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MÄRKTE EUROPA/DAX gibt Gewinne im dünnen Feiertagshandel ab

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX gibt Gewinne im dünnen Feiertagshandel ab

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte notieren am Freitagmittag kaum verändert. Während in Deutschland am "Tag der deutschen Einheit" die Geschäfte geschlossen bleiben, wird an der Börse gehandelt. Der DAX notiert in einem eher schleppenden Handel knapp im Minus bei 24.382 Punkten. Damit bleibt das Allzeithoch bei 24.639 Zählern in greifbarer Nähe. Der Euro-Stoxx-50 zeigt sich dagegen kaum verändert. Die Anleihen treten auf der Stelle, während der Euro mit etwa 1,1735 Dollar leicht fester notiert. Nach der deutlichen Abwärtsbewegung der vergangenen Tage scheint das Barrel Brent momentan bei 64,50 Dollar auf Kaufinteresse zu stoßen. Aber auch ein Brand in einer großen US-Raffinerie wirkt stabilisierend auf den Ölpreis. Der Standort ist eine der größten produzierenden Raffinerien an der Westküste und verarbeitet mehr als 276.000 Barrel Rohöl pro Tag.

Das Hauptthema der Nacht war vorsichtiger Optimismus, während an den Aktienmärkten der US-Regierungsstillstand weiterhin gelassen hingenommen wird. Die Veröffentlichung einiger US-Statistiken fällt momentan dem Shutdown zum Opfer, was die Arbeit der Fed nicht einfacher macht. Von der Commerzbank hieß es am Morgen, dass angesichts des Risikos kurzfristiger Ausgabenstörungen die Märkte weitere Zinssenkungen durch die Fed erwarteten. Die Fed-Funds-Futures preisen eine Senkung um 25 Basispunkte im Oktober und eine Gesamtsenkung um 47 Basispunkte bis zum Jahresende ein. Am vergangenen Freitag preisten sie eine Senkung um 22 Basispunkte im Oktober und eine Gesamtsenkung um 41 Basispunkte bis zum Jahresende ein.

Die Nachrichtenlage ist zum Wochenschluss extrem dünn. Für Nemetschek geht es um 1 Prozent aufwärts. Die Analysten von Berenberg haben die Aktie auf "Buy" hochgestuft und das Ziel auf 125 Euro hochgenommen. Positiv werten die Analysten den neuen Trend im Bereich Architektur, Ingenieurwesen und Bauwesen. Kunden bevorzugten hier zunehmend Softwarepartner, die umfassende Komplettlösungen anbieten und gleichzeitig eine nahtlose Integration mit IT-Systemen Dritter ermöglichen.

Salzgitter profitieren ebenfalls von einem Analystenkommentar und steigen um 8,2 Prozent. Die Titel steigen aber auch im Einklang mit den Aktien anderer europäischer Stahlunternehmen. Diese werden weiter getragen von der Erwartung, dass die Europäische Union Zölle auf Stahlimporte einführen wird. Die finnische Outokumpu klettert um knapp 7 Prozent, Thyssenkrupp steigt um 6 Prozent. Die Europäische Union wird voraussichtlich 50-prozentige Zölle auf Stahlimporte oberhalb einer bestimmten Menge vorschlagen, um die angeschlagene Industrie des Kontinents zu schützen, wie das Wall Street Journal diese Woche berichtete. Die neue Abgabe werde wahrscheinlich Anfang nächster Woche angekündigt, ein Schritt, der Unternehmen mit starkem EU-Engagement wie Outokumpu und Salzgitter zugutekommen könnte, schreibt der Analyst der Deutschen Bank, Bastian Synagowitz. "Dies könnte einen bedeutenden Wendepunkt für den Sektor markieren und strukturell höhere Margen unterstützen", meint Synagowitz.

Leicht positiv für Roche (+1%) wird eine Nachricht aus den USA gewertet. Dort hat die US-Gesundheitsbehörde für die Krebsimmuntherapie Tecentriq in Kombination mit Lurbinectedin die Zulassung zur Behandlung von kleinzelligem Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium erteilt. Es wurde nachgewiesen, dass die Kombination das Fortschreiten der Krankheit und das Sterberisiko im Vergleich zur alleinigen Gabe von Tecentriq signifikant reduziert.

Als sentiment-negativ für die Aktie von Clariant (-1,4%) wird im Handel gewertet, dass das Schweizer Chemieunternehmen eines von vier Unternehmen ist, das im Rahmen von in Deutschland eingereichten Klagen eine Schadensersatzforderung erhalten hat. Clariant weist die von BP Europe und ExxonMobil erhobenen Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Kartellrechtsverstoß aus dem Jahr 2020 zurück. Die Forderungen beziehen sich auf einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht auf dem Ethylen-Einkaufsmarkt, der im Juli 2020 von der Europäischen Kommission sanktioniert wurde, und belaufen sich auf Schadensersatz in Höhe von rund 1,1 Milliarden bzw. 860 Millionen Euro.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %   absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50       5.646,97    +0,0%    1,16   +14,0% 
Stoxx-50         4.750,60    +0,3%    14,89    +9,3% 
DAX           24.382,98    -0,2%   -39,58   +21,1% 
MDAX           30.942,62    +0,7%   209,16   +19,0% 
TecDAX          3.727,86    -0,0%    -0,08    +7,5% 
SDAX           17.299,70    +0,2%    29,54   +24,2% 
CAC            8.059,30    +0,0%    2,67    +7,9% 
SMI           12.496,31    +0,6%    69,13    +6,5% 
ATX            4.741,47    +0,7%    33,45   +28,3% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00  Do, 17:08  % YTD 
EUR/USD           1,1741    +0,2%   1,1718   1,1710 +13,3% 
EUR/JPY           172,90    +0,2%   172,53   172,57  +5,9% 
EUR/CHF           0,9347    +0,0%   0,9345   0,9352  -0,4% 
EUR/GBP           0,8726    +0,1%   0,8718   0,8723  +5,2% 
USD/JPY           147,26    +0,0%   147,23   147,38  -6,5% 
GBP/USD           1,3455    +0,1%   1,3440   1,3424  +7,7% 
USD/CNY           7,1178    +0,0%   7,1146   7,1175  -1,4% 
USD/CNH           7,1349    +0,0%   7,1338   7,1353  -2,8% 
AUS/USD           0,6606    +0,2%   0,6594   0,6588  +6,9% 
Bitcoin/USD       120.377,50    +0,1% 120.231,05 118.917,50 +24,2% 
 
ROHOEL           zuletzt VT-Settlem.    +/- %   +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          60,54    60,16    +0,6%    0,38 -13,9% 
Brent/ICE          67,06    67,02    +0,1%    0,04 -12,5% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag    +/- %   +/- USD  % YTD 
Gold           3.857,34   3.856,51    +0,0%    0,83 +47,3% 
Silber            47,34    47,00    +0,7%    0,34 +63,6% 
Platin          1.344,60   1.342,59    +0,1%    2,01 +51,9% 
Kupfer            5,00     4,95    +1,0%    0,05 +21,6% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/cln

(END) Dow Jones Newswires

October 03, 2025 07:39 ET (11:39 GMT)

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© 2025 Dow Jones News
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Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

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