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MÄRKTE EUROPA/Gelungener Jahresauftakt - DAX hängt zurück

DJ MÄRKTE EUROPA/Gelungener Jahresauftakt - DAX hängt zurück

DOW JONES--Nach einem sehr guten Aktienjahr 2025 ist es an den europäischen Börsen zum Start in das neue Aktienjahr 2026 weiter nach oben gegangen. Insgesamt war die Nachrichtenlage dünn. Aus China kamen eher positive, aus Europa negative Konjunktursignale. In China ist der Einkaufsmanagerindex für den Industriesektor im Dezember erstmals seit März wieder über die Expansionsschwelle geklettert. In Europa wurde der entsprechende Index in der Zweitlesung nach unten revidiert und liegt tiefer im Schrumpfung anzeigenden Bereich. Das sorgte für Druck auf den Euro, der auf 1,1735 Dollar nachgab.

Der Euro-Stoxx-50 legte um 1,0 Prozent auf 5.850 Punkte zu. Der DAX hinkte mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 24.539 merklich hinterher, gebremst von sehr schwachen Schwergewichten wie SAP (-3,0%) oder Munich Re (-3,8%). Zugleich erhielt der europäische Index Auftrieb von Technologieaktien, die im DAX kaum zu finden sind, Der Londoner Leitindex FTSE-100 startete ebenso mit einem Rekordhoch ins neue Jahr wie der breite europäische Stoxx-600-Index.

Tagessieger waren Aktien aus dem Bereich Luftfahrtindustrie und Rüstung mit einem Subindex-Plus von 3,3 Prozent. Im DAX waren MTU Aero mit einem Plus von 4,5 Prozent der Tagessieger. Rüstungstitel waren schon im vergangenen Jahr mit den europaweit deutlich steigenden Verteidigungsausgaben und den sich ausweitenden Krisenherden gesucht. Das dürfte sich laut Marktbeobachtern im neuen Jahr fortsetzen dürfte, auch im Hinblick auf die sich ergebnislos hinziehenden Friedensbemühungen für die Ukraine.

Weiter gesucht waren Technologieaktien, insbesondere solche mit KI-Fantasie. Der Branchenindex gewann 2,0 Prozent, Einzelwerte wie STMicro, ASM International, ASML oder BE Semiconductor zogen zwischen 4,2 und 11,5 Prozent an. Im deutschen Halbleitersegment ging es für Aixtron um 13,2 Prozent nach oben, für Suss um 4,3 Prozent und für Elmos um 2,5 Prozent.

Für den Branchenindex der Immobilienunternehmen ging es vor dem Hintergrund gestiegener Marktzinsen um 0,9 Prozent nach unten. Im DAX gaben Vonovia um 2 Prozent nach.

Ein 34-Prozent-Kursfeuerwerk gab es bei Orsted. Die Analysten von Equita werteten es als positiv, dass die Dänen Berufung eingelegt haben gegen die Aussetzung des Pachtvertrags für das Offshore-Windprojekt Revolution Wind durch die Trump-Regierung. Dies erhöhe die Chancen, dass die Arbeiten trotz des andauernden Streits fortgesetzt werden könnten.

Auch andere Aktien aus dem Sektor Versorgung und Energiegewinnung waren zum Start ins neue Jahr gesucht. Am deutschen Aktienmarkt gewannen RWE und Eon 3,2 bzw. 2,0 Prozent. Siemens Energy legten um 2,0 Prozent zu. Auch Aktien aus dem Wind- und Sonnenenergiesektor zogen an. SMA Solar verteuerten sich um 4,9 Prozent, Nordex um 3,9 oder Energiekontor um 5,6 Prozent. Der Stoxx-Subindex der Versorgeraktien gewann 1,7 Prozent. Marktbeobachter verwiesen als möglichen Kurstreiber auf die kalte Witterung in weiten Teilen Europas.

