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MÄRKTE EUROPA/Börsen im Erholungsmodus - Zinssenkungsfantasie intakt

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen im Erholungsmodus - Zinssenkungsfantasie intakt

DOW JONES--Mit der Aussicht auf weiter sinkende Zinsen in den USA geht es am Donnerstagmittag an den europäischen Börsen kräftig nach oben. Nicht nur senkte die US-Notenbank wie erwartet am Vorabend den Leitzins um 25 Basispunkte; sie avisierte dazu noch zwei weitere Zinssenkungen im laufenden Jahr. Die Zinsprojektionen für 2026 und 2027 sehen nun jeweils eine zusätzliche Senkung um 25 Basispunkte vor. Wie die Commerzbank anmerkt, sind die Markterwartungen allerdings taubenhafter. Die Bank of England hat derweil wie erwartet das Zinsniveau bestätigt.

Der DAX steigt um 1,3 Prozent auf 23.657 Zähler, der Euro-Stoxx-50 um 1,6 Prozent. Für den deutschen Leitindex ist es ein besonderer Tag. Wegen der Abspaltung der Sparte Aumovio von Continental umfasst er für einen Tag 41 Werte. Am Devisenmarkt geht der Euro bei 1,1831 Dollar um, nachdem die Devise nach der US-Zinsentscheidung kurzzeitig auf über 1,19 Dollar und ein Vierjahreshoch gestiegen war. Am Anleihemarkt tut sich wenig.

Fed-Chef Powell sprach von einer "Risikomanagement-Zinssenkung" vor dem Hintergrund von Schwächesignalen vom Arbeitsmarkt und zugleich weiter hoher Inflation. Ungeachtet der zunächst positiven Reaktion des Aktienmarkts ist im Handel zu hören, dass der Mangel an Klarheit darüber, wie viele Zinssenkungen im nächsten Jahr zu erwarten seien, in nächster Zeit für zunehmende Volatilität sorgen könnte. Letztlich agiere die US-Notenbank nämlich weiter datenorientiert und habe nicht etwa einen stabilen längeren Zinszyklus eingeläutet.

Mit einem Plus von 4,0 Prozent führen Technologiewerte mit großem Abstand die Gewinnerliste bei den Sektoren an. Niedrigere Zinsen sind für die Branche grundsätzlich positiv, auch mit Blick auf die oft hohen Bewertungsmultiplkatoren. Daneben treibt die wieder zunehmenden KI-Fantasie die Kurse. Unter den deutschen Einzelwerten machen Siltronic einen weiteren Satz um über 13 Prozent. In den vergangen fünf Tagen hat der Kurs um über 40 Prozent zugelegt. Ebenfalls im TecDAX gewinnen Aixtron 7,4 und Suss Microtec 7,1 Prozent. Im DAX gewinnen Infineon 4,0 Prozent, in Amsterdam ASML 7,4 Prozent und in Paris STMicro 5,0 Prozent,.

Gut kommen neue Studienergebnisse zu Ozempic von Novo Nordisk an. Das Medikament, das vor allem als Abnehmmittel bekannt ist, senkt auch das Risiko von Herzinfarkt, Schlaganfall und Tod bei Menschen mit Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 23 Prozent im Vergleich zum Konkurrenzwirkstoff Dulaglutid von Eli Lilly. Für Novo Nordisk geht es 5,3 Prozent nach oben.

Positiv für Aktionäre verläuft die Abspaltung von Aumovio von Continental. Continental verbilligen sich um gut 20 Prozent, nachdem die Aktionäre für zwei Continental-Aktien je eine Aumovio erhalten haben. Aumovio werden mit 35,22 Euro gehandelt. Unter dem Strich ist das ein Plus von rund 7 Prozent.

Kone gewinnen 1,9 Prozent. Kurstreiber sind Berichte über Kaufinteresse an TK-Elevator (vormals Thyssenkrupp Elevator). Thyssenkrupp legen 2,9 Prozent zu, laut Händlern wegen der Fantasie im Zusammenhang mit dem Jindal-Kaufinteresse an der Stahlsparte.

Mit einem kräftigen Kursminus von 4,7 Prozent zeigen sich Krones. Händler führen dies auf den Entzug der "Outperform"-Empfehlung durch Exane BNP zurück.

Einen Kurseinbruch von fast 20 Prozent erleiden SIG. Das schweizerische Verpackungsunternehmen hat eine strategische Neuorientierung vorgenommen und die Jahresprognose gesenkt. Dazu schließt SIG nun nicht mehr aus, dass der Umsatz im Jahresvergleich leicht zurückgehen könnte.

Um 5,8 Prozent nach oben schießen Wolters Kluwer in Amsterdam. Das Verlagshaus bestätigte, dass die Jahresziele erreicht werden, vor allem soll aber der laufende Aktienrückkauf zwei Monate schneller als geplant abgeschlossen werden.

INDEX       zuletzt    +/- %   absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50   5.453,25    +1,6%    83,55    +9,7% 
Stoxx-50     4.594,68    +1,2%    56,26    +5,3% 
DAX       23.657,37    +1,3%   298,19   +17,2% 
MDAX       30.489,49    +0,9%   272,11   +17,6% 
TecDAX      3.662,66    +2,5%    88,59    +3,8% 
SDAX       17.028,76    +2,0%   326,75   +21,3% 
CAC        7.885,77    +1,3%    98,79    +5,9% 
SMI       12.051,97    +0,4%    53,01    +3,6% 
ATX        4.626,64    +1,1%    48,32   +25,0% 
 
DEVISEN      zuletzt    +/- %    0:00  Mi, 17:15  % YTD 
EUR/USD       1,1829    +0,1%   1,1816   1,1851 +14,6% 
EUR/JPY       174,20    +0,3%   173,63   173,39  +6,7% 
EUR/CHF       0,9333    +0,1%   0,9322   0,9324  -0,6% 
EUR/GBP       0,8682    +0,1%   0,8671   0,8673  +5,1% 
USD/JPY       147,27    +0,2%   146,95   146,31  -6,9% 
GBP/USD       1,3624    -0,0%   1,3627   1,3665  +9,0% 
USD/CNY       7,0879    +0,0%   7,0855   7,0797  -1,7% 
USD/CNH       7,1014    -0,0%   7,1019   7,0945  -3,1% 
AUS/USD       0,6655    +0,0%   0,6653   0,6669  +8,0% 
Bitcoin/USD   117.284,10    +1,0% 116.076,10 115.786,40 +23,5% 
 
ROHÖL       zuletzt VT-Settlem.    +/- %   +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex      63,92    64,05    -0,2%    -0,13 -11,4% 
Brent/ICE      68,02    67,95    +0,1%    0,07  -9,6% 
 
 
METALLE      zuletzt    Vortag    +/- %   +/- USD  % YTD 
Gold       3.666,46   3.663,40    +0,1%    3,06 +40,5% 
Silber        41,92    41,67    +0,6%    0,25 +47,4% 
Platin      1.176,93   1.157,16    +1,7%    19,77 +34,3% 
Kupfer        4,62     4,63    -0,3%    -0,02 +12,3% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/gos

(END) Dow Jones Newswires

September 18, 2025 07:54 ET (11:54 GMT)

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Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

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