Frankfurt am Main (ots) -
Mit dem William Stern Programm fördert die Karg-Stiftung ein neues Forschungsprojekt zur Bedeutung von Unterrichtsqualität für das schulische Wohlbefinden hochbegabter Jugendlicher. Das Projekt MIND - Der Einfluss von Unterrichtsqualität auf das schulische Wohlbefinden hochbegabter Jugendlichen wird von Oktober 2025 bis Dezember 2028 mit rund 300.000 Euro gefördert. An der Professur Pädagogische Psychologie mit Schwerpunkt Lehren, Lernen und Entwicklung der Universität Leipzig untersuchen Natalia Lüneburger und Dr. Franziska Greiner-Döchert, wie hochbegabte Schülerinnen und Schüler Unterricht erleben und welche unterrichtsbezogenen Faktoren ihr Wohlbefinden und ihre psychische Gesundheit beeinflussen.
Gesellschaftliche Krisen und anhaltende Unsicherheiten gehen mit erhöhten psychosozialen Belastungen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland einher. Bisherige Forschungen der Universität Leipzig, unter anderem im Rahmen des Monitor Bildung und Psychische Gesundheit (BiPsy-Monitor), weisen darauf hin, dass Schule und Unterricht einen unmittelbaren Beitrag zur Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen leisten können. Psychische Gesundheit und schulisches Wohlbefinden rücken damit zunehmend als zentrale Voraussetzungen für gelingende Bildungsprozesse in den Fokus, auch in der Begabtenförderung. Das William Stern Programm der Karg-Stiftung greift diese Entwicklungen seit mehreren Jahren auf und fördert Forschungsvorhaben, die psychische Gesundheit und Wohlbefinden im Kontext von Bildung in den Blick nehmen.
Auch bei hochbegabten Schülerinnen und Schülern treten Bedingungen auf, die ihr schulisches Wohlbefinden sowie ihre psychische Gesundheit negativ beeinflussen können.
Unter bestimmten Bedingungen, etwa bei Unterforderung, hohem Leistungsdruck oder fehlender sozialer Einbindung, können auch sie psychisch belastet sein. Welche Rolle konkrete Merkmale des Unterrichts dabei spielen, ist bislang nur unzureichend empirisch untersucht. Es fehlt insbesondere an Erkenntnissen dazu, wie hochbegabte Jugendliche Unterrichtssituationen wahrnehmen und wie diese mit ihrem Wohlbefinden und ihrer psychischen Gesundheit zusammenhängen.
An dieser Forschungslücke setzt das nun geförderte Projekt im William Stern Programm an. Im Fokus steht der Zusammenhang von Unterrichtsqualität und schulischem Wohlbefinden hochbegabter Jugendlicher. Untersucht werden dabei unterrichtsbezogene Merkmale wie kognitive Aktivierung und konstruktive Unterstützung in unterschiedlichen Begabungsförderungssettings.
"Ohne emotionales Wohlbefinden bleibt auch hohe Begabung hinter ihren Möglichkeiten. Emotionale Sicherheit und positive Lernmomente bilden die Grundlage für gelingendes Lernen und schaffen den Rahmen, in dem kognitive Stärken sichtbar werden können. Begabungsförderung muss daher immer auch Beziehungs- und Emotionsarbeit mitdenken", sagt Natalia Lüneburger, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Promovierende im Projekt.
Mit dem Projekt MIND stärkt das William Stern Programm die Verbindung von Begabtenförderung, empirischer Bildungsforschung und schulischer Praxis. Ziel des Programms ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen, die sowohl die Forschung zur Hochbegabung voranbringen als auch konkrete Impulse für eine begabungsgerechtes Bildungssystem liefern. Die Ergebnisse des Projekts sollen dazu beitragen, Unterricht so weiterzuentwickeln, dass er für das schulische Wohlbefinden und die psychische Gesundheit hochbegabter Schülerinnen und Schüler förderlich ist.
