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MÄRKTE USA/Gut behauptet - Chip-Werte legen zu

DJ MÄRKTE USA/Gut behauptet - Chip-Werte legen zu

DOW JONES--Mit einer leicht positiven Tendenz ist die Wall Street am Dienstag in den Handel gestartet. Nachdem der Dow-Jones-Index zu Wochenbeginn auf ein neues Rekordhoch geklettert war, kommt es zu einer Verschnaufpause, heißt es. Unterstützung kam von einem schwächeren ISM-Index, der Zinssenkungsspekulationen neue Nahrung gab. Die Entwicklungen um Venezuela belasten die Stimmung weiterhin nicht. Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,1 Prozent auf 49.004 Punkte. Der S&P-500 steigt ebenfalls um 0,1 Prozent und der Nasdaq-Composite erhöht sich um 0,2 Prozent.

Im Fokus steht der Technologie-Sektor, nachdem Nvidia früher als erwartet schnellere KI-Chips vorgestellt hat. Die Nvidia-Aktie gewinnt 1,1 Prozent. CEO Jensen Huang präsentierte auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas die neuesten KI-Serversysteme, bekannt als "Vera Rubin". Diese kommen im zweiten Halbjahr 2026 in den Verkauf. Normalerweise enthüllt Nvidia Details zu Spezifikationen und Fähigkeiten der neuesten Chips auf der Frühjahrs-Entwicklerkonferenz im Silicon Valley. Dieses Jahr hätten die für KI erforderliche Komplexität der Berechnungen und die immense Nachfrage nach fortschrittlichen Prozessoren zum Trainieren und Betreiben von Modellen die Halbleiterindustrie dazu veranlasst, schneller zu handeln, sagte Huang.

Die Papiere von Advanced Micro Devices verlieren nach vorbörslichen Gewinnen nun 0,9 Prozent. Der Chip-Hersteller hat auf der CES seine neueste Generation von Mobil- und Desktop-Prozessoren vorgestellt. Microchip Technology klettern mit einem erhöhten Umsatzausblick um 7,1 Prozent in die Höhe.

Die Agenda der US-Konjunkturdaten ist am Berichtstag übersichtlich. Es wird nur der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Dienstleistungssektor in zweiter Lesung veröffentlicht. Das Highlight der Woche sind die Dezember-Daten vom US-Arbeitsmarkt, die am Freitag veröffentlicht werden.

Die Renditen am US-Anleihemarkt holen einen Teil ihrer Vortagesverluste wieder auf. Die Rendite zehnjähriger Papiere steigt um 1,0 Basispunkt auf 4,18 Prozent. Die Anleger würden über geopolitische Risiken hinwegsehen, heißt es. Gleichwohl habe am Montag der unter den Prognosen liegende ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe an die fragilen Aussichten erinnert, gepaart mit Signalen eines sich abkühlenden Arbeitsmarktes. "Eine Fortsetzung schwacher Daten würde wahrscheinlich die Erwartungen einer "dovisheren" Haltung der Fed im Jahr 2026 bestärken, wobei die Märkte derzeit zwei Zinssenkungen bis zum Jahresende einpreisen", so Frank Walbaum von Naga.

Der Dollar legt erneut leicht zu - der Dollar-Index gewinnt 0,2 Prozent. Das US-Geopolitik könnte eine Abkehr vom Dollar als Weltreservewährung beschleunigen, so Jefferies-Ökonom Mohit Kumar. "Die neue politische Ordnung wird dazu führen, dass die Länder ihre Abhängigkeit vom Dollar als Reservewährung verringern", ergänzt er. Jefferies bevorzuge Gold und Metalle im Allgemeinen als beste Möglichkeit zur Diversifizierung weg vom Dollar, so der Ökonom.

Der Goldpreis baut die kräftigen Vortagesgewinne noch leicht aus. Der Preis für die Feinunze steigt um 0,6 Prozent auf 4.474 Dollar. Silber legt um weitere 3,6 Prozent zu. Der Fokus liege auf den anstehenden US-Daten im weiteren Wochenverlauf, die Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank liefern könnten, heißt es.

Die Ölpreise bauen ihre Vortagesgewinne aus. Der WTI-Preis erhöht sich um 0,5 Prozent. Die US-Intervention in Venezuela ändert nichts an den Ölpreisprognosen von Morningstar. Venezuela werde Jahre umfangreicher Kapital-Investitionen benötigen, um seine Ölinfrastruktur zu modernisieren, so Analyst Joshua Aguilar. Morningstar hält an seinen mittelfristigen Ölpreisprognosen von 65 US-Dollar pro Barrel für Brent und 60 US-Dollar pro Barrel für WTI fest. Es könnte zwar eine gewisse Aufwärtsbewegung der Preise geben, diese werde aber wahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut +/- % YTD 
DJIA          49.003,55    +0,1%   26,37   +1,9% 
S&P-500         6.910,86    +0,1%    8,81   +0,8% 
NASDAQ Comp       23.450,88    +0,2%   55,06   +0,7% 
NASDAQ 100       25.475,99    +0,3%   74,67   +0,6% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Mo, 17:08  % YTD 
EUR/USD          1,1706    -0,1%   1,1719   1,1708  -0,2% 
EUR/JPY          183,09    -0,2%   183,41   183,25  -0,4% 
EUR/CHF          0,9284    +0,0%   0,9281   0,9287  -0,3% 
EUR/GBP          0,8657    +0,0%   0,8654   0,8668  -0,8% 
USD/JPY          156,41    -0,1%   156,52   156,52  -0,2% 
GBP/USD          1,3522    -0,1%   1,3542   1,3508  +0,5% 
USD/CNY          7,0249    -0,0%   7,0283   7,0363  +0,0% 
USD/CNH          6,9793    -0,1%   6,9842   6,9911  +0,1% 
AUS/USD          0,6727    +0,2%   0,6715   0,6711  +0,6% 
Bitcoin/USD       94.067,15    -0,1% 94.174,55 93.843,55  +6,3% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          58,62    58,32   +0,5%    0,30  +1,4% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold           4.474,24   4.445,75   +0,6%   28,49  +2,9% 
Silber           79,20    76,48   +3,6%    2,72  +7,3% 
Platin          2.016,89   1.942,34   +3,8%   74,55 +10,8% 
Kupfer            5,99     5,92   +1,1%    0,07 +45,8% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/cln

(END) Dow Jones Newswires

January 06, 2026 09:42 ET (14:42 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Favoritenwechsel
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

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