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(2)

MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

FEIERTAGSHINWEIS

FREITAG: Kein Handel in Schanghai (Neujahrsferien) und Tokio (Bankfeiertag).

TAGESTHEMA

Südkorea hat wegen lebhafter Nachfrage nach Halbleitern im Dezember ein unerwartet starkes Wachstum bei den Ausfuhren und für 2025 insgesamt einen Rekordwert verzeichnet. Die Exporte der viertgrößten Volkswirtschaft Asiens stiegen im Dezember gegenüber dem Vorjahr um 13,4 Prozent. Im November war ein Anstieg von 8,4 Prozent zu verzeichnen gewesen. Der Dezemberwert übertraf die Prognose unter Ökonomen, die von einem Anstieg von 8,3 Prozent ausgegangen waren. Die Importe stiegen gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Prozent, was zu einem Handelsüberschuss von 12,18 Milliarden Dollar führte. Für das Gesamtjahr stiegen die Exporte um 3,8 Prozent gegenüber 2024. Im Vorjahr hatte das Exportwachstum 8,1 Prozent betragen. Die Chip-Exporte stiegen 2025 um 22 Prozent auf einen Jahresrekord.

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe 
     (2. Veröffentlichung) Dezember 
     1. Veröff.: 51,8 
     zuvor:   52,2 
 

ÜBERSICHT INDIZES

INDEX            zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500   6.924,75 +0,5% 
E-Mini-Future Nasdaq-100 25.646,25 +0,7% 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.727,80 +0,2% 
Nikkei-225 (Tokio)    Feiertag 
Hang-Seng (Hongk.)    26.285,17 +2,6% 
Shanghai-Comp.      Feiertag 
Kospi (Seoul)       4.309,63 +2,3% 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Angetrieben von einer Rally im Technologiesektor starten die technologielastigen Börsen in Hongkong und Südkorea mit deutlichen Aufschlägen ins neue Jahr. Gehandelt wird jedoch noch nicht überall in der Region Asien, so sind unter anderem die Börsen in Schanghai und Tokio noch geschlossen. Der KI-Boom dürfte die Nachfrage nach Technologietiteln auch 2026 befeuern. Da es aktuell an Impulsen fehle, setzten sich die Trends aus 2025 am ersten Handelstag im neuen Jahr fort, sagt ein Händler mit Blick auf die Technologierally am Freitag. Der HSI hatte 2025 über 27 Prozent zugelegt und das beste Jahr seit 2019 verbucht, woran der Halbleitersektor entscheidenden Anteil hatte. Fantasie entfacht nun ein geplanter Börsengang im Sektor: Baidu ziehen um 7,8 Prozent an. Kunlunxin, die KI-Tochter des Internetkonzerns, trifft Vorbereitungen für ein Listing in Hongkong. Da ist Shanghai Biren Technology schon einen Schritt weiter, der Kurs des KI-Chipentwicklers zieht an seinem Handelsdebüt auf mehr als das Doppelte an. Nach getroffener Absatzprognose ziehen die Titel des E-Autobauers BYD um 3,2 Prozent an. In Südkorea steigt der Kospi in ähnlicher Größenordnung, bereits 2025 zählte der Index zu den erfolgreichsten weltweit. Samsung Electronics gewinnen 6,3 Prozent und klettern auf Allzeithoch. Anleger zeigten sich optimistisch zur in der nächsten Woche anstehenden Ergebnisprognose zum vierten Quartal, heißt es. SK Hynix klettern um 3,8 Prozent. In Australien spielen Technologiewerte kaum eine Rolle. Der Goldförderer Northern Star senkte seine Jahresproduktionsprognose, der Kurs bricht um 8,6 Prozent ein.

WALL STREET

Dienstag 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut +/- % YTD 
DJIA          48.367,06    -0,2%   -94,87   +13,9% 
S&P-500         6.896,24    -0,1%   -9,50   +17,4% 
NASDAQ Comp       23.419,08    -0,2%   -55,27   +21,6% 
NASDAQ 100       25.462,56    -0,2%   -63,00   +21,5% 
 
Mittwoch 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut +/- % YTD 
DJIA          48.063,29    -0,6%  -303,77   +13,7% 
S&P-500         6.845,50    -0,7%   -50,74   +17,3% 
NASDAQ Comp       23.241,99    -0,8%  -177,09   +21,3% 
NASDAQ 100       25.249,85    -0,8%  -212,71   +21,2% 
 
Umsatzdaten (Mi) 
           Wochentag  Wochentag 
Umsatz NYSE (Aktien) 936,5 Mio  824,7 Mio 
Gewinner          703    1.314 
Verlierer         2.042    1.443 
Unverändert         90      84 
 

Leichter (Mittwoch) - Auch am letzten Handelstag des Jahres setzte sich der Trend zu Gewinnmitnahmen fort. Belastet wurde die Stimmung etwas von den wöchentlichen Arbeitsmarktdaten, die überraschend positiv ausgefallen waren. Die starken Daten dämpften die Zinssenkungshoffnungen etwas und belasteten so die Börse. Nike zogen um 4,1 Prozent an, CEO Elliott Hill und Board-Mitglied Robert Swan hatten laut Berichten große Aktienpakete am Sportartielhersteller erworben.

