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MÄRKTE USA/Wall Street startet kaum verändert in den Tag

DJ MÄRKTE USA/Wall Street startet kaum verändert in den Tag

DOW JONES--Nach einem Tag des Durchschnaufens sucht die Wall Street nach Impulsen. Zu einer Wiederaufnahme der jüngsten Rekordjagd reicht es am Mittwoch bislang nicht. Ein Bremsklotz für den Aktienmarkt könnte die Unsicherheit über Handelsabkommen sein. US-Präsident Donald Trump gedenkt nicht, die Schonfrist bei Zöllen über den 9. Juli hinaus zu verlängern. Verhandlungen mit Japan waren jüngst ins Stocken geraten. Ein Abkommen mit Indien macht aber offenbar Fortschritte.

Im frühen Geschäft ermäßigt sich der Dow-Jones-Index um 0,2 Prozent auf 44.403 Punkte, der S&P-500 stagniert und der Nasdaq-Composite legt um 0,2 Prozent zu.

Das vom Senat mit hauchdünner Mehrheit verabschiedete Fiskalpaket von US-Präsident Trump und seine Folgen für Verbraucher und Wirtschaft liefern weiter Diskussionsstoff. Per Saldo verzeichnen damit fossile Industrien wie Öl einen Erfolg über Branchen wie Erneuerbare Energien und Elektroautos. Allerdings räumen Marktteilnehmer ein, dass es noch schlimmer für diese Branchen hätte kommen können. Eine notwendige Mehrheit im Repräsentantenhaus ist aber nicht sicher, da mit Abweichlern der republikanischen Mehrheitsfraktion zu rechnen ist. Die Gesetze verlängern individuelle Steuersenkungen von 3,8 Billionen US-Dollar.

US-Staatsverschuldung im Blick

Die sich mit dem Paket abzeichnende steigende Staatsverschuldung hat die Renditen an den Anleihemärkten am Vortag moderat steigen lassen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen klettert nun um weitere 5 Basispunkte auf 4,30 Prozent. "Trotz der nun vom Congressional Budget Office nach oben korrigierten Schätzung einer Zunahme der Nettoverschuldung um 3,3 Billionen Dollar im nächsten Jahrzehnt, war die Reaktion bei den Staatsanleihen verhalten, wahrscheinlich abgefedert durch die Hoffnung auf eine frühere Lockerung durch die Fed. Dennoch kann bei einer überraschenden Inflationssteigerung eine verzögerte Auswirkung auf US-Anleihen nicht ausgeschlossen werden", urteilt ING-Analyst Francesco Pesole.

Keine Auswirkung auf den Rentenmarkt haben schwache US-Arbeitsmarktdaten. Laut ADP sind in der Privatwirtschaft im Juni entgegen den Erwartungen Arbeitsplätze abgebaut worden. Am Markt lösen die überraschend schwachen Daten Kopfzerbrechen aus. Denn am Vortag war der Jolts-Bericht, der von der US-Notenbank mit Argusaugen verfolgt wird, weit besser als die Erwartungen ausgefallen. Klarheit könnte der offizielle Arbeitsmarktbericht am Donnerstag liefern. An den Märkten wird derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von 24 Prozent eine Zinssenkung durch die Fed für Juli eingepreist.

Der Dollar zieht indes an, der Dollar-Index steigt um 0,2 Prozent - mit den schwachen Arbeitsmarktdaten vollzog der Greenback einen kurzen Rücksetzer, den er aber schnell zu großen Teilen wieder ausbügelt. Am Erdölmarkt steigen die Preise mit der Aussicht auf ein Auslaufen der US-Förderung für Regenerative Energie. Zudem hat der Iran eine weitere Zusammenarbeit mit der UN-Atombehörde ausgeschlossen, womit es bei westlichen Sanktionen gegen den Iran bleiben dürfte. Damit dürfte kaum zusätzliches Angebot auf den Markt kommen.

Tesla knapp erholt mit Absatzdaten

Nach dem Vortagesabsturz durch den neuen Streit zwischen Trump und Tesla-CEO Elon Musk erholt sich die Aktie des E-Autobauers um 3,0 Prozent. Wie erwartet sind die Absatzzahlen im zweiten Quartal schwach ausgefallen. Der Einruch erfolgte aber im Großen und Ganzen im veranschlagten Rahmen, zugleich stieg der Absatz auf Quartalsebene. Apple klettern nach einer Hochstufung durch Jefferies um 1,1 Prozent.

Centene brechen um über 34 Prozent ein, der Krankenversicherer hat seine Jahresprognose kassiert. Im Bankensektor werden die Ausschüttungspläne nach oben angepasst. JP Morgan steigen um 0,3 Prozent, die Bank erhöht die Quartalsdividende und billigt einen Aktienrückkauf. Ähnliche Pläne verfolgen auch Bank of America (+0,4%), Wells Fargo (+0,2%), Morgan Stanley (+0,4%), Goldman Sachs (+0,6%) und Citigroup (-0,4%).

Verint Systems ziehen um 3,1 Prozent an nach einem Bericht über ein mögliches Übernahmeinteresse durch die Beteiligungsgesellschaft Thoma Bravo.

=== 
INDEX     zuletzt +/- % absolut +/- % YTD 
DJIA     44.403,26 -0,2%  -91,68   +4,6% 
S&P-500    6.195,05 -0,0%  -2,96   +5,4% 
NASDAQ Comp 20.235,82 +0,2%  32,93   +4,6% 
NASDAQ 100  22.492,71 +0,1%  14,58   +7,0% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Di, 17:58 Uhr  % YTD 
EUR/USD           1,1767    -0,3%   1,1805     1,1774 +14,0% 
EUR/JPY           169,40    +0,1%   169,28     169,10  +3,9% 
EUR/CHF           0,9327    -0,1%   0,9337     0,9340  -0,5% 
EUR/GBP           0,8655    +0,8%   0,8586     0,8579  +3,8% 
USD/JPY           143,96    +0,4%   143,40     143,62  -8,8% 
GBP/USD           1,3596    -1,1%   1,3747     1,3724  +9,8% 
USD/CNY           7,1554    +0,1%   7,1515     7,1562  -0,8% 
USD/CNH           7,1680    +0,1%   7,1609     7,1640  -2,4% 
AUS/USD           0,6554    -0,4%   0,6578     0,6570  +6,3% 
Bitcoin/USD       107.565,50    +1,7% 105.778,05   105.995,40 +11,8% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.    +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          66,13    65,45    +1,0%      0,68  -8,9% 
Brent/ICE          67,78    67,11    +1,0%      0,67 -10,2% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag    +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           3.340,08   3.339,58    +0,0%      0,51 +27,2% 
Silber            30,87    30,56    +1,0%      0,31  +9,5% 
Platin          1.180,86   1.147,82    +2,9%     33,04 +31,1% 
Kupfer            5,09     5,05    +0,9%      0,04 +24,0% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/ros

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July 02, 2025 09:48 ET (13:48 GMT)

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