BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem US-Angriff auf Venezuela und der Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro hat das Auswärtige Amt die Reisewarnung für Venezuela ausgeweitet. "Für ganz Venezuela gilt nun eine Reisewarnung", teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin mit. "Deutsche Staatsangehörige im Land sind aufgerufen, an einem sicheren Ort zu bleiben." Bisher galt eine Teilreisewarnung.
Zuvor war der Krisenstab der Bundesregierung im Auswärtigen Amt zusammengetreten. "Das Auswärtige Amt steht im engsten Kontakt mit der Botschaft in Caracas", so die Sprecherin weiter.
Deutschland mahnt zur Einhaltung von Völkerrecht
"Die Lage im Land beobachtet die Bundesregierung weiter mit Sorge, fortlaufend und sehr genau", erklärte die Sprecherin. Deutschland stehe im engsten Austausch mit seinen Partnern. "Wir rufen alle Beteiligten auf, nichts zu tun, was zu einer Zuspitzung der Lage führen könnte und Wege zu einer politischen Beilegung zu suchen." Sie betonte: "Völkerrechtliche Normen sind einzuhalten." Die Unterstützung Deutschlands für das venezolanische Volk bleibe bestehen. "Die Venezolanerinnen und Venezolaner verdienen eine friedliche und demokratische Zukunft."
Die USA hatten bei einem Angriff auf Venezuela Staatschef Nicolás Maduro und dessen Ehefrau gefasst. US-Spezialkräfte nahmen Maduro fest./bw/DP/he