Knapp behauptet (Dienstag) - Weder günstig ausgefallene Konjunkturdaten noch das Sitzungsprotokoll der Fed konnten den US-Börsen am Dienstag Schubkraft verleihen. Wie schon am Vortag förderten wachsende geopolitische Spannungen die Neigung zu Gewinnmitnahmen. Ein US-Angriff auf Hafenanlagen in Venezuela, die neuen Eskalationen im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine oder die US-Drohgebärden von US-Präsident Donald Trump gegenüber Iran sowie das chinesische Säbelrasseln vor Taiwan luden weiterhin nicht zu Käufen an der Börse ein. Das Fed-Protokoll untermauerte die Erwartungen einer Pause bei den Zinssenkungen. Der Einkaufsmanagerindex aus Chicago hatte sich deutlich verbessert, blieb aber gleichwohl unter der Expansionsschwelle. Damit blieben Zinssenkungsspekulationen trotz einer Verbesserung der konjunkturellen Aussichten intakt - eine günstige Kombination für den Aktienmarkt. Die negative Entwicklung setzte sich am Mittwoch, dem letzten Handelstag des Jahres, fort.

US-ANLEIHEN

Die Zehnjahresrendite stieg am Dienstag um einen Basispunkt auf 4,13 Prozent. Das Fed-Protokoll bewegte den Rentenmarkt kaum.

DEVISEN

DEVISEN          zuletzt    +/- %   00:00 Mi, 08:33 
EUR/USD          1,1743    -0,0   1,1749   1,1731 
EUR/JPY          184,35     0,1   184,18   183,76 
EUR/GBP          0,8721    -0,0   0,8723   0,8720 
GBP/USD          1,3466    -0,0   1,3468   1,3452 
USD/JPY          156,99     0,2   156,76   156,64 
USD/KRW         1.442,40     0,1  1.440,81  1.442,43 
USD/CNY          7,0195    -0,1   7,0260   7,0307 
USD/CNH          6,9700    -0,1   6,9773   6,9891 
USD/HKD          7,7894     0,1   7,7847   7,7830 
AUD/USD          0,6694     0,4   0,6669   0,6687 
NZD/USD          0,5757    -0,0   0,5759   0,5769 
BTC/USD         88.935,30     0,4 88.546,45 88.433,05 
 

Der Dollar-Index tendiert am Dienstag 0,2 Prozent höher. Der Greenback legte nach Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der Fed leicht zu - der Euro sank auf Tagestief. Die untermauerte Zinspause stützte den Dollar etwas.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

METALLE          zuletzt   Vortag   +/- %  +/- USD 
Gold           4.374,76  4.320,37   +1,3%   +54,38 
Silber           74,10    71,3   +3,9%   +2,80 
Platin          1.794,13  1.753,24   +2,3%   +40,89 
Kupfer            5,63    5,63     0%     0 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Mehr Bewegung gab es am Dienstag erneut bei den Edelmetallpreisen. Nach den kräftigen Gewinnmitnahmen auf den Rekordniveaus am Vortag erholten sich die Silberpreise (+5,6%) etwas, Gold (+0,4%) verteuerte sich aber nur knapp.

ÖL

ROHÖL           zuletzt VT-Schluss   +/- %  +/- USD 
WTI/Nymex          57,87    57,42   +0,8%   +0,45 
Brent/ICE          61,88    61,92   -0,1%   -0,04 
 

Bei den Ölpreisen (-0,2%) hielten sich am Dienstag tendenziell treibende Geopolitik und überraschend gestiegene US-Rohöllagerbestände die Waage.

MELDUNGEN SEIT DIENSTAG, 20.00 UHR

US-GELDPOLITIK

Bei der jüngsten Fed-Sitzung äußerten einige Vertreter Vorbehalte gegen eine weitere Lockerung der Geldpolitik in naher Zukunft. Dies ist ein Zeichen dafür, dass eine weitere Zinssenkung bei der nächsten Sitzung im Januar auf Widerstand stoßen könnte. Wie aus dem Sitzungsprotokoll des Offenmarktausschusses (FOMC) hervorgeht, hielten die meisten Ausschussmitglieder weitere Zinssenkungen für angemessen, falls die Inflation zurückgeht. Die Vertreter der US-Notenbank haben sich bei ihrer Sitzung im Dezember darauf geeinigt, die Zinsen zum dritten Mal in diesem Jahr um 25 Basispunkte zu senken, um einen schwächeren Arbeitsmarkt abzufedern. Drei Notenbanker stimmten jedoch gegen den Beschluss, so viele wie seit 2019 nicht mehr. Zwei Währungshüter sprachen sich für eine Beibehaltung der Zinsen aus, während einer eine Senkung um 50 Basispunkte befürwortete. Mit Blick auf die Zukunft äußerten einige Fed-Vertreter, dass es "wahrscheinlich angemessen sei, die Zielspanne für einige Zeit unverändert zu lassen", wie aus dem Protokoll hervorgeht.

