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MÄRKTE USA/Kurse bröckeln weiter ab - Kursexplosion bei Lithium Americas

DJ MÄRKTE USA/Kurse bröckeln weiter ab - Kursexplosion bei Lithium Americas

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Nach einem verhaltenen Anfangshandel zeigt sich am Mittwoch im Handelsverlauf an der Wall Street ein ähnliches Bild wie am Vortag. Die Kurse bröckeln ab. Zur Mittagszeit in New York liegt der Dow-Jones-Index 0,3 Prozent im Minus bei 46.174 Punkten. Der breite S&P-500-Index bewegt sich um 0,4 Prozent nach unten, die technologielastigen Nasdaq-Indizes geben um bis zu 0,6 Prozent nach.

Weiter dürfte eine Mischung aus Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Rekordjagd und Zurückhaltung vor wichtigen Inflationsdaten hinter den Einbußen stehen. Der am Freitag anstehende PCE-Preisindex der Konsumausgaben im September hat das Potenzial, die Zinssenkungserwartungen stärker zu bewegen. Der Index gilt als bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank. Am Vortag hatte US-Notenbankchef Powell die Zinspolitik als "noch immer moderat restriktiv" bezeichnet und die Schwierigkeit herausgestellt, eine sich eintrübende Lage auf dem Arbeitsmarkt gegen die Inflationsrisiken abzuwägen. Zuletzt hatte die Fed die Schwächezeichen am Arbeitsmarkt priorisiert. Sollte die ohnehin noch zu hohe Inflation durch einen hoch ausfallenden PCE-Index noch befeuert werden, könnte das die Erwartung weiter sinkender Zinsen merklich stören, was die Aktienkurse belasten dürfte.

Am Anleihemarkt gibt es vor diesem Hintergrund erneut wenig Bewegung. Die Zehnjahresrendite kehrt die Bewegung vom Vortag um und steigt um 2 Basispunkte auf 4,14 Prozent. Der Dollar kann sich kräftig erholen, was aber insbesondere der Schwäche des Euro geschuldet ist. Er ist mit einem unerwartet schwach ausgefallenen deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex unter Druck geraten und kommt von gut 1,18 auf 1,1740 Dollar zurück.

Der Goldpreis gibt nach seinem jüngsten Rekordhoch weiter nach, diesmal um 0,6 Prozent auf 3.742 Dollar. Bremsend wirkt der etwas festere Dollar. Die Ölpreise steigen erneut kräftig um rund 2 Prozent. Teilnehmer verweisen weiter auf die Möglichkeit eines geringeren Angebots an russischem Öl als Folge des Kriegs gegen die Ukraine. Preistreibend wirken daneben stärker als erwartet gesunkene US-Ölvorräte in der zurückliegenden Woche. .

Micron profitieren nicht von starker Zahlen - Kursexplosion bei Lithium Americas

Starke Quartalszahlen und ein optimistischer Ausblick des Chipherstellers Micron entfalten weder in der Breite noch bei der Micron-Aktie selbst eine positive Reaktion. Auch milliardenschwere Investitionspläne von Alibaba beflügeln in der Breite nicht. Der chinesische Technologiegigant hat angekündigt, seine Ausgaben für künstliche Intelligenz zu erhöhen und ein neues KI-Sprachgroßmodell zu veröffentlichen. CEO Eddie Wu agte, man werde mehr als 50 Milliarden Dollar in KI und Cloud-Infrastruktur investieren werde.

Micron verlieren 4,4 Prozent. Hier dürften einige Akteure die guten Zahlen zu Verkäufen nutzen, nachdem sich der Kurs seit Jahresbeginn fast verdoppelt hat. Der Chiphersteller hat den Umsatz im vierten Geschäftsquartal dank der starken Nachfrage nach KI-Chips für Datenzentren überraschend kräftig gesteigert. Dazu fiel die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsquartal über dem Analystenkonsens aus.

