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MÄRKTE USA/Aktien starten behauptet - Ölpreise bewegen sich kaum

DJ MÄRKTE USA/Aktien starten behauptet - Ölpreise bewegen sich kaum

DOW JONES--Knapp behauptet und damit zunächst wenig beeindruckt vom Kriegseintritt der USA im Konflikt zwischen Israel und Iran zeigt sich der US-Aktienmarkt zum Start am Montag. Dazu trägt vor allem bei, dass der Ölmarkt nur wenig darauf reagiert, dass die USA am Wochenende iranische Atomanlagen angegriffen hatten. Aktuell liegen die Preise auf dem Niveau vom späten Freitag, nachdem zwischenzeitliche moderate Aufschläge wieder verlorengingen. Zu den Ölpreisen heißt es abseits des Nahostkonflikts, dass der schwache EU-Einkaufsmanagerindex Nachfragesorgen schüre, was auf die Preise drücke.

Der Dow-Jones-Index liegt im Frühhandel 0,1 Prozent im Plus bei 42.243 Punkten. Der breite S&P-500 legt um 0,2 Prozent zu, die Nasdaq-Indizes pendeln um die Schlusskurse vom Freitag. Im Handel verweist man darauf, dass der Iran bislang noch nicht wirklich reagiert habe und eine befürchtete Blockade der Straße von Hormus dem Iran selbst schaden würde. Zudem dürften viele Länder auf den Plan gerufen werden, die davon betroffen wären, unter anderem der Erdölexporteur Saudi-Arabien oder auch der Ölabnehmer China. Rund 20 Prozent des globalen Erdölhandels wird über die Meerenge abgewickelt.

"Es geht wirklich darum, ob das iranische Regime Öl als Waffe einsetzt, insbesondere ob es versucht, die Straße von Hormus zu schließen. Vielleicht rechnen die Finanzmärkte mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit einer Schließung", sagt Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank.

Der Dollar wertet auf, ist aber mittlerweile von seinen Tageshochs wieder deutlich zurückgekommen. Er profitiert zum einen von seinem Ruf als sicherer Hafen, daneben aber auch von dem höheren Ölpreis bzw. dem potenziell steigenden Ölpreis. Höhere Ölpreise verbessern reale Austauschverhältnis von US-Ex- und Importen, wie die Experten der Commerzbank erklären. Zugleich leidet der Euro aber auch unter einem enttäuschend ausgefallenen Einkaufsmanagerindex für die Eurozone. Er kostet 1,1485 Dollar.

Der Anleihemarkt verzeichnet etwas Zulauf von Anlegern, die auf der Suche nach Sicherheit sind. Steigende Kurse lassen die Zehnjahresrendite um 3 Basispunkte 4,35 Prozent sinken. Der Goldpreis steigt leicht.

Unternehmensnachrichten sind rar. Tesla klettern um 3,7 Prozent. Der E-Autobauer hat wie angekündigt am Sonntag seinen Robotaxidienst im texanischen Austin gestartet. Northern Trust rücken um 7,3 Prozent vor. Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge ist die Bank of New York Mellon an dem kleineren Wettbewerber interessiert. New York Mellon geben um gut 2 Prozent nach. Gesucht sind tendenziell Aktien aus dem Ölsektor.

=== 
INDEX         zuletzt    +/- %  absolut   +/- % YTD 
DJIA        42.243,21    +0,1%   36,39     -0,8% 
S&P-500       5.980,01    +0,2%   12,17     +1,5% 
NASDAQ Comp     19.447,18    -0,0%   -0,24     +0,7% 
NASDAQ 100     21.658,68    +0,1%   32,30     +2,9% 
 
 
DEVISEN        zuletzt    +/- %    0:00 Fr, 17:20 Uhr  % YTD 
EUR/USD        1,1488    +0,1%   1,1473     1,1523 +10,8% 
EUR/JPY        169,24    +0,6%   168,18     168,01  +3,2% 
EUR/CHF        0,9391    +0,1%   0,9380     0,9413  -0,1% 
EUR/GBP        0,8557    -0,0%   0,8557     0,8551  +3,4% 
USD/JPY        147,32    +0,5%   146,57     145,81  -6,8% 
GBP/USD        1,3426    +0,1%   1,3408     1,3474  +7,1% 
USD/CNY        7,1692    +0,0%   7,1677     7,1664  -0,6% 
USD/CNH        7,1851    -0,1%   7,1895     7,1779  -2,0% 
AUS/USD        0,6398    -0,4%   0,6424     0,6465  +3,9% 
Bitcoin/USD    102.030,20    +2,9% 99.182,35   104.259,65  +5,0% 
 
ROHÖL         zuletzt VT-Schluss   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        73,98    73,91   +0,1%      0,07  +2,8% 
Brent/ICE        77,19    77,32   -0,2%     -0,13  +3,3% 
 
 
METALLE        zuletzt   Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold         3.379,93  3.368,72   +0,3%     11,21 +28,4% 
Silber         31,49    31,38   +0,4%      0,11 +12,5% 
Platin        1.130,02  1.104,64   +2,3%     25,38 +26,2% 
Kupfer          4,80    4,83   -0,6%     -0,03 +17,8% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/mgo

(END) Dow Jones Newswires

June 23, 2025 10:11 ET (14:11 GMT)

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© 2025 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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