KONJUNKTUR CHINA

Die chinesischen Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende und nicht-verarbeitende Gewerbe sind im Dezember wieder in den Expansionsbereich gestiegen. Der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe erhöhte sich auf 50,1, von 49,2 im November, wie das Nationale Statistikbüro am Mittwoch mitteilte. Ökonomen hatten lediglich einen Stand von 49,4 prognostiziert. Der Index beendete damit eine achtmonatige Periode unter der Marke von 50, die Schrumpfung von Expansion trennt. Der Einkaufsmanagerindex für das nicht-verarbeitende Gewerbe erhöhte sich im Dezember auf 50,2 von 49,5 im November.

Chinas Staatschef Xi Jinping hat sich optimistisch zur Lage der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt geäußert. Er erklärte, dass Peking sein Wachstumsziel für 2025 erreichen dürfte, während das Land auf seinem Weg zur führenden Technologiemacht weiter Boden gutmache. In separaten Reden am Mittwoch zog Xi eine positive Bilanz der Arbeit seiner Regierung im vergangenen Jahr und verwies auf Fortschritte in den Bereichen KI, Halbleiter und militärische Modernisierung.

INFLATION SÜDKOREA

Die Inflation in Südkorea hat sich im Dezember zwar leicht abgeschwächt, lag jedoch weiterhin über dem Zielwert von 2,0 Prozent der Bank of Korea, und das bereits den vierten Monat in Folge. So erhöhte sich der Verbraucherpreisindex im Vergleich zum Vorjahr im Dezember um 2,3 Prozent, nach 2,4 Prozent im November. Die Inflation lag 2025 damit im Durchschnitt bei 2,1 Prozent, nach 2,3 Prozent im Jahr 2024. Der Wert für Dezember entsprach Prognose von Ökonomen. Auf Monatsbasis stieg der Verbraucherpreisindex im Dezember um 0,3 Prozent, was ebenfalls der Erwartung der Ökonomen entsprach. Im November war er noch um 0,2 Prozent gesunken. In der Kernrate, die schwankungsanfällige Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, wurde ein Anstieg von 2,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet, was gegenüber dem Vormonat eine Zunahme um 0,2 Prozent bedeutet.

INNENPOLITIK IRAN

Die regierungskritischen Massenproteste im Iran weiten sich aus. Iraner protestierten den dritten Tag in Folge aufgrund wachsender Frustration über eine sich zuspitzende Wirtschaftskrise, die das Land seit seinem Krieg mit Israel im Griff hat. Am Dienstag schlossen sich Studenten in Teheran den Protesten an, die Anfang dieser Woche begannen. Da waren Händler, die über den fallenden Wert des iranischen Rials aufgebracht waren, in mehreren Städten auf die Straße gingen. Geschäfte blieben aus Protest geschlossen.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/ros/flf

(END) Dow Jones Newswires

January 02, 2026 01:51 ET (06:51 GMT)

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Gold & Silber auf Rekordjagd
Kaum eine Entwicklung war 2025 so eindrucksvoll wie der Höhenflug der Edelmetalle. Allen voran Silber: Angetrieben von einem strukturellen Angebotsdefizit, explodierte der Preis und übertrumpfte dabei den „großen Bruder“ Gold. Die Nachfrage aus dem Investmentsektor zieht weiter an, und ein Preisziel von 100 US-Dollar rückt in greifbare Nähe.

Auch Gold markierte neue Meilensteine. Mit dem Durchbruch über 3.000 und 4.000 US-Dollar pro Unze hat sich der übergeordnete Aufwärtstrend eindrucksvoll bestätigt. Rücksetzer bleiben möglich, doch der nächste Zielbereich bei 5.000 US-Dollar ist charttechnisch fest im Blick. Die fundamentalen Treiber sind intakt, eine nachhaltige Trendwende aktuell nicht in Sicht.

Für Anlegerinnen und Anleger bedeutet das: Jetzt ist die Zeit, um gezielt auf starke Produzenten zu setzen. In unserem neuen Spezialreport stellen wir fünf Gold- und Silberaktien vor, die trotz Rallye weiter attraktives Potenzial bieten, mit robusten Fundamentaldaten und starken Projekten in aussichtsreichen Regionen.

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