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MÄRKTE EUROPA/Wenig verändert - Rüstunsgaktien laufen weiter

DJ MÄRKTE EUROPA/Wenig verändert - Rüstunsgaktien laufen weiter

DOW JONES--Nach der Rally vom Vortag zeigen sich Europas Börsen am Dienstagmittag wenig verändert. Die Spekulationen über eine mögliche Übernahme Grönlands durch die USA nach der Militärintervention in Venezuela scheint die Anleger nicht wirklich zu beunruhigen. Tendenziell schwächere Einkaufsmanager-Indizes (PMI) in Kombination mit einem geringeren Preisanstieg in Frankreich sei eine gute Kombination, um Zinssenkungsfantasien in Richtung Europäische Zentralbank (EZB) zu rechtfertigen, sagt ein Händler. Die Revisionen der diversen PMI aus Europa seien überwiegend nach unten gegangen, der Gesamt-PMI für Europa auf 51,3 abgesenkt worden nach der ersten Lesung bei 51,5 Punkten. Gleichzeitig zeigten die Verbraucherpreise aus den großen Bundesländern einen geringen Preisdruck, so wie in Nordrhein-Westfalen mit plus 1,8 Prozent zum Vorjahr.

Der DAX gewinnt 0,3 Prozent auf 24.935 Punkte, bei 24.941 Punkten wurde ein neues Allzeithoch markiert. Der Euro-Stoxx-50 gibt dagegen um 0,2 Prozent auf 5.911 Punkte nach. Gold gewinnt 0,3 Prozent, Silber setzt die Rally vom Vortag mit einem Plus von 2,4 Prozent fort. Am Devisenmarkt gibt der Euro leicht nach auf 1,1702 Dollar, an den Anleihemärkten fallen die Renditen.

Mit Aufschlägen von 1,4 Prozent gehören Rüstungsaktien in Europa erneut zu den stärksten Sektoren. Die US-Intervention in Venezuela sowie die Diskussion um die Zukunft Grönlands machen deutlich, dass die regelbasierte Welt nach dem Zweiten Weltkrieg immer tiefere Risse erfährt. Vor allem Europa wird in Zukunft sehr viel mehr in die eigene Verteidigung investieren müssen. Rheinmetall gewinnen 1,8 Prozent, Thales in Paris 2,2 Prozent oder Leonardo in Mailand 0,6 Prozent.

Einem Bericht der Business Times (Singapur) zufolge dürfte Samsung Electronics im vierten Quartal 2025 einen Anstieg des operativen Gewinns um sagenhafte 160 Prozent verzeichnen, der durch einen akuten Chipmangel ausgelöst worden sei. Die Halbleiterpreise sind in den vergangenen Monaten rasant gestiegen, da die Verlagerung der Branche hin zu KI-bezogenen Chips die Produktion von traditionellen Speichern eingeschränkt habe. Zuvor hatte bereits Nvidia auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas ihre neue KI-Chipgeneration mit dem Namen "Vera Rubin" vorgestellt. Die Chips sollen in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen. Infineon gewinnen 4,0 Prozent, STMicroelectronics 2,5 Prozent und Aixtron 1,2 Prozent.

Inpost erhält Übernahmeangebot

Inpost haussieren an der Amsterdamer Börse mit Aufschlägen von 20,6 Prozent. Der polnische Paketdienstleister hat mitgeteilt, ein Übernahmegebot eines nicht namentlich genannten Bieters erhalten zu haben. Dieser soll ein Gebot für alle ausstehenden Aktien unterbreitet haben. Inpost ist nach Einschätzung von AJ Bell angesichts ihrer zunehmend starken Position auf dem britischen Markt und der jüngst schwachen Aktienkursentwicklung ein attraktives Übernahmeziel. Der Konzern habe sich auf dem britischen Zustellmarkt breit gemacht und sei für viele Einzelhändler und Nutzer von Wiederverkaufsplattformen wie Vinted zum bevorzugten Kurierdienst geworden, heißt es. Deutsche Post DHL ziehen um 1,5 Prozent an.

Analysten kommen nun verstärkt aus den Winterferien zurück und liefern Impulse für Einzelwerte. Adidas fallen um 5,9 Prozent nach einer gleich doppelten Abstufung auf "Underperform" durch Bank of America. JD Sports (-6,3%) werden von den Analysten auf "Neutral" gesenkt. Grund sei der ausbleibende Aufwärtszyklus im Sportartikelsektor, so die Analysten. Der Abwärtszyklus halte seit dem zweiten Quartal 2023 an. Es gebe neue Rahmenbedingungen in der Gesellschaft: Der rund 20-jährige Trend zur lässigen "Casual"-Mode scheine beendet, das Wachstum im Sektor dürfte sich halbieren auf mittlere einstellige Prozentwerte. Für die Puma-Aktie geht es 3,2 Prozent nach unten.

