MÜNCHEN (dpa-AFX) - "Münchner Merkur" zu Julia Klöckner:
"Es würde der Parlamentspräsidentin vermutlich nicht schaden, künftig ein wenig runter zu gehen vom Gaspedal. Doch sollten sich auch ihre Kritiker von Grünen, SPD und der Linken zügeln. Zwar ist die 52-Jährige in der CDU im konservativen Flügel zuhause, doch ist sie ebenso wenig wie Fraktionschef Jens Spahn die Neurechte, zu der ihre Kritiker sie stilisieren. Linke, Grüne, SPD, CDU und CSU sind kein Gesangsverein, in dem jeder den gleichen Ton anstimmen muss, während die AfD den großen Rest der Stimmen einsammeln darf, die sich nicht als woke und progressiv betrachten. Die ungebremste Wut, die die beiden Merz-Vertrauten gerade zu spüren bekommen, speist sich wohl vielmehr aus dem Schmerz der politischen Linken in Deutschland darüber, dass sie mit den jüngsten Wahlen auch ihre Diskurshoheit verloren hat."/yyzz/DP/stw