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MÄRKTE EUROPA/DAX dreht ins Minus - Impulse fehlen

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX dreht ins Minus - Impulse fehlen

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte drehen am Donnerstagmittag leicht ins Minus. Im frühen Handel lieferten die Quartalszahlen von Nvidia kurzfristig einen positiven Impuls, der allerdings schnell wieder verpuffte. Der DAX verliert 0,2 Prozent auf 24.007, der Euro-Stoxx-50 gibt um 0,1 Prozent nach. Weiterhin gibt es Argumente, das Risiko am Aktienmarkt etwas runterzufahren.

In Europa bleiben die vorgezogenen Neuwahlen in Frankreich ein mögliches Risiko, und eine stärker populistisch geprägte Regierung wäre für die Märkte eine unerwünschte Entwicklung. Die hohe Verschuldung und die Defizite des Landes stellen eine wachsende Herausforderung dar, und die politischen Entscheidungsträger waren bisher nicht in der Lage, diese Probleme wirksam anzugehen.

Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine dauert an. Auch wenn es zwischenzeitlich Hoffnung auf Friedens-Verhandlungen gab, ist es jüngst darum recht ruhig geworden. Und dann gibt es das Thema Donald Trump und seine Zollpolitik, das in diesem Jahr bereits Unruhe stiftete. Sein Scharmützel mit der US-Notenbank rangiert momentan hoch oben in den Schlagzeilen. "Es bleibt unklar, ob Trump dabei erfolgreich ist, Cook aus der Fed zu entfernen", kommentieren Michael Skordeles und Chip Hughey von Truist die Bestrebungen des Präsidenten, die Fed-Gouverneurin Lisa Cook zu entlassen. Dies führe zu einer juristischen Schlacht und bringe Unsicherheit über die künftige Fed-Politik.

Am Nachmittag dürften dann Daten vom US-Arbeitsmarkt in den Mittelpunkt rücken. Dann werden die wöchentlichen Erstanträge veröffentlicht. Daneben steht die Revision des US-BIP zum zweiten Quartal auf der Agenda. Das wichtigste Datum der Woche kommt erst am Freitag mit dem PCE-Preis-Index für die US-Inflation.

Von Unternehmensseite gibt es einige Nachrichten, die bewegen.

Für Delivery Hero geht es nach anfänglichen Gewinnen nun 1,8 Prozent abwärts. "Mit derart hohen Wechselkursbelastungen über den Dollar hat der Markt nicht gerechnet", kommentiert ein Händler die am Vorabend gesenkten Prognosen für bereinigtes EBITDA und Cashflow. So soll der Cashflow für das Gesamtjahr nun nur noch bei 120 statt zuvor 200 Millionen Euro liegen. Allerdings hat sich der Betreiber von Essenlieferdiensten für die Entwicklung von Umsatz und Bruttowarenwert GMV optimistischer gezeigt, was die Aktie Marktteilnehmern zufolge auf der anderen Seite stützt.

Nach etwas besseren Zahlen ziehen Pernod Ricard um 3,8 Prozent an, und das obgleich der Ausblick des Getränkeherstellers von Analysten als schwächer eingestuft wird.

Nach Einschätzung der Citigroup stützt der Verkauf des Contitech-Geschäftsfelds OESL an Regent die Continental-Aktie. Der OESL-Verkauf sei erst für Ende des Jahres in Aussicht gestellt worden. Die Vereinfachung der ContiTech-Struktur mit einer geringeren Abhängigkeit vom Autosektor sollte sich in zukünftig höheren Margen widerspiegeln. Für das Conti-Papier geht es 1,6 Prozent nach oben.

