Berlin (ots) -
Venezuelas geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez steht vor einer Gratwanderung: Außenpolitisch steht sie der offenen Drohung des US-Präsidenten Donald Trump gegenüber, dass es ihr noch schlimmer ergehen könnte als ihrem Vorgänger Nicolás Maduro, so sie sich nicht den Wünschen der USA fügt und die sind umfassend. Innenpolitisch braucht Rodríguez für jeden Deal mit den USA ausreichend Rückendeckung. Zumindest vorerst hat sich Verteidigungsminister Vladimir Padrino hinter Rodríguez gestellt.
Der venezolanische Sicherheitsapparat ist der wirkmächtigste Faktor in Venezuela. Das weiß auch Trump, weswegen er keinen Gedanken daran verschwendet, die rechte Oppositionsführerin María Corina Machado zu installieren, die im Gegensatz zu Rodríguez keine Unterstützung vom amtierenden Verteidigungsminister und darüber hinaus erfahren würde. Doch wie groß der Rückhalt für Rodríguez wirklich ist, da gehen die Meinungen auseinander.
Das System Maduro war stabil, weil die Generäle gut in ihm verdienten. Bereits 2016 erteilte Maduro Padrino die Zuständigkeit für die Verteilung von Lebensmitteln und Medikamenten. Auch Erdöl- und Bergbausektor werden vom Militär kontrolliert.
Rodríguez tat gut daran, den Konflikt mit Trump nicht zu befeuern: "Wir laden die Regierung der Vereinigten Staaten ein, gemeinsam an einer Agenda der Zusammenarbeit zu arbeiten, die auf gemeinsame Entwicklung ausgerichtet ist, im Rahmen der internationalen Legalität und zur Stärkung eines dauerhaften Zusammenlebens der Gemeinschaft." Dass Trump diese Einladung annimmt, ist freilich unwahrscheinlich: "Wir haben das Sagen." Für Venezuela bleibt nur Deal oder Krieg. Die Entscheidung darüber wird primär in Washington fallen.
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Venezuelas geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez steht vor einer Gratwanderung: Außenpolitisch steht sie der offenen Drohung des US-Präsidenten Donald Trump gegenüber, dass es ihr noch schlimmer ergehen könnte als ihrem Vorgänger Nicolás Maduro, so sie sich nicht den Wünschen der USA fügt und die sind umfassend. Innenpolitisch braucht Rodríguez für jeden Deal mit den USA ausreichend Rückendeckung. Zumindest vorerst hat sich Verteidigungsminister Vladimir Padrino hinter Rodríguez gestellt.
Der venezolanische Sicherheitsapparat ist der wirkmächtigste Faktor in Venezuela. Das weiß auch Trump, weswegen er keinen Gedanken daran verschwendet, die rechte Oppositionsführerin María Corina Machado zu installieren, die im Gegensatz zu Rodríguez keine Unterstützung vom amtierenden Verteidigungsminister und darüber hinaus erfahren würde. Doch wie groß der Rückhalt für Rodríguez wirklich ist, da gehen die Meinungen auseinander.
Das System Maduro war stabil, weil die Generäle gut in ihm verdienten. Bereits 2016 erteilte Maduro Padrino die Zuständigkeit für die Verteilung von Lebensmitteln und Medikamenten. Auch Erdöl- und Bergbausektor werden vom Militär kontrolliert.
Rodríguez tat gut daran, den Konflikt mit Trump nicht zu befeuern: "Wir laden die Regierung der Vereinigten Staaten ein, gemeinsam an einer Agenda der Zusammenarbeit zu arbeiten, die auf gemeinsame Entwicklung ausgerichtet ist, im Rahmen der internationalen Legalität und zur Stärkung eines dauerhaften Zusammenlebens der Gemeinschaft." Dass Trump diese Einladung annimmt, ist freilich unwahrscheinlich: "Wir haben das Sagen." Für Venezuela bleibt nur Deal oder Krieg. Die Entscheidung darüber wird primär in Washington fallen.
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