Weitere Informationen zum Projekt MIND (https://karg-stiftung.de/projekte/der-einfluss-von-unterrichtsqualitaet-auf-schulisches-wohlbefinden-und-psychische-gesundheit-hochbegabter-schuelerinnen/)
Hintergrund
Benannt nach dem Psychologen William Stern (1871-1938), dem Erfinder des Intelligenzquotienten, der sich für eine individuelle, ganzheitliche Förderung Begabter einsetzte, fördert das Programm Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den frühen Berufsphasen, die in der und für die Praxis der Begabtenförderung forschen wollen.
Kurzinfos
- Forschungsprojekt: MIND - Der Einfluss von Unterrichtsqualität auf das schulische Wohlbefinden hochbegabter Jugendlichen
- Institution: Universität Leipzig, Pädagogische Psychologie mit dem Schwerpunkt Lehren, Lernen und Entwicklung
- Fördertandem: Natalia Lüneburger, Dr. Franziska Greiner-Döchert
- Ziel: Untersuchung des Zusammenhangs von Unterrichtsqualität, schulischem Wohlbefinden und psychischer Gesundheit hochbegabter Schülerinnen und Schüler
- Förderer: Karg-Stiftung
- Fördersumme: 303.058 Euro
- Laufzeit: Oktober 2025 - Dezember 2028
- Aktuelle Bewerbungsfrist der 4. Förderrunde: 11. Januar 2026
Karg-Stiftung
Die Karg-Stiftung engagiert sich für die Förderung hochbegabter Kinder und Jugendlicher in den Bereichen Frühe Bildung, Schule und Beratung. Ihr Ziel ist ein Bildungssystem, das auch Kinder und Jugendliche mit hohem kognitivem Potenzial gezielt fördert und fordert. Mit praxisnahen und wissenschaftlich fundierten Projekten sowie der Bereitstellung von Fachinformationen berät, qualifiziert und vernetzt sie pädagogische und psychologische Fachkräfte. Gemeinsam mit Partnern aus Praxis, Wissenschaft und Politik setzt sie sich bundesweit für mehr Begabungs- und Bildungsgerechtigkeit ein. Gegründet wurde die Karg-Stiftung 1989 von Adelheid und Hans-Georg Karg. Heute ist sie eine zentrale Akteurin der Begabtenförderung in Deutschland.
Pressekontakt:
Mirko Bogedaly
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Niddastraße 35
60329 Frankfurt am Main
T +49 69 874 027-42
M +49 171 683 86 11
mirko.bogedaly@karg-stiftung.de
www.karg-stiftung.de
www.fachportal-hochbegabung.de
Original-Content von: Karg-Stiftung, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/118144/6191225
Mit dem William Stern Programm fördert die Karg-Stiftung ein neues Forschungsprojekt zur Bedeutung von Unterrichtsqualität für das schulische Wohlbefinden hochbegabter Jugendlicher. Das Projekt MIND - Der Einfluss von Unterrichtsqualität auf das schulische Wohlbefinden hochbegabter Jugendlichen wird von Oktober 2025 bis Dezember 2028 mit rund 300.000 Euro gefördert. An der Professur Pädagogische Psychologie mit Schwerpunkt Lehren, Lernen und Entwicklung der Universität Leipzig untersuchen Natalia Lüneburger und Dr. Franziska Greiner-Döchert, wie hochbegabte Schülerinnen und Schüler Unterricht erleben und welche unterrichtsbezogenen Faktoren ihr Wohlbefinden und ihre psychische Gesundheit beeinflussen.
Gesellschaftliche Krisen und anhaltende Unsicherheiten gehen mit erhöhten psychosozialen Belastungen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland einher. Bisherige Forschungen der Universität Leipzig, unter anderem im Rahmen des Monitor Bildung und Psychische Gesundheit (BiPsy-Monitor), weisen darauf hin, dass Schule und Unterricht einen unmittelbaren Beitrag zur Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen leisten können. Psychische Gesundheit und schulisches Wohlbefinden rücken damit zunehmend als zentrale Voraussetzungen für gelingende Bildungsprozesse in den Fokus, auch in der Begabtenförderung. Das William Stern Programm der Karg-Stiftung greift diese Entwicklungen seit mehreren Jahren auf und fördert Forschungsvorhaben, die psychische Gesundheit und Wohlbefinden im Kontext von Bildung in den Blick nehmen.