Anhaltend positiv für Nutzfahrzeughersteller wie Daimler Truck (+4,4%) und Traton (+2,4%) sind Händler nach den starken US-Auftragszahlen vom Vortag gestimmt. Dort wurde nach den sehr schwachen Vormonaten für Dezember 2025 ein kräftiges Plus vermeldet, vor allem bei den schweren Class-8-Lastern. Rund 42.000 Aufträge wurden erteilt. Für Europa werden die Analysten der Citi optimistischer und erhöhen ihre Absatzerwartung auf plus 1 Prozent nach zuvor minus 4 Prozent für 2026.

Die UBS rechnet nicht mit Aufwärtsrevisionen bei den Konsensschätzungen für Deutsche Börse im laufenden Jahr. Der Börsenbetreiber müsse sich 2026 dem Gegenwind sinkender Zinseinnahmen stellen, die im vergangenen Jahr das Ergebnis noch gestützt hätten. Angesichts einer Bewertung für die Aktie, die dem Durchschnitt der vergangenen 8 Jahre entspreche, glaubt die UBS nicht an eine Neubewertung des Titels. Deutsche Börse geben um 0,5 Prozent nach.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      5.910,97    -0,2%   -12,72   +2,3% 
Stoxx-50         5.013,41    +0,1%    7,16   +1,8% 
DAX           24.935,13    +0,3%   66,44   +1,5% 
MDAX          31.507,01    +0,2%   52,69   +2,7% 
TecDAX          3.727,32    +0,7%   25,33   +2,2% 
SDAX          17.589,79    +0,2%   38,32   +2,2% 
CAC           8.175,61    -0,4%   -35,89   +0,8% 
SMI           13.207,22    -0,3%   -40,10   -0,2% 
ATX           5.390,28    -0,1%   -4,48   +1,3% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Mo, 17:08  % YTD 
EUR/USD          1,1702    -0,1%   1,1719   1,1708  -0,2% 
EUR/JPY          183,04    -0,2%   183,41   183,25  -0,4% 
EUR/CHF          0,9287    +0,1%   0,9281   0,9287  -0,3% 
EUR/GBP          0,8658    +0,0%   0,8654   0,8668  -0,8% 
USD/JPY          156,41    -0,1%   156,52   156,52  -0,2% 
GBP/USD          1,3516    -0,2%   1,3542   1,3508  +0,5% 
USD/CNY          7,0232    -0,1%   7,0283   7,0363  +0,0% 
USD/CNH          6,9787    -0,1%   6,9842   6,9911  +0,1% 
AUS/USD          0,6717    +0,0%   0,6715   0,6711  +0,6% 
Bitcoin/USD       93.777,65    -0,4% 94.174,55 93.843,55  +6,3% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          58,60    58,32   +0,5%    0,28  +1,4% 
Brent/ICE          61,88    61,92   -0,1%   -0,04  +1,4% 
 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold           4.459,29   4.445,75   +0,3%   13,54  +2,9% 
Silber           78,32    76,48   +2,4%    1,84  +7,3% 
Platin          1.990,74   1.942,34   +2,5%   48,40 +10,8% 
Kupfer            5,97     5,92   +0,7%    0,04 +45,1% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

January 06, 2026 07:56 ET (12:56 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Gold & Silber auf Rekordjagd
Kaum eine Entwicklung war 2025 so eindrucksvoll wie der Höhenflug der Edelmetalle. Allen voran Silber: Angetrieben von einem strukturellen Angebotsdefizit, explodierte der Preis und übertrumpfte dabei den „großen Bruder“ Gold. Die Nachfrage aus dem Investmentsektor zieht weiter an, und ein Preisziel von 100 US-Dollar rückt in greifbare Nähe.

Auch Gold markierte neue Meilensteine. Mit dem Durchbruch über 3.000 und 4.000 US-Dollar pro Unze hat sich der übergeordnete Aufwärtstrend eindrucksvoll bestätigt. Rücksetzer bleiben möglich, doch der nächste Zielbereich bei 5.000 US-Dollar ist charttechnisch fest im Blick. Die fundamentalen Treiber sind intakt, eine nachhaltige Trendwende aktuell nicht in Sicht.

Für Anlegerinnen und Anleger bedeutet das: Jetzt ist die Zeit, um gezielt auf starke Produzenten zu setzen. In unserem neuen Spezialreport stellen wir fünf Gold- und Silberaktien vor, die trotz Rallye weiter attraktives Potenzial bieten, mit robusten Fundamentaldaten und starken Projekten in aussichtsreichen Regionen.

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