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MÄRKTE EUROPA/Behauptet - Hannover Rück nach Zahlen unter Druck

DJ MÄRKTE EUROPA/Behauptet - Hannover Rück nach Zahlen unter Druck

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte zeigen sich im Frühhandel am Dienstag wenig bewegt. Dass sich die USA und China auf eine Verlängerung der Gespräche über ihre Handelsbeziehungen und gegenseitige Zölle um 90 Tage geeinigt haben, kommt zwar positiv an, war im Vorfeld aber auch erwartet worden. Gegenseitige Zölle von über 100 Prozent werden damit zunächst weiter nicht erhoben. Die erste 90-tägige Schonfrist wäre am Berichtstag ausgelaufen.

Der DAX notiert praktisch unverändert bei 24.074 Punkten, der Euro-Stoxx-50 legt um 0,2 Prozent zu. Der Euro geht nach seinem Rückgang am Montag wenig verändert bei 1,1620 Dollar um. Am Anleihemarkt tut sich wenig. Der Goldpreis zeigt sich mit 3.354 Dollar je Feinunze um 0,3 Prozent erholt. Er hatte am Vortag deutlicher nachgegeben, nachdem es von der US-Regierung geheißen hatte, dass keine Zölle auf die Einfuhr von Goldbarren erhoben würden. Spekulationen über hohe Zölle hatten zuletzt für Unruhe und steigende Goldpreise gesorgt.

Für Zurückhaltung an den Börsen sorgt aktuell das Warten auf die Bekanntgabe der US-Verbraucherpreise am Nachmittag. Die Frage ist, inwieweit die Zölle Auswirkungen auf die Preisentwicklung haben. Im Konsens wird erwartet, dass die Preise im Juli um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind, im Kern um 0,3 bzw. 3,0 Prozent. Die Preisdaten könnten Auswirkungen auf die Zinssenkungserwartungen haben und damit potenziell auch auf die Aktienkurse. Aktuell wird mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 85 Prozent eine Zinssenkung durch die US-Notenbank im September eingepreist. Die australische Notenbank hat derweil - wie weithin erwartet - den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,60 Prozent gesenkt.

Allenfalls für geringe Impulse dürfte um 11. 00 Uhr MESZ der deutsche ZEW-Index sorgen. Hier wird sowohl für die Konjunkturlage wie auch die Konjunkturerwartungen im August mit einer deutlichen Verschlechterung gerechnet.

In der allmählich auslaufenden Berichtssaison hat Hannover Rück Zahlen vorgelegt. Jefferies spricht von einem enttäuschenden Zahlenwerk. Auch die Solvency II Ratio, die mit 261 Prozent zwar absolut sehr stark sei, habe die Erwartungen um 11 Prozentpunkte verfehlt. Die Aktie verbilligt sich um gut 2 Prozent und ist das Schlusslicht im DAX.

TAG Immobilien hat im ersten Halbjahr dank besserer Portfoliobewertungen unter dem Strich wieder deutlich schwarze Zahlen geschrieben. Die Ziele für das Gesamtjahr bestätigte das Wohnimmobilienunternehmen. Die Aktie zieht um 0,3 Prozent an.

K+S verlieren 0,8 Prozent. Der Düngemittelhersteller hat wegen einer bereits angekündigten Wertberichtigung von rund 2 Milliarden Euro das abgelaufene Quartal mit einem erheblichen Verlust beendet. An der Jahresprognose hält auch K+S fest.

Im SDAX ziehen Dermapharm um 0,5 Prozent an, nachdem der Arzneimittelhersteller die Bücher geöffnet hat. Demnach entspricht die Entwicklung im ersten Halbjahr 2025 den Annahmen. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bestätigt. Für die Aktie des Beteiligungsunternehmens Mutares geht es nach Halbjahreszahlen um 1,7 Prozent nach oben.

Eine Platzierung drückt den UBS-Kurs um 0,3 Prozent auf 31,81 Franken. Laut Angaben aus dem Handel wurden 16 Millionen UBS-Aktien zu einem Preis von je 31,46 Franken bei institutionellen Anlegern platziert. Es sei nicht bekannt, woher das Paket stamme. Das Platzierungspaket sei klein, die Aktie sollte sich rasch erholen, heißt es.

zuletzt      +/- %    absolut    +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  5.338,43     +0,1%      6,58     +9,2% 
Stoxx-50    4.488,43     +0,1%      5,66     +3,9% 
DAX      24.073,53     -0,0%      -7,81     +21,0% 
MDAX      31.290,18     +0,0%      7,21     +23,1% 
TecDAX     3.767,83     -0,0%      -0,79     +10,5% 
SDAX      17.218,13     +0,1%      23,58     +26,9% 
CAC       7.734,67     +0,5%      36,15     +4,9% 
SMI      11.879,28     +0,1%      9,29     +2,3% 
ATX       4.725,69     +0,1%      4,66     +28,9% 
 
 
DEVISEN     zuletzt     +/- %      0:00   Mo, 17:15  % YTD 
EUR/USD      1,1618     +0,0%     1,1616     1,1592 +12,4% 
EUR/JPY      172,23     +0,1%     172,05     171,63  +5,6% 
EUR/CHF      0,9410     -0,3%     0,9434     0,9422  +0,2% 
EUR/GBP      0,8638     -0,1%     0,8649     0,8649  +4,5% 
USD/JPY      148,25     +0,1%     148,11     148,06  -6,1% 
GBP/USD      1,3449     +0,1%     1,3432     1,3403  +7,3% 
USD/CNY      7,1403     -0,0%     7,1426     7,1412  -0,9% 
USD/CNH      7,1956     +0,0%     7,1949     7,1946  -1,9% 
AUS/USD      0,6502     -0,2%     0,6514     0,6504  +5,4% 
Bitcoin/USD  119.002,30     +0,3%   118.653,00   120.001,20 +25,2% 
 
ROHÖL      zuletzt  VT-Settlem.      +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex     64,13     63,96      +0,3%      0,17 -11,0% 
Brent/ICE     66,84     66,63      +0,3%      0,21 -10,9% 
 
 
METALLE     zuletzt    Vortag      +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold      3.356,87   3.345,13      +0,4%     11,75 +29,5% 
Silber       32,61     32,40      +0,6%      0,21 +18,1% 
Platin     1.143,89   1.146,33      -0,2%     -2,44 +30,9% 
Kupfer       4,48     4,44      +0,9%      0,04  +9,0% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/gos

(END) Dow Jones Newswires

August 12, 2025 03:50 ET (07:50 GMT)

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