Auch bei hochbegabten Schülerinnen und Schülern treten Bedingungen auf, die ihr schulisches Wohlbefinden sowie ihre psychische Gesundheit negativ beeinflussen können.
Unter bestimmten Bedingungen, etwa bei Unterforderung, hohem Leistungsdruck oder fehlender sozialer Einbindung, können auch sie psychisch belastet sein. Welche Rolle konkrete Merkmale des Unterrichts dabei spielen, ist bislang nur unzureichend empirisch untersucht. Es fehlt insbesondere an Erkenntnissen dazu, wie hochbegabte Jugendliche Unterrichtssituationen wahrnehmen und wie diese mit ihrem Wohlbefinden und ihrer psychischen Gesundheit zusammenhängen.
An dieser Forschungslücke setzt das nun geförderte Projekt im William Stern Programm an. Im Fokus steht der Zusammenhang von Unterrichtsqualität und schulischem Wohlbefinden hochbegabter Jugendlicher. Untersucht werden dabei unterrichtsbezogene Merkmale wie kognitive Aktivierung und konstruktive Unterstützung in unterschiedlichen Begabungsförderungssettings.
"Ohne emotionales Wohlbefinden bleibt auch hohe Begabung hinter ihren Möglichkeiten. Emotionale Sicherheit und positive Lernmomente bilden die Grundlage für gelingendes Lernen und schaffen den Rahmen, in dem kognitive Stärken sichtbar werden können. Begabungsförderung muss daher immer auch Beziehungs- und Emotionsarbeit mitdenken", sagt Natalia Lüneburger, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Promovierende im Projekt.
Mit dem Projekt MIND stärkt das William Stern Programm die Verbindung von Begabtenförderung, empirischer Bildungsforschung und schulischer Praxis. Ziel des Programms ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen, die sowohl die Forschung zur Hochbegabung voranbringen als auch konkrete Impulse für eine begabungsgerechtes Bildungssystem liefern. Die Ergebnisse des Projekts sollen dazu beitragen, Unterricht so weiterzuentwickeln, dass er für das schulische Wohlbefinden und die psychische Gesundheit hochbegabter Schülerinnen und Schüler förderlich ist.
Weitere Informationen zum Projekt MIND (https://karg-stiftung.de/projekte/der-einfluss-von-unterrichtsqualitaet-auf-schulisches-wohlbefinden-und-psychische-gesundheit-hochbegabter-schuelerinnen/)
Hintergrund
Benannt nach dem Psychologen William Stern (1871-1938), dem Erfinder des Intelligenzquotienten, der sich für eine individuelle, ganzheitliche Förderung Begabter einsetzte, fördert das Programm Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den frühen Berufsphasen, die in der und für die Praxis der Begabtenförderung forschen wollen.
Kurzinfos
- Forschungsprojekt: MIND - Der Einfluss von Unterrichtsqualität auf das schulische Wohlbefinden hochbegabter Jugendlichen
- Institution: Universität Leipzig, Pädagogische Psychologie mit dem Schwerpunkt Lehren, Lernen und Entwicklung
- Fördertandem: Natalia Lüneburger, Dr. Franziska Greiner-Döchert
- Ziel: Untersuchung des Zusammenhangs von Unterrichtsqualität, schulischem Wohlbefinden und psychischer Gesundheit hochbegabter Schülerinnen und Schüler
- Förderer: Karg-Stiftung
- Fördersumme: 303.058 Euro
- Laufzeit: Oktober 2025 - Dezember 2028
- Aktuelle Bewerbungsfrist der 4. Förderrunde: 11. Januar 2026
Karg-Stiftung
Die Karg-Stiftung engagiert sich für die Förderung hochbegabter Kinