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MÄRKTE EUROPA/Etwas leichter - Gewinnwarnungen allerorten

DJ MÄRKTE EUROPA/Etwas leichter - Gewinnwarnungen allerorten

DOW JONES--Etwas leichter sind Europas Börsen am Freitag aus dem Handel gegangen. Ausgebremst wurde die Stimmung von einer ganzen Serie an Gewinnwarnungen - insbesondere im Automobilsektor. Übergeordnet warten die Märkte ungeduldig auf eine Einigung bei den Handelsgesprächen zwischen USA und Europa. Am kommenden Freitag, den 1. August, läuft das US-Ultimatum ab. Gerechnet wird mit einem Importzoll von um die 15 Prozent für europäische Exporteure.

US-Präsident Donald Trump hatte den Druck auf die Handelspartner dabei geschickt erhöht, indem er zwischenzeitlich noch höhere Zölle von bis zu 30 Prozent angedroht hatte. An den 15 Prozent dürften sich die europäischen Börsen daher dankbar erfreuen. Allerdings wird dies die Unternehmensgewinne noch deutlicher beschneiden: Denn aktuell liegen die US-Importzölle laut Berechnung von JP Morgan bei 13,4 Prozent, vor einem Jahr waren es aber nur 2,3 Prozent.

Der DAX fiel um 0,3 Prozent auf 24.218 Zähler, der Euro-Stoxx-50 um 0,1 Prozent auf 5.352 Punkte.

Deutsche Konjunktur blutleer

Keine Entspannung kam von der Konjunkturseite: So vermeldete die EZB einen Anstieg der Geldmenge M3 von nur 3,3 Prozent im Juni. Sie gilt als Maßstab für die Kreditnachfrage von Unternehmen. Volkswirte hatten mit plus 3,7 Prozent gerechnet.

Auch der Ifo-Geschäftsklima-Index in Deutschland kletterte im Juli nur marginal. Angesichts der US-Zollverhandlungen könne dies als Erfolg betrachtet werden, kommentierte Thomas Gitzel, Chef-Volkswirt der VP Bank. Die deutschen Unternehmen zeigten eine gewisse Resilienz in schwierigem Fahrwasser, von Dynamik könne aber keine Rede sein. Ifo-Chef Clemens Fuest bezeichnete den Aufschwung der deutschen Wirtschaft als "blutleer".

Serie von Gewinnwarnungen im Automobilsektor

Warnungen hagelte es aus allen Branchen, vor allem aus dem Automobilsektor: So hat VW die Schätzungen für das Jahr gesenkt. Wegen ordentlicher Halbjahreszahlen stiegen die Aktien aber um 4,6 Prozent, zudem kam der gesenkte Ausblick nicht unerwartet. Um bis zu 2,8 Prozent höher schlossen BMW, Mercedes und Porsche. Unabhängig von Quartalszahlen trieb hier allein die Hoffnung auf einen bevorstehenden Deal mit den USA.

Denn auch Lkw-Hersteller Traton (-4,1%) warnte: Beim Konzernabsatz wird ein Rückgang um bis zu 10 Prozent erwartet, bestenfalls eine Stagnation auf Vorjahresniveau. Bislang hatte Traton die Absatzentwicklung in einer Bandbreite von minus 5 Prozent bis plus 5 Prozent gesehen.

Noch schlechter sah es beim französischen Zulieferer Valeo aus. Hier brachen Umsatz und Nettogewinn im ersten Halbjahr ein. Nach einem Kurseinbruch von über 16 Prozent erholten sich die Aktien auf minus 5,4 Prozent.

Ein Hoffnungsschimmer kam vom Reifenhersteller Michelin. Er hat die Ziele für das laufende Jahr bestätigt, obwohl die Halbjahreszahlen die Erwartungen verfehlten. Netto verdiente der Konzern fast 28 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Aktien fielen um 3,4 Prozent.

Puma-Aktie mit Kurseinbruch

Schwache Quartalsdaten und eine heftige Gewinnwarnung ließen Puma um 16 Prozent einbrechen. Der Umsatz sank wegen der erheblichen Belastung durch den starken Euro im zweiten Quartal auf 1,94 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT wechselte sogar das Vorzeichen und wies 13,2 Millionen Euro Verlust aus. Hier hatte man einen Gewinn von 102 Millionen Euro erwartet.

Ein Minus von 12,4 Prozent wiesen Signify in Amsterdam auf. Das ehemals unter Philips Lighting bekannte Unternehmen hatte mit schwachen Zahlen zum zweiten Quartal überrascht. Der Nachsteuergewinn fiel um 11 Prozent, das adjustierte EBITA um 6,5 Prozent.

