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MÄRKTE USA/Geopolitik fördert Gewinnmitnahmen an Börsen

DJ MÄRKTE USA/Geopolitik fördert Gewinnmitnahmen an Börsen

DOW JONES--Nach der jüngsten Rally mit Rekordständen werden am Montag an der Wall Street Gewinne eingestrichen. Insbesondere steigende geopolitische Spannungen fördern die Neigung zu Gewinnmitnahmen zumal der marktbreite S&P-500 über Weihnachten Allzeithochs markiert hat. Unternehmensseitig trocknet die Nachrichtenlage um diese Zeit des Jahres ohnehin aus, konjunkturseitig sind für Montag keine Termine anberaumt. Gegen Mittag US-Ostküstenzeit sinkt der Dow-Jones-Index um 0,6 Prozent auf 48.412 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite verlieren 0,5 bzw. 0,8 Prozent. Die US-Börsen sind Dienstag und Mittwoch geöffnet, lediglich der Rentenmarkt schließt zur Wochenmitte früher.

"Geopolitisch hofften die Märkte, dass das Treffen zwischen Trump und Selenskyj am Wochenende zu einer formellen Einigung führen würde, aber es gab nur weitere 'Fortschritte'", erläutert Analyst Tom Essaye von Sevens Report die Enttäuschung der Anleger. Zudem nehmen die Spannungen rund um Taiwan mit einem chinesischen Großmanöver weiter zu. Der russische Präsident Putin kündigte die Unterstützung Chinas durch Russland an, sollte um Taiwan ein Krieg ausbrechen.

Am Anleihemarkt setzt sich der jüngste Renditerückgang fort mit der Spekulation auf weiter fallende US-Leitzinsen. Die Zehnjahresrendite kommt knapp 2 Basispunkte auf 4,12 Prozent zurück. Auch die steigenden geopolitischen Spannungen bescheren dem Rentenmarkt leichten Zulauf. Die Anleihemärkte warten zu Beginn der letzten Woche des Jahres auf das Protokoll der Dezembersitzung der US-Notenbank, das am Dienstag veröffentlicht wird.

Der Dollar tendiert leicht im Plus, der Dollar-Index dreht 0,1 Prozent ins Plus. Robuste Daten zu den Hausverkäufen im November geben dem Greenback etwas Auftrieb. Der japanische Yen legt dagegen zum Dollar zu, nachdem Mitglieder der Bank of Japan weitere Zinserhöhungen signalisiert haben.

Die Geopolitik setzt auch bei Rohstoffen Akzente. So ziehen die Ölpreise merklich an. Für Auftrieb sorgen die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Ölförderland Venezuela. Befeuert werden die Ölpreise aber auch durch die Gespräche über einen Frieden in der Ukraine, die keinen Durchbruch brachten. Damit dürften Sanktionen gegen die russische Ölindustrie in Kraft bleiben, ebenso wie Drohungen der USA gegenüber Ländern, die Öl aus Russland beziehen.

Abwärts geht es unterdessen mit den Preisen der Edelmetalle. Deren jüngste Rally war neben den Zinssenkungsspekulationen auch davon ausgelöst worden, dass Gold und Silber wegen diverser geopolitischer Unwägbarkeiten als sichere Häfen Zulauf fanden. Bei Silber machte der Markt zudem strukturelle Angebotsdefizite aus. Aktuell werden auf den Rekordhochs aber kräftig Gewinne mitgenommen - insbesondere bei Silber. Dessen Preis war zuletzt noch einmal massiv gestiegen, in der Spitze auf über 80 Dollar, nachdem Tesla-Chef Elon Musk die Bedeutung von Silber in industriellen Prozessen betont hatte. Silber verbilligt sich um über 9 Prozent, Gold um über 4 Prozent je Feinunze.

In Reaktion auf die fallenden Edelmetallpreise geht es für die Aktien der Minenbetreiber Freeport-McMoRan und Southern Copper nach unten und zwar um 2,5 bzw. 2,3 Prozent. Die Aktie des weltgrößten Goldminenbetreibers Newmont kommt um 5,4 Prozent zurück.

Nvidia verbilligen sich um 1,8 Prozent. Das KI-Dickschiff hat eine milliardenschwere Lizenzvereinbarung mit dem Startup Groq, das KI-Beschleunigerchips entwickelt, geschlossen und holt dabei mehrere Spitzenmanager des Unternehmens an Bord.

Lockheed Martin hat von der US-Luftwaffe eine Erweiterung zu einem bestehenden Auftrag zur Lieferung von Militär-Transportflugzeugen erhalten. Dadurch steigt der kumulierte Gesamtwert von 15 auf 25 Milliarden Dollar. Die Aktie tendiert 0,9 Prozent fester.

DigitalBridge machen einen Satz um 9,7 Prozent, der Investor für digitale Infrastruktur wird von der japanischen Softbank Group übernommen.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut +/- % YTD 
DJIA          48.411,76    -0,6%  -299,21   +14,5% 
S&P-500         6.892,59    -0,5%   -37,35   +17,8% 
NASDAQ Comp       23.414,82    -0,8%  -178,28   +22,2% 
NASDAQ 100       25.460,35    -0,7%  -184,04   +22,0% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Di, 18:11  % YTD 
EUR/USD          1,1753    -0,1%   1,1771   1,1775  +13,7% 
EUR/JPY          183,53    -0,4%   184,28   184,02  +13,1% 
EUR/CHF          0,9288    -0,0%   0,9292   0,9298  -1,0% 
EUR/GBP          0,8713    -0,1%   0,8724   0,8736  +5,4% 
USD/JPY          156,11    -0,3%   156,50   156,31  -0,5% 
GBP/USD          1,3489    -0,0%   1,3494   1,3479  +7,9% 
USD/CNY          7,0335    -0,1%   7,0431   7,0447  -2,3% 
USD/CNH          7,0017    -0,0%   7,0046   7,0191  -4,5% 
AUS/USD          0,6688    -0,3%   0,6709   0,6693  +8,4% 
Bitcoin/USD       87.383,00    -0,5% 87.841,15 87.910,75  -7,3% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          58,13    56,74   +2,4%    1,39  -20,9% 
Brent/ICE          61,91    60,64   +2,1%    1,27  -19,4% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold           4.326,23   4.533,62   -4,6%  -207,39  +72,8% 
Silber           71,77    79,00   -9,1%   -7,22 +173,6% 
Platin          1.782,86   2.081,96   -14,4%  -299,10 +137,7% 
Kupfer            5,51     5,77   -4,5%   -0,26  +33,9% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/sha

(END) Dow Jones Newswires

December 29, 2025 12:44 ET (17:44 GMT)

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