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MÄRKTE EUROPA/DAX beendet Seitwärtsphase mit Allzeithoch

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX beendet Seitwärtsphase mit Allzeithoch

DOW JONES--Die seit Juli andauernde Konsolidierung am deutschen Aktienmarkt ist beendet. Der DAX steigt am Donnerstag im frühen Xetra-Handel um 0,1 Prozent auf 24.630 Punkte und markiert Alzeithochs. Damit schließt sich der DAX den starken Vorgaben mit Rekordständen der Nasdaq-Indizes, im Nikkei oder auch in Taiwan an. Zudem hat der Euro-Stoxx-50 seine Seitwärtsphase schon in der vergangenen Woche mit Allzeithochs verlassen, er gewinnt nun 0,1 Prozent auf 5.654 Punkte.

Gestützt wird die Stimmung vom Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank (Fed). Aus dem Protokoll werden Signale für weitere Zinssenkungen herausgelesen. Für Marktstratege Troy Ludtka von SMBC Nikko ist die Kernaussage, dass aus Sicht der Fed "der Arbeitsmarkt sich verschlechtert und die Inflation sich entweder verbessert oder zumindest nicht schlimmer wird." In den USA waren daraufhin einmal mehr Technologiewerte gesucht.

In Europa könnte es weiter nach oben gehen, nachdem sich die Entspannung der Regierungskrise in Frankreich weiter positiv auswirkt. Der noch amtierende Premier Lecornu hatte am Vorabend versichert, binnen 48 Stunden eine Lösung zu präsentieren. Der CAC-40 steigt um 0,3 Prozent.

Auf der Gewinnerseite im Euro-Stoxx-50 steigt der Index der rohstoffnahen Basic Resources um weitere 0,9 Prozent. Der Index der Reise- und Freizeitaktien profitiert mit einem Plus von 0,7 Prozent von der Entspannung im Nahen Osten.

HSBC drückt Banken-Index

Dagegen verliert der Stoxx-Banken-Index 1,3 Prozent. Das liegt am Index-Schwergewicht HSBC. Sie geben in London 6,5 Prozent ab. Die Bank will die Tochter Hangseng Bank von der Börse nehmen. Deren Kurs steigt in Hongkong um 27 Prozent.

Im DAX steigen Siemens Energy um 1,3 Prozent auf 109,80 Euro, die RBC empfiehlt den Titel mit einem Kursziel von 130 Euro zum Kauf. Henkel ziehen um 1,1 Prozent an und Adidas um 1,2 Prozent. Bayer erholen sich um 1,4 Prozent. Auf der anderen Seite geben Conti 1,5 Prozent ab.

Gerresheimer brechen zweistellig ein

Gerresheimer brechen nach einer weiteren Gewinnwarnung um 12 Prozent ein. Von den Analysten von Bernstein heißt es dazu, das Verpackungsunternehmen habe "in einem disaströsen Jahr" drei Gewinnwarnungen in Folge abgeliefert. Unter anderem solle für das dritte Quartal der Umsatz 4,3 Prozent unter Marktkonsens liegen, das adjustierte EBITDA 11,2 Prozent und der Gewinn je Aktie sogar 22 Prozent darunter.

Der erneut gesenkte Ausblick für das Gesamtjahr sieht nun ein Umsatzminus von 2 bis 4 Prozent vor, nachdem zuvor ein Wachstum von null bis 2 Prozent erwartet worden war. Der neue CFO habe sofortige Maßnahmen zur Cash-Sicherung angekündigt. Bernstein sieht nun die Gefahr von vorzeitigen Vertragsauflösungen durch die Pharma-Industrie. Darüber verstehe man nicht, warum der Vorstand noch keine weiteren Schritte nach der Bafin-Untersuchung unternommen habe. Die Analysten planen, ihre Schätzungen für Gerresheimer anzupassen.

Hellofresh steigen nach der jüngsten Talfahrt nun um 10,3 Prozent. Die UBS hat den Titel laut Händlern mit einem Kursziel von 10,80 Euro auf die Kaufliste genommen. Trotzdem dürften die Tage im MDAX gezählt sein, der derzeit kleinste MDAX-Titel könnte im Dezember dem Neuling Aumovio weichen und in den SDAX absteigen.

Einen positiven Börsenstart verzeichnen die Aktien des Medintechnikunternehmens Ottobock. Aktuell gehen sie zu 71,50 Euro um, nachdem der Ausgabepreis mit 66 Euro bereits am oberen Ende der Zeichnungsspanne erfolgt ist.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %   absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50       5.653,96    +0,1%    4,23   +15,4% 
Stoxx-50         4.777,22    -0,3%   -14,27   +11,2% 
DAX           24.629,94    +0,1%    32,81   +23,5% 
MDAX           30.890,60    +0,1%    41,78   +20,6% 
TecDAX          3.729,85    -0,1%    -2,21    +9,2% 
SDAX           17.516,69    +0,7%   117,48   +26,9% 
CAC            8.071,48    +0,1%    11,35    +9,2% 
SMI           12.638,63    -0,1%    -9,48    +9,0% 
ATX            4.719,36    +0,4%    16,68   +28,4% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00  Fr, 17:13  % YTD 
EUR/USD           1,1611    -0,2%   1,1630   1,1738 +12,3% 
EUR/JPY           177,71    +0,1%   177,56   173,09  +9,0% 
EUR/CHF           0,9327    +0,0%   0,9323   0,9336  -0,7% 
EUR/GBP           0,8695    +0,2%   0,8677   0,8715  +4,8% 
USD/JPY           153,05    +0,3%   152,66   147,46  -2,9% 
GBP/USD           1,3354    -0,4%   1,3404   1,3469  +7,1% 
USD/CNY           7,1040    -0,2%   7,1204   7,1182  -1,2% 
USD/CNH           7,1337    -0,2%   7,1492   7,1354  -2,5% 
AUS/USD           0,6583    -0,0%   0,6585   0,6601  +6,4% 
Bitcoin/USD       121.930,90    -1,1% 123.317,00 120.826,45 +30,2% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.    +/- %   +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          62,17    62,02    +0,2%    0,15 -13,4% 
Brent/ICE          66,35    66,25    +0,2%    0,10 -11,6% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag    +/- %   +/- USD  % YTD 
Gold           4.031,36   4.041,43    -0,2%   -10,07 +54,0% 
Silber            49,10    48,88    +0,4%    0,21 +69,3% 
Platin          1.431,01   1.433,13    -0,1%    -2,12 +63,6% 
Kupfer            5,17     5,09    +1,5%    0,08 +25,9% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/flf

(END) Dow Jones Newswires

October 09, 2025 04:03 ET (08:03 GMT)

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© 2025 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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