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MÄRKTE USA/Zinssenkungserwartungen stützen Wall Street

DJ MÄRKTE USA/Zinssenkungserwartungen stützen Wall Street

DOW JONES--Die Aufwärtstendenz an der Wall Street setzt sich zur Wochenmitte fort, wenn auch mit deutlich gebremstem Tempo. Die Verbraucherpreise vom Vortag bedeuteten kein Störfeuer für die Zinssenkungshoffnungen am Markt, denn der Inflationsdruck verstärkte sich in den USA im Juli trotz der Zölle nicht. Nur die Kerninflation legte leicht zu. Der S&P-500-Index und der Nasdaq-Composite hatten in der Folge neue Rekordhochs markiert. Nun warten Anleger gespannt auf die Erzeugerpreise am Donnerstag. Am Mittwoch standen keine Wirtschaftsdaten auf der Agenda. Der Dow-Jones-Index legt gegen Mittag (Ortszeit New York) um 0,8 Prozent zu auf 44.832 Punkte. Der S&P-500 steigt um 0,2 Prozent und der Nasdaq-Composite um 0,1 Prozent.

Nach den Inflationsdaten aus den USA warnen die Strategen von Lazard jedoch vor übertriebenen Erwartungen an Zinssenkungen durch die US-Notenbank. "In den Vereinigten Staaten dürfte die Kerninflation Anfang 2026 die Marke von 4 Prozent übersteigen", so Ron Temple, Chef-Marktstratege von Lazard. Auch wenn die US-Verbraucherpreise am Vortag noch weniger dramatisch ausgefallen seien als befürchtet, "entspricht dies meiner Erwartung eines schrittweisen Anstiegs der Preise, da die eingeführten Zölle zunehmend auf die Verbraucher übergehen".

Die US-Inflationsdaten sollten nach Meinung vieler Ökonomen nur zusammen mit anderen Informationen gelesen werden, nachdem im Jahresvergleich die Kerninflation im Juli von 2,9 auf 3,1 Prozent zugelegt habe, sagt Tiffany Wilding, Volkswirtin beim Vermögensverwalter Pimco. "Wir gehen weiterhin davon aus, dass sie bis Jahresende auf einen Höchststand von 3,4 Prozent steigt, weil zollbedingte Kosten zunehmend an die Verbraucher weitergegeben werden."

Dollar erneut mit Abgaben

Der Dollar steht mit den Zinssenkungshoffnungen abermals unter Druck. Der Dollar-Index verliert 0,4 Prozent. Dagegen kletterte der Euro zum Dollar zwischenzeitlich auf ein Zwei-Wochen-Hoch. Am Anleihemarkt steigen die Notierungen, die Renditen sinken also - passend zum dominierenden Zinsszenario. Die Rendite zehnjähriger Titel fällt um 7 Basispunkte auf 4,23 Prozent.

Die Befürchtung eines Überangebots belastet weiterhin die Ölpreise. Der Verkaufsdruck verstärkt sich, nachdem wider Erwarten ein Anstieg der US-Rohölvorräte gemeldet wurden. Analysten hatten eine Abnahme prognostiziert. Die Notierungen für Brent und WTI fallen um bis zu 1,8 Prozent. Der Goldpreis legt leicht zu. Das Edelmetall profitiert von der Aussicht auf niedrigere Zinsen, die das zinslos gehaltene Gold für Anleger vergleichsweise attraktiver machen würden, und auch vom erneut schwächeren Dollar.

Cisco mit Zahlen im Fokus

Die Blicke richten sich vor allem auf die nachbörslich anstehenden Zahlen von Cisco. Die Erwartungen sind hoch, insbesondere nach einem bislang starken Jahr für die Aktien des Netzwerk-Unternehmens. Vor allem die Nachfrage nach Ausrüstung, die in der Infrastruktur für künstliche Intelligenz (KI) verwendet wird, dürfte im Fokus stehen. Die Aktie verliert 0,8 Prozent.

CoreWeave reduzieren sich um fast 18 Prozent. Der Cloud-Anbieter für KI-Unternehmen verzeichnete einen höheren Quartalsverlust als erwartet, obwohl sich der Umsatz mehr als verdreifachte.

Zahlen und Ausblick des Steuerberatungsunternehmens H&R Block sind durchwachsen ausgefallen. Die Aktie fällt um 4,3 Prozent.

Die Aktien von Bullish geben zur Wochenmitte ihr Börsendebüt. Der Ausgabepreis liegt bei 37 Dollar pro Aktie. Bei 150,7 Millionen ausstehenden Aktien hätte Bullish damit eine Marktkapitalisierung von 5,6 Milliarden Dollar. Bis zur Mittagszeit wurde allerdings noch kein erster Kurs festgestellt.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %   absolut  +/- % YTD 
DJIA           44.831,72    +0,8%   373,11    +4,5% 
S&P-500          6.455,79    +0,2%    10,03    +9,6% 
NASDAQ Comp       21.698,10    +0,1%    16,20   +12,3% 
NASDAQ 100        23.837,61    -0,0%    -1,59   +13,5% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00  Di, 19:35  % YTD 
EUR/USD           1,1713    +0,3%   1,1675   1,1676 +12,7% 
EUR/JPY           172,46    -0,1%   172,60   172,51  +5,9% 
EUR/CHF           0,9422    +0,1%   0,9415   0,9428  +0,3% 
EUR/GBP           0,8630    -0,2%   0,8647   0,8642  +4,5% 
USD/JPY           147,24    -0,4%   147,85   147,75  -6,0% 
GBP/USD           1,3573    +0,5%   1,3500   1,3511  +7,9% 
USD/CNY           7,1308    -0,0%   7,1310   7,1338  -1,1% 
USD/CNH           7,1807    -0,1%   7,1850   7,1850  -2,1% 
AUS/USD           0,6547    +0,3%   0,6529   0,6529  +5,5% 
Bitcoin/USD       121.652,20    +1,5% 119.879,65 119.471,95 +26,7% 
 
ROHOEL           zuletzt VT-Settlem.    +/- %   +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          61,97    63,17    -1,9%    -1,20 -12,1% 
Brent/ICE          65,04    66,12    -1,6%    -1,08 -11,6% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag    +/- %   +/- USD  % YTD 
Gold           3.359,27   3.352,25    +0,2%    7,02 +27,7% 
Silber            38,48    37,93    +1,5%    0,55 +31,3% 
Platin          1.140,24   1.148,50    -0,7%    -8,26 +31,2% 
Kupfer            4,51     4,53    -0,4%    -0,02  +9,7% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/brb

(END) Dow Jones Newswires

August 13, 2025 12:23 ET (16:23 GMT)

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