2030 gelten. Aus Marktsicht ist das keine Überraschung. Allerdings würden die auf Einzelinstitutsebene berechneten Kapitalquoten des Stammhauses seine tatsächliche Widerstandskraft überschätzen und seien somit anfällig für Wertberichtigungen auf diese Beteiligungen, heißt es weiter. UBS fallen um 1,3 Prozent.

Der französische Spirituosenhersteller Pernod Ricard strafft einem Agenturbericht zufolge sein Geschäft und will seine Marken in zwei Hauptabteilungen gruppieren. Der Hersteller von Absolut Wodka habe ein internes Projekt angekündigt, um eine agilere und vereinfachte Organisation zu schaffen, berichtet Reuters unter Berufung auf interne Präsentationsunterlagen des Unternehmens. Der Aktie hilft das nicht, sie gibt 0,7 Prozent an der Pariser Börse nach.

Medios kauft eigene Aktien zurück

Mit Aufschlägen von 9 Prozent auf 12,30 Euro zeigen sich Medios. Das Unternehmen hat ein öffentliches Rückkaufangebot für bis zu 1 Million Aktien vorgelegt. Der Angebotspreis beträgt 12,50 Euro je Anteilsschein. Nach einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank steigen MTU Aero um 0,7 Prozent.

=== 
             zuletzt    +/- %   absolut    +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50       5.224,70    -0,8%   -42,21     +7,6% 
Stoxx-50         4.450,73    -0,5%   -21,01     +3,8% 
DAX           23.187,17    -0,6%   -130,64     +17,1% 
MDAX           29.424,85    -0,9%   -259,47     +16,0% 
TecDAX          3.744,25    -0,6%   -22,25     +10,2% 
SDAX           16.584,28    -0,6%   -101,46     +21,7% 
CAC            7.591,29    -0,8%   -64,83     +3,7% 
SMI           11.887,99    -0,6%   -71,48     +3,1% 
ATX            4.330,81    -0,6%   -25,45     +18,9% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Mi, 17:15 Uhr  % YTD 
EUR/USD           1,1486    +0,0%   1,1483     1,1515 +10,8% 
EUR/JPY           167,24    +0,4%   166,61     166,56  +2,2% 
EUR/CHF           0,9389    -0,1%   0,9399     0,9413  +0,1% 
EUR/GBP           0,8543    -0,1%   0,8556     0,8554  +3,3% 
USD/JPY           145,60    +0,3%   145,10     144,65  -7,7% 
GBP/USD           1,3444    +0,2%   1,3420     1,3462  +7,3% 
USD/CNY           7,1779    -0,0%   7,1805     7,1800  -0,4% 
USD/CNH           7,1896    -0,0%   7,1929     7,1923  -1,9% 
AUS/USD           0,6473    -0,5%   0,6507     0,6519  +5,2% 
Bitcoin/USD       104.792,35    -0,3% 105.075,45   104.450,75 +10,9% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Schluss    +/- %    +/- USD  % YTD 
Brent/ICE          77,54    76,08    +1,9%      1,46  +2,6% 
 
METALLE          zuletzt   Vortag    +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           3.373,94  3.369,15    +0,1%      4,79 +28,3% 
Silber            31,64    32,02    -1,2%     -0,38 +14,5% 
Platin          1.128,22  1.153,82    -2,2%     -25,60 +31,8% 
Kupfer            4,81    4,85    -0,8%     -0,04 +18,3% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

(END) Dow Jones Newswires

June 19, 2025 07:37 ET (11:37 GMT)

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