Osnabrück (ots) -
Der Kunsthistoriker und Sachbuchautor Golo Maurer (54) empfiehlt Reisenden, Alltagserlebnisse im Urlaub gegenüber Museen vorzuziehen. "Gehen Sie in Florenz lieber in die Bar als in die Uffizien, wenn Sie nur einen Tag haben!", sagte der Leiter der Bibliothek des Max-Planck-Instituts für Kunstgeschichte in Rom im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).
Ein Museumsbesuch sei nur eine "begrenzte Reiseerfahrung" im Vergleich zu einer Alltagsbeobachtung wie etwa dem Besuch einer Bar, einer Tankstelle oder eines Geschäfts. An solchen Orten könnten Reisende "ein Alltagsleben erleben, das ihnen grundsätzlich vertraut ist, sich aber doch unterscheidet von dem in der Heimat. Das wird eine Erinnerung schaffen, die haften bleibt." Jene Kunstwerke, die man etwa in den Uffizien in Florenz anschauen könne, könne man zwar in Deutschland nicht sehen. "Aber es sind doch immer noch nur Bilder", sagte Maurer. Die Erinnerungen an einen Museumsbesuch würden sich schnell mit Erinnerungen an vorherige Ausstellungsbesuche vermischen.
Vom Besuch von Bars und Restaurants in Rom, die ihre Speisekarten mit Fotos von Essen ausstatten, rät Maurer in der "NOZ" derweil ab: "Wenn ein Menü ein Foto von den Speisen zeigt, kehren Sie um und verlassen Sie das Lokal. Das taugt nicht." Gute römische Lokale seien nicht hübsch, sie könnten hingegen "sogar hässlich sein", so Maurer. "Sie bemühen sich nicht, ihren Gästen zu gefallen. Dafür bemüht sich die Küche umso mehr."
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Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/58964/6106318
Der Kunsthistoriker und Sachbuchautor Golo Maurer (54) empfiehlt Reisenden, Alltagserlebnisse im Urlaub gegenüber Museen vorzuziehen. "Gehen Sie in Florenz lieber in die Bar als in die Uffizien, wenn Sie nur einen Tag haben!", sagte der Leiter der Bibliothek des Max-Planck-Instituts für Kunstgeschichte in Rom im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).
Ein Museumsbesuch sei nur eine "begrenzte Reiseerfahrung" im Vergleich zu einer Alltagsbeobachtung wie etwa dem Besuch einer Bar, einer Tankstelle oder eines Geschäfts. An solchen Orten könnten Reisende "ein Alltagsleben erleben, das ihnen grundsätzlich vertraut ist, sich aber doch unterscheidet von dem in der Heimat. Das wird eine Erinnerung schaffen, die haften bleibt." Jene Kunstwerke, die man etwa in den Uffizien in Florenz anschauen könne, könne man zwar in Deutschland nicht sehen. "Aber es sind doch immer noch nur Bilder", sagte Maurer. Die Erinnerungen an einen Museumsbesuch würden sich schnell mit Erinnerungen an vorherige Ausstellungsbesuche vermischen.
Vom Besuch von Bars und Restaurants in Rom, die ihre Speisekarten mit Fotos von Essen ausstatten, rät Maurer in der "NOZ" derweil ab: "Wenn ein Menü ein Foto von den Speisen zeigt, kehren Sie um und verlassen Sie das Lokal. Das taugt nicht." Gute römische Lokale seien nicht hübsch, sie könnten hingegen "sogar hässlich sein", so Maurer. "Sie bemühen sich nicht, ihren Gästen zu gefallen. Dafür bemüht sich die Küche umso mehr."
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