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MÄRKTE EUROPA/DAX beendet Seitwärtsphase mit Allzeithoch

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX beendet Seitwärtsphase mit Allzeithoch

DOW JONES--An den europäischen Aktienmärkten geht es am Donnerstag nach oben. Die seit Juli andauernde Konsolidierung am deutschen Aktienmarkt ist mit dem Ausbruch nach oben beendet. Der DAX steigt um 0,6 Prozent auf 24.744 Punkte und markiert bei 24.767 Zählern ein Allzeithoch. Der Euro-Stoxx-50 hatte seine Seitwärtsphase schon in der vergangenen Woche mit Allzeithochs verlassen, er gewinnt 0,2 Prozent auf 5.660 Punkte. Gestützt wird die Stimmung vom Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank (Fed). Aus dem Protokoll werden Signale für weitere Zinssenkungen herausgelesen. Für Marktstratege Troy Ludtka von SMBC Nikko ist die Kernaussage, dass aus Sicht der Fed "der Arbeitsmarkt sich verschlechtert und die Inflation sich entweder verbessert oder zumindest nicht schlimmer wird."

In Europa geht es weiter nach oben, weil sich die Entspannung der Regierungskrise in Frankreich weiter positiv auswirkt. Zudem werden die geopolitischen Risiken auf Grund der Entwicklung im Nahen Osten niedriger eingestuft. Israel und die Hamas haben der ersten Phase des Friedensplans von Präsident Trump für den Gazastreifen zugestimmt, ein Schritt, der die Risikoprämie der Region verringern könnte.

Gerresheimer enttäuscht seine Aktionäre erneut

Gerresheimer brechen nach einer weiteren Gewinnwarnung um 14 Prozent ein. Von den Analysten von Bernstein heißt es dazu, das Verpackungsunternehmen habe "in einem disaströsen Jahr" drei Gewinnwarnungen in Folge abgeliefert. Unter anderem solle für das dritte Quartal der Umsatz 4,3 Prozent unter Marktkonsens liegen, das adjustierte EBITDA 11,2 Prozent und der Gewinn je Aktie sogar 22 Prozent darunter. Der erneut gesenkte Ausblick für das Gesamtjahr sieht nun ein Umsatzminus von 2 bis 4 Prozent vor, nachdem zuvor ein Wachstum von null bis 2 Prozent erwartet worden war. Der neue CFO habe sofortige Maßnahmen zur Cash-Sicherung angekündigt. Bernstein sieht nun die Gefahr von vorzeitigen Vertragsauflösungen durch die Pharmabranche.

Hellofresh mit überzeugendem Risiko-Ertrags-Verhältnis

Die Analysten der UBS sehen bei Hellofresh (+9,4%) nun ein überzeugendes Risiko-Ertrags-Verhältnis. Sie gehen zum einen davon aus, dass bei Hellofresh die Umsatzrückgänge ab dem dritten Quartal 2025 nachließen und ab dem zweiten Quartal 2026 mit Plus 0,5 Prozent bei konstanten Wechselkursen wieder ein Wachstum eintrete. Die Analysten glauben, dass das Ziel von Nettokosteneinsparungen von 200 Millionen Euro mit Spielraum für mögliche operative Herausforderungen erreicht werden könne.

Michelin liegen sehr schwach im Markt. Das Unternehmen hatte im Pre-Close-Call mit Analysten gesagt, dass das dritte Quartal die Erwartungen und auch das Vorquartalsniveau trotz etwas anziehender Nachfrage verfehlt habe. Kepler Chevreux hat das Kursziel gesenkt. Der Kurs fällt um 4,8 Prozent, Conti geben im Sog 1 Prozent ab.

Die Aktien von Ferrari brechen um 16 Prozent ein, nachdem die neuen langfristigen Profitabilitätsziele die Erwartungen verfehlt haben. Der italienische Luxussportwagenhersteller hatte bei einer Investorenveranstaltung in Italien seine Finanzprognose für das Gesamtjahr leicht angehoben und gleichzeitig neue Finanzziele für das Ende des Jahrzehnts festgelegt. Diese bewegen sich aber zum Teil deutlich unter den zuvor implizierten Zielen.