Der Kurs von Alibaba macht einen Satz um 8,6 Prozent und vollzieht damit die bereits an der Hongkonger Börse gesehene positive Reaktion nach. Nvidia verbilligen sich um 1,3 Prozent, AMD um 1,1 und Broadcom um 1,0 Prozent.

Lithium Americas verdoppeln sich kursmäßig fast mit der Spekulation über eine US-Staatsbeteiligung. Das kanadische Unternehmen verhandelt mit dem US-Energieministerium und dem Autohersteller General Motors über die Bedingungen für ein staatliches Darlehen in Höhe von 2,26 Milliarden Dollar für ein großes Lithiumabbauprojekt in Nevada. Einem Reuters-Bericht zufolge könnten die USA bis zu 10 Prozent an dem Konzern übernehmen. Lithium gilt als wichtiges Mineral, das in Batterien für Elektrofahrzeuge, Smartphones und zur Speicherung erneuerbarer Energien verwendet wird. Es ist für die USA zu einer Priorität geworden in dem Versuch, die Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten zu verringern. Die Aktie des US-Lithiumproduzenten Albemarle gewinnt 6,7 Prozent.

Thor Industries verteuern sich um 6,3 Prozent. Der Hersteller von Wohnmobilen hat mit neuen Geschäftszahlen und Prognosen die Erwartungen übertroffen. Cintas zeigen sich wenig bewegt, nachdem der Anbieter von Geschäftskleidung die Gewinnerwartungen der Analysten im Berichtsquartal erfüllte und die Prognose anhob.

General Motors gewinnen 1,1 Prozent nach einer Hochstufung auf "Buy" durch die UBS. Amazon legen um 0,1 Prozent zu. Wells Fargo hat die Aktie auf "Overweight" erhöht.

INDEX      zuletzt    +/- %   absolut  +/- % YTD 
DJIA      46.173,72    -0,3%   -119,06    +8,8% 
S&P-500     6.632,06    -0,4%   -24,86   +13,2% 
NASDAQ Comp  22.453,57    -0,5%   -119,91   +16,9% 
NASDAQ 100   24.439,98    -0,6%   -140,19   +17,0% 
 
 
DEVISEN     zuletzt    +/- %    0:00  Di, 19:05  % YTD 
EUR/USD      1,1741    -0,6%   1,1815   1,1808 +14,1% 
EUR/JPY      174,65    +0,2%   174,38   174,42  +7,1% 
EUR/CHF      0,9337    -0,1%   0,9350   0,9349  -0,4% 
EUR/GBP      0,8732    -0,1%   0,8738   0,8732  +5,6% 
USD/JPY      148,75    +0,8%   147,59   147,72  -6,2% 
GBP/USD      1,3447    -0,6%   1,3522   1,3522  +8,0% 
USD/CNY      7,1212    +0,2%   7,1046   7,1045  -1,5% 
USD/CNH      7,1382    +0,4%   7,1130   7,1130  -3,0% 
AUS/USD      0,6582    -0,2%   0,6598   0,6605  +6,6% 
Bitcoin/USD  113.355,70    +1,1% 112.177,70 112.752,10 +18,5% 
 
ROHÖL      zuletzt VT-Settlem.    +/- %   +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex     64,00    62,93    +1,7%    1,07 -11,8% 
Brent/ICE     68,89    67,63    +1,9%    1,26  -9,5% 
 
 
METALLE     zuletzt    Vortag    +/- %   +/- USD  % YTD 
Gold      3.742,09   3.764,29    -0,6%   -22,20 +43,5% 
Silber       43,89    43,98    -0,2%    -0,08 +52,6% 
Platin     1.254,76   1.254,47    +0,0%    0,29 +43,2% 
Kupfer       4,83     4,64    +4,0%    0,18 +17,5% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos

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September 24, 2025 12:50 ET (16:50 GMT)

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