Geldvermögen der Deutschen steigt auf zehn Billionen Euro

Unterdessen ist das Geldvermögen der Deutschen dank hoher Sparleistung und Börsenboom im abgelaufenen Jahr um 6,3 Prozent auf zehn Billionen Euro gestiegen. Die Sparquote lag 2025 laut einer neuen Studie voraussichtlich 10,4 Prozent und damit leicht über dem langfristigen Vor-Corona-Durchschnitt. Als Motiv wird die hohe wirtschaftliche und politische Unsicherheit gesehen. Die Börsenrally sei der zweite zentrale Faktor für den Anstieg des Geldvermögens. "Allein der DAX hat auf Jahressicht 23 Prozent zugelegt. Aktienkursgewinne trugen mit rund 290 Milliarden Euro entscheidend zum Vermögensaufbau", so die Autoren der Studie.

Index          Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn* 
Euro-Stoxx-50      5.850,38       +1,0%        0,0% 
Stoxx-50        4.957,17       +0,8%        0,0% 
Stoxx-600         596,14       +0,7%        0,0% 
XETRA-DAX       24.539,34       +0,2%        0,0% 
FTSE-100 London     9.931,38       k.A.       +20,3% 
CAC-40 Paris      8.195,21       +0,6%        0,0% 
AEX Amsterdam       967,59       +1,7%        0,0% 
ATHEX-20 Athen     5.451,93       +1,9%        0,0% 
BEL-20 Bruessel     5.112,50       +0,7%        0,0% 
BUX Budapest     111.031,79       0,0%        0,0% 
OMXH-25 Helsinki    5.736,62       +0,6%        0,0% 
ISE NAT. 30 Istanbul  11.498,38       k.A.        0,0% 
OMXC-20 Kopenhagen   1.617,12       +0,6%        0,0% 
PSI 20 Lissabon     8.400,46       +1,7%        0,0% 
IBEX-35 Madrid     17.492,40       +1,1%        0,0% 
FTSE-MIB Mailand    45.374,03       +1,0%        0,0% 
OBX Oslo        1.610,56       +0,8%        0,0% 
PX Prag        2.700,62       +0,6%        0,0% 
OMXS-30 Stockholm    2.881,19       -0,1%        0,0% 
WIG-20 Warschau     3.262,48       +2,5%        0,0% 
ATX Wien        5.351,75       +0,5%        0,0% 
SMI Zuerich      13.267,48       0,0%        0,0% 
*bezogen auf Vortagesschluss 
 
 
DEVISEN       zuletzt    +/- %    0:00 Mo, 18:00  % YTD 
EUR/USD        1,1736    -0,1%   1,1749   1,1756   0% 
EUR/JPY        183,95    -0,1%   184,18   183,59   0% 
EUR/CHF        0,9292    -0,2%   0,9310   0,9287   0% 
EUR/GBP        0,8707    -0,2%   0,8723   0,8712   0% 
USD/JPY        156,75    -0,0%   156,76   156,12   0% 
GBP/USD        1,3478    +0,1%   1,3468   1,3494   0% 
USD/CNY        7,0173    -0,1%   7,0260   7,0324   0% 
USD/CNH        6,9680    -0,1%   6,9773   7,0001   0% 
AUS/USD        0,6689    +0,3%   0,6669   0,6690   0% 
Bitcoin/USD    90.793,05    +2,5% 88.546,45 87.544,55   0% 
 
ROHÖL        zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex       56,79    57,42   -1,1%   -0,63 -20,1% 
Brent/ICE       61,88    61,92   -0,1%   -0,04 -18,6% 
 
 
METALLE       zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold        4.330,16   4.320,37   +0,2%    9,78   0% 
Silber         72,54    71,30   +1,7%    1,24   0% 
Platin       1.833,32   1.753,24   +4,6%   80,08   0% 
Kupfer         5,71     5,68   +0,4%    0,02 +38,8% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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January 02, 2026 12:26 ET (17:26 GMT)

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Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

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