MFE-Mediaforeurope kommt bei Prosiebensat.1 doch noch auf eine Mehrheit. Nachdem die von der Familie Berlusconi kontrollierte Holding in ihrem Übernahmeangebot zunächst die Mehrheit verfehlt hatte, kündigte die tschechische Holding PPF nun den Ausstieg aus Prosieben an. Sie will ihre Anteile in Höhe von 15,7 Prozent MFE andienen, die bislang auf 43,6 Prozent der Anteile an dem TV-Konzern kommt. Prosieben steigen um 1,5 Prozent, MFE machen einen Satz von knapp 6 Prozent.

Nach der Ankündigung von Wandelanleihen fallen Qiagen 2,2 Prozent zurück. "Wie üblich laufen dann Hedges durch die Anleihekäufer gegen die Aktien", sagt ein Händler, was belaste. Zudem drohe einen Gewinnverwässerung, die nun eingepreist werde. Qiagen will ein Volumen von bis zu 750 Millionen Dollar mit sieben Jahren Laufzeit emittieren.

Erneut abwärts um 6,7 Prozent geht es mit den Aktien von Redcare Pharmacy. "Der Einstieg von dm als Konkurrent rückt immer näher", sagt ein Händler. Denn gemäß der letzten Äußerungen der Drogeriemarkt-Kette solle "ab Herbst" mit der Belieferung deutscher Kunden aus Tschechien begonnen werden.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %   absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50       5.386,81    -0,1%    -6,26   +10,2% 
Stoxx-50         4.578,83    -0,2%    -8,32    +6,5% 
DAX           24.006,82    -0,2%   -39,39   +20,8% 
MDAX           30.428,80    -0,2%   -54,13   +19,1% 
TecDAX          3.737,25    -0,3%   -10,23    +9,7% 
SDAX           16.955,81    +0,0%    6,84   +23,6% 
CAC            7.748,34    +0,1%    4,41    +4,9% 
SMI           12.181,27    -0,2%   -25,85    +5,2% 
ATX            4.641,50    -0,2%   -11,37   +27,0% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00  Mi, 18:05  % YTD 
EUR/USD           1,1666    +0,2%   1,1638   1,1612 +12,4% 
EUR/JPY           171,30    -0,2%   171,55   171,55  +5,2% 
EUR/CHF           0,9338    +0,0%   0,9336   0,9334  -0,5% 
EUR/GBP           0,8629    +0,1%   0,8622   0,8621  +4,2% 
USD/JPY           146,83    -0,4%   147,42   147,74  -6,4% 
GBP/USD           1,3519    +0,2%   1,3497   1,3469  +7,9% 
USD/CNY           7,0921    -0,2%   7,1071   7,1095  -1,4% 
USD/CNH           7,1278    -0,4%   7,1533   7,1546  -2,5% 
AUS/USD           0,6529    +0,4%   0,6503   0,6495  +5,1% 
Bitcoin/USD       112.990,00    +1,3% 111.496,30 111.931,90 +18,0% 
 
ROHOEL           zuletzt VT-Settlem.    +/- %   +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          64,13    64,15    -0,0%    -0,02 -10,5% 
Brent/ICE          67,99    68,05    -0,1%    -0,06  -9,3% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag    +/- %   +/- USD  % YTD 
Gold           3.405,15   3.399,50    +0,2%    5,65 +29,6% 
Silber            39,01    38,58    +1,1%    0,43 +33,8% 
Platin          1.155,38   1.160,95    -0,5%    -5,57 +32,5% 
Kupfer            4,43     4,42    +0,2%    0,01  +7,8% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/cln

(END) Dow Jones Newswires

August 28, 2025 07:37 ET (11:37 GMT)

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© 2025 Dow Jones News
Vorsicht, geheim!
2026 startet mit einem Paukenschlag: Der DAX outperformt den US-Markt, Nachzügler holen auf. Ein erstes Signal, dass der Bullenmarkt an Breite gewinnt. Während viele Anleger weiter auf die großen Tech-Namen setzen, hat sich im Hintergrund längst ein Umschwung vollzogen. Der Fokus verschiebt sich weg von überteuerten KI-Highflyern hin zu soliden Qualitätswerten aus der zweiten Reihe.

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