PARIS (dpa-AFX) - In Frankreich bleibt die Inflation im europäischen Vergleich weiter niedrig. Die nach europäischen Standards berechneten Verbraucherpreise (HVPI) legten im August im Jahresvergleich um 0,8 Prozent zu, wie das Statistikamt Insee am Freitag in Paris nach einer ersten Schätzung mitteilte. Damit hat sich die Teuerung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone etwas abgeschwächt, nachdem die Jahresrate in den beiden Monaten zuvor 0,9 Prozent betragen hatte. Analysten hatten im Schnitt einen unveränderten Wert erwartet.
Im Monatsvergleich legten die französischen Verbraucherpreise wie erwartet um 0,5 Prozent zu. Hier hat sich der Preisauftrieb etwas verstärkt, nachdem die Preise im Juli nur um 0,3 Prozent gestiegen waren.
Die französische Inflationsrate liegt bereits seit über einem halben Jahr unter der Marke von einem Prozent. Wesentlicher Grund für die geringe Teuerung ist im August erneut ein deutlicher Rückgang der Energiepreise im Jahresvergleich. Die Preise für Nahrungsmittel und Dienstleistungen sind zwar gestiegen, konnten die allgemeine Inflation aber nicht nach oben treiben.
In der gesamten Eurozone ist die Inflationsrate im Vergleich zu Frankreich deutlich höher. Sie lag laut jüngsten Daten im Juli doppelt so hoch bei 2,0 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte zuletzt eine Zinspause eingelegt. Auch bei der nächsten Zinsentscheidung im September wird überwiegend mit unveränderten Leitzinsen gerechnet./jkr/mis