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MÄRKTE EUROPA/DAX baut Erholungsgewinne aus

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX baut Erholungsgewinne aus

DOW JONES--An den europäischen Börsen setzt sich die Erholungswelle am Freitagnachmittag fort. Der DAX steigt um 1,3 Prozent auf 23.355 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 1,0 Prozent nach oben auf 5.247 Punkte. Rückenwind kommt von den Ölpreisen, die deutlich um etwa 3 Prozent fallen. Nachdem am Donnerstag zeitweise fest mit einem Kriegseintritt der USA spätestens an diesem Wochenende gerechnet worden war, ist das laut Händlern mit den jüngsten Aussagen von Donald Trump zu Chancen bei Verhandlungen erst einmal vom Tisch. Daneben kamen zumindest zwischenzeitlich die Renditen am Anleihenmarkt etwas zurück, auch weil die deutschen Erzeugerpreise im Mai weiter gesunken sind.

Daneben steht der große Verfall an den Terminbörsen im Blick, der so genannte Hexentanz. Am Mittag sind die Futures und Optionen mit Laufzeit Juni auf den DAX und auf den Euro-Stoxx-50 ausgelaufen, am Abend folgen die Optionen auf die Einzelwerte. Dann werden auch die neuen Index-Veränderungen in den Indizes vollzogen. Rheinmetall legen um 0,6 Prozent zu, sie steigen in den Euro-Stoxx-50 auf. Ionos gewinnen vor dem Aufstieg in den MDAX 1 Prozent.

Airbus setzen ihren Kursaufschwung mit einem Plus von 3,5 Prozent fort. Gut im Markt liegen mit Aufschlägen von knapp 2 Prozent auch ausgewählte Banken, so der Unicredit. "Möglicherweise werden die teuren Übernahmeschlachten in der Branche vermieden", meint ein Marktteilnehmer dazu. Mit dem zunehmenden Widerstand könnte der Unicredit die Übernahme der Banco BPM erst einmal aufgegeben, und bei der Commerzbank warte er erst einmal ab. Auch der Widerstand gegen eine Übernahme der Bank Sabadell durch den BBVA-Konzern wachse, heißt es im Handel. Der Stoxx-Branchenindex der Banken steigt um 0,9 Prozent.

Tagessieger sind bislang Aktien aus dem Reise- und Freizeitsektor, die in den vergangenen Tagen besonders stark unter dem Luftkrieg im Nahen Osten und den gestiegenen Ölpreisen gelitten hatten. Im MDAX steigen Tui um 6,6 Prozent, Lufthansa erholen sich um 1,6 Prozent. Der Stoxx-Branchenindex zieht um 1,2 Prozent an. Ölwerte liegen am Ende in der Tageswertung mit einem Minus von 0,4 Prozent.

Gefragt sind Halbleiterwerte wie Infineon, Aixtron, Elmos und Suss Microtec. Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Infineon am Morgen auf 42 von 38 Euro erhöht und rät zum Kauf. Atoss Software markieren im SDAX neue Jahreshochs.

Unternehmensseitig ist die Nachrichtenlage ruhig. RWE denkt darüber nach, seinen 25-Prozent-Anteil am Stromnetzbetreiber Amprion in eine Tochtergesellschaft auszugliedern. Hintergrund seien womöglich juristische und steuerliche Vorteile durch solch eine Neustrukturierung. RWE tendieren 0,7 Prozent höher.

Thyssenkrupp Nucera gewinnen 3,2 Prozent. Das Unternehmen verstärkt sich über einen Zukauf im Bereich der grünen Wasserstoff-Technologie und übernimmt wesentliche Technologien der dänischen Green Hydrogen Systems, die auf Hochdruck-Elektrolyse spezialisiert ist. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Der Kurs der Mutter Thyssenkrupp liegt 3,1 Prozent fester im Markt. Das Unternehmen treibt vor der Aufsichtsratssitzung an diesem Freitag die Vorbereitungen für die Abspaltung der U-Boot-Sparte TKMS voran. Laut der Börsen-Zeitung wurden Citi, Commerzbank, Deutsche Bank und Macquarie mit der Ausgliederung und separaten Börsennotierung des Unternehmens beauftragt.

=== 
zuletzt           +/- %   absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50       5.247,04    +1,0%    50,01    +6,1% 
Stoxx-50         4.452,73    +0,3%    14,39    +3,0% 
DAX           23.354,63    +1,3%   297,25   +15,8% 
MDAX           29.431,04    +1,1%   310,97   +13,8% 
TecDAX          3.762,21    +0,8%    28,54    +9,3% 
SDAX           16.584,66    +0,7%   123,14   +20,1% 
CAC            7.601,48    +0,6%    48,03    +2,3% 
SMI           11.890,75    +0,2%    19,23    +2,3% 
ATX            4.335,43    +0,6%    27,53   +17,6% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00  Do, 17:20  % YTD 
EUR/USD           1,1518    +0,2%   1,1494   1,1469 +11,0% 
EUR/JPY           167,87    +0,4%   167,21   167,05  +2,6% 
EUR/CHF           0,9414    +0,3%   0,9386   0,9391   0% 
EUR/GBP           0,8538    +0,0%   0,8537   0,8540  +3,2% 
USD/JPY           145,75    +0,2%   145,46   145,66  -7,5% 
GBP/USD           1,3491    +0,2%   1,3464   1,3430  +7,6% 
USD/CNY           7,1632    -0,1%   7,1715   7,1792  -0,5% 
USD/CNH           7,1759    -0,1%   7,1860   7,1912  -2,0% 
AUS/USD           0,6476    -0,0%   0,6477   0,6456  +4,7% 
Bitcoin/USD       105.657,50    +1,2% 104.367,00 104.363,65 +10,3% 
 
ROHOEL           zuletzt VT-Schluss    +/- %   +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          72,91    75,52    -3,5%    -2,61  +5,0% 
Brent/ICE          76,08    78,74    -3,4%    -2,66  +5,2% 
 
METALLE          zuletzt   Vortag    +/- %   +/- USD  % YTD 
Gold           3.368,31  3.370,68    -0,1%    -2,37 +28,4% 
Silber            31,23    31,73    -1,6%    -0,50 +13,8% 
Platin          1.101,57  1.127,24    -2,3%   -25,67 +28,7% 
Kupfer            4,84    4,81    +0,7%    0,03 +18,3% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewaehr) 
=== 

DJG/hru/cln

(END) Dow Jones Newswires

June 20, 2025 09:57 ET (13:57 GMT)

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© 2025 Dow Jones News
Favoritenwechsel
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

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