Der Prothesenhersteller Ottobock hat ein erfolgreiches Börsendebüt gefeiert. Der erste Kurs der Aktie lag an der Frankfurter Börse bei 72,00 Euro und damit 9,1 Prozent über dem Ausgabepreis. Mit der Notierung geht der bis dato größte Börsengang in diesem Jahr an der Frankfurter Börse über die Bühne. Die Gesellschaft aus dem niedersächsischen Duderstadt hatte ihre Aktien in einer Preisspanne von 62 bis 66 Euro zur Zeichnung angeboten.

Die Gold-Rally läuft weiter Richtung 4.800 US-Dollar

Gold ist die Asset-Klasse der Stunde: seit Jahresbeginn hat das Edelmetall um mehr als 50 Prozent zugelegt. Die DZ-Bank-Analysten rechnen damit, dass der Höhenflug weitergeht. Auf Jahressicht prognostizieren die Analysten nun 4.800 US-Dollar je Feinunze. "Vor allem wegen der jüngsten Fed-Zinssenkung und der Aussicht, dass die US-Notenbank ihre Geldpolitik weiter lockert, greifen Anleger beim Gold zu", sagt DZ-Bank-Analyst Thomas Kulp. Zudem sei die Inflation in den USA wegen der Zollpolitik im Aufwind. Das treibe die Nachfrage nach dem Edelmetall als Schutz gegen hohe Teuerungsraten. Aktuell legt Gold eine kleine Verschnaufpause ein und notiert knapp unter dem jüngsten Hoch.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %   absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50       5.660,04    +0,2%    10,31   +15,4% 
Stoxx-50         4.788,99    -0,1%    -2,50   +11,2% 
DAX           24.744,25    +0,6%   147,12   +23,5% 
MDAX           30.865,41    +0,1%    16,59   +20,6% 
TecDAX          3.741,80    +0,3%    9,74    +9,2% 
SDAX           17.549,05    +0,9%   149,84   +26,9% 
CAC            8.103,43    +0,5%    43,30    +9,2% 
SMI           12.648,55    +0,0%    0,44    +9,0% 
ATX            4.742,23    +0,8%    39,55   +28,4% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00  Fr, 17:13  % YTD 
EUR/USD           1,1613    -0,1%   1,1630   1,1738 +12,3% 
EUR/JPY           177,48    -0,0%   177,56   173,09  +9,0% 
EUR/CHF           0,9305    -0,2%   0,9323   0,9336  -0,7% 
EUR/GBP           0,8684    +0,1%   0,8677   0,8715  +4,8% 
USD/JPY           152,83    +0,1%   152,66   147,46  -2,9% 
GBP/USD           1,3373    -0,2%   1,3404   1,3469  +7,1% 
USD/CNY           7,1094    -0,2%   7,1204   7,1182  -1,2% 
USD/CNH           7,1307    -0,3%   7,1492   7,1354  -2,5% 
AUS/USD           0,6597    +0,2%   0,6585   0,6601  +6,4% 
Bitcoin/USD       122.795,60    -0,4% 123.317,00 120.826,45 +30,2% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.    +/- %   +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          61,79    62,02    -0,4%    -0,23 -13,4% 
Brent/ICE          66,06    66,25    -0,3%    -0,19 -11,6% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag    +/- %   +/- USD  % YTD 
Gold           4.043,51   4.041,43    +0,1%    2,08 +54,0% 
Silber            49,67    48,88    +1,6%    0,79 +69,3% 
Platin          1.438,22   1.433,13    +0,4%    5,09 +63,6% 
Kupfer            5,18     5,09    +1,7%    0,09 +26,1% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/flf

(END) Dow Jones Newswires

October 09, 2025 07:59 ET (11:59 GMT)

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Favoritenwechsel
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

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