HEIDELBERG (dpa-AFX) - "Rhein-Neckar-Zeitung" zu Nord Stream:
"Ein Argument, das bereits den politischen Raum erobert, verfehlt jedoch den Kern der Debatte: Selbst wenn es politisch erwünscht war, dass Nord Stream kein Gas mehr nach Europa liefert, rechtfertigt das die Sprengung nicht. Diese bleibt eine schwere Sabotage. Und sollte die mit Wissen oder gar auf Anweisung der ukrainischen Regierung verübt worden sein, so könnte das Deutschland nicht einfach hinnehmen und zur Tagesordnung übergehen. Irritierend allerdings, dass einer der mutmaßlichen Attentäter bei der Bundeswehr ausgebildet wurde. Spätestens vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Wie kann es so einer verschworenen Gemeinschaft gelingen, diesen Anschlag unbemerkt von Sicherheitskreisen zu verüben? Die Karlsruher Anwälte haben noch viel zu tun."/yyzz/DP/he