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XETRA-SCHLUSS/DAX bleibt auf Rekordhoch - Chipwerte gesucht

DJ XETRA-SCHLUSS/DAX bleibt auf Rekordhoch - Chipwerte gesucht

DOW JONES--Nach der Rally zu Wochenbeginn ist es am Dienstag ruhiger am deutschen Aktienmarkt zugegangen. Der DAX gewann 0,1 Prozent auf 24.892 Punkte, bei 24.969 Punkten wurde ein neues Rekordhoch markiert. Die Spekulationen über eine mögliche Übernahme Grönlands durch die USA nach der Militärintervention in Venezuela schien die Anleger nicht zu beunruhigen. Günstige Preisdaten aus Frankreich und Deutschland lösten vielmehr neue Zinssenkungsfantasien aus. Unterstützt wurde dies durch tendenziell schwächere Einkaufsmanager-Indizes. Der Gesamt-PMI für Europa wurde für Dezember auf 51,3 abgesenkt nach der ersten Lesung bei 51,5 Punkten.

Gefragt waren Chipwerte. Einem Bericht der Business Times (Singapur) zufolge dürfte Samsung Electronics im vierten Quartal 2025 einen Anstieg des operativen Gewinns um 160 Prozent verzeichnen, der durch einen akuten Chipmangel ausgelöst worden sei. Die Halbleiterpreise sind in den vergangenen Monaten rasant gestiegen, da die Verlagerung der Branche hin zu KI-bezogenen Chips die Produktion von traditionellen Speichern eingeschränkt habe. Zuvor hatte bereits Nvidia auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas ihre neue KI-Chipgeneration mit dem Namen "Vera Rubin" vorgestellt. Die Chips sollen in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen. Infineon gewannen 4,8 Prozent und die Aktie des Anlagenbauers Aixtron 4,8 Prozent.

SAP (-2%) kommen auch im neuen Jahr bislang nicht auf die Beine. Fundamental wird das Papier von den Anlegern gemieden wegen möglicher disruptiver KI-Effekte auf das SAP-Geschäftsmodell. In den vergangenen sechs Monaten hat die Aktie mehr als 20 Prozent an Wert verloren.

Anhaltend positiv für Nutzfahrzeughersteller wie Daimler Truck (+5,7%) und Traton (+3,1%) waren Händler nach den starken US-Auftragszahlen vom Vortag gestimmt. Dort wurde nach den sehr schwachen Vormonaten für Dezember 2025 ein kräftiges Plus vermeldet, vor allem bei den schweren Class-8-Lastern. Rund 42.000 Aufträge wurden erteilt. Für Europa werden die Analysten der Citi optimistischer und erhöhten ihre Absatzerwartung auf plus 1 Prozent nach zuvor minus 4 Prozent für 2026.

Analysten kommen verstärkt aus den Winterferien zurück und lieferten Impulse für Einzelwerte. Adidas fielen um 3,6 Prozent nach einer gleich doppelten Abstufung auf "Underperform" durch Bank of America. JD Sports (-4,4%) wurden von den Analysten auf "Neutral" gesenkt. Grund sei der ausbleibende Aufwärtszyklus im Sportartikelsektor, so die Analysten. Der Abwärtszyklus halte seit dem zweiten Quartal 2023 an. Es gebe neue Rahmenbedingungen in der Gesellschaft: Der rund 20-jährige Trend zur lässigen "Casual"-Mode scheine beendet, das Wachstum im Sektor dürfte sich halbieren auf mittlere einstellige Prozentwerte. Für die Puma-Aktie ging es 0,8 Prozent nach unten.

Nach der Hausse am Vortag setzten bei Rüstungsaktien Gewinnmitnahmen ein. Strukturell bleibt der Sektor aber interessant. Rheinmetall und Renk verloren jeweils 0,7 Prozent. Deutsche Post schlossen dagegen 2,1 Prozent fester - hier stützte auch Übernahmefantasie im Sektor.

Die UBS rechnet nicht mit Aufwärtsrevisionen bei den Konsensschätzungen für Deutsche Börse im laufenden Jahr. Der Börsenbetreiber müsse sich 2026 dem Gegenwind sinkender Zinseinnahmen stellen, die im vergangenen Jahr das Ergebnis noch gestützt hätten. Angesichts einer Bewertung für die Aktie, die dem Durchschnitt der vergangenen 8 Jahre entspreche, glaubt die UBS nicht an eine Neubewertung des Titels. Deutsche Börse gaben um 0,6 Prozent nach.

=== 
INDEX     zuletzt +/- % +/- % YTD 
DAX     24.892,20 +0,1%   +1,5% 
DAX-Future 25.034,00 +0,1%   +1,1% 
XDAX    24.894,30 +0,1%   +1,1% 
MDAX    31.670,42 +0,7%   +2,7% 
TecDAX    3.751,29 +1,3%   +2,2% 
SDAX    17.722,72 +1,0%   +2,2% 
       zuletzt +/- Ticks 
Bund-Future  127,70 +33 
YTD - bezogen auf Schlusskurs Vortag 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

January 06, 2026 11:54 ET (16:54 GMT)

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