Bei Deutsche Börse ging es 1,7 Prozent tiefer nach Zweitquartalszahlen. JP Morgan kritisierte, wie bereits im Vorquartal habe die im Fokus stehende Sparte Investment Management Solutions (IMS) die Erwartungen verfehlt.

Mode- und Luxusbranchen laufen noch immer nicht

LVMH gewannen 3,9 Prozent, da die Zahlen nicht ganz so schwach wie befürchtet waren. Bernstein sprach von einem erneut schwierigen Quartal. Das organische "Wachstum" von minus 9 Prozent bei der wichtigsten Sparte Fashion & Leather lag weit unter der Schätzung von minus 6,4 Prozent. Das EBIT lag jedoch dank strikten Kostenmanagements über den Erwartungen.

Einige positive Unternehmensnachrichten gab es aber auch: Für Remy Cointreau ging es in Paris um 8,1 Prozent nach oben. Das organische Umsatzwachstum war im ersten Quartal mit 5,7 Prozent klar besser als die Marktprognose von 2,3 Prozent ausgefallen. Auch hat der Getränkekonzern seine Ziele erhöht.

Positiv werteten RBC die Zweitquartalszahlen von Eni (+1,8%). Vor allem beim Nettoergebnis habe der Versorger mit 1,13 Milliarden Euro die Markterwartung von 930 Milliarden Euro klar geschlagen. Die Ziele für das laufende Jahr seien teilweise angehoben worden.

=== 
Index          Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn* 
Euro-Stoxx-50      5.352,16       -0,1%        +9,4% 
Stoxx-50        4.510,26       -0,4%        +5,1% 
Stoxx-600         549,95       -0,3%        +8,7% 
XETRA-DAX       24.217,50       -0,3%       +22,0% 
CAC-40 Paris      7.834,58       +0,2%        +5,9% 
AEX Amsterdam       905,37       -0,9%        +4,0% 
ATHEX-20 Athen     4.940,89       -0,1%       +38,5% 
BEL-20 Bruessel     4.609,47       -0,2%        +8,3% 
BUX Budapest     101.380,77       +0,0%       +27,8% 
OMXH-25 Helsinki    4.944,13       +0,1%       +14,4% 
OMXC-20 Kopenhagen   1.805,44       +0,7%       -14,7% 
PSI 20 Lissabon     7.706,91       -0,4%       +21,3% 
IBEX-35 Madrid     14.237,30       -0,1%       +23,0% 
OBX Oslo        1.530,13       -0,7%       +15,9% 
PX Prag        2.209,65       +0,3%       +25,1% 
OMXS-30 Stockholm    2.606,32       +0,2%        +4,7% 
WIG-20 Warschau     2.962,94       -0,2%       +35,4% 
ATX Wien        4.575,47       +0,2%       +24,7% 
SMI Zuerich      11.955,73       -0,7%        +3,8% 
*bezogen auf Vortagesschluss 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Mi, 17:20 Uhr  % YTD 
EUR/USD           1,1726    -0,2%   1,1748     1,1739 +13,4% 
EUR/JPY           173,32    +0,3%   172,79     171,74  +6,1% 
EUR/CHF           0,9340    -0,0%   0,9343     0,9315  -0,4% 
EUR/GBP           0,8737    +0,5%   0,8696     0,8648  +5,1% 
USD/JPY           147,81    +0,5%   147,09     146,30  -6,5% 
GBP/USD           1,3422    -0,7%   1,3510     1,3574  +8,0% 
USD/CNY           7,1483    +0,1%   7,1380     7,1331  -1,0% 
USD/CNH           7,1686    +0,2%   7,1535     7,1531  -2,5% 
AUS/USD           0,6554    -0,5%   0,6590     0,6588  +6,5% 
Bitcoin/USD       115.834,95    -2,3% 118.612,10   118.018,20 +25,4% 
 
ROHOEL           zuletzt VT-Settlem.    +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          64,51    65,13    -1,0%     -0,62  -7,5% 
Brent/ICE          68,60    69,18    -0,8%     -0,58  -7,4% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag    +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold           3.328,24   3.368,36    -1,2%     -40,12 +28,4% 
Silber            32,46    33,22    -2,3%     -0,76 +19,3% 
Platin          1.189,58   1.202,01    -1,0%     -12,43 +37,2% 
Kupfer            5,73     5,78    -0,8%     -0,05 +42,7% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/cln

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July 25, 2025 12:09 ET (16:09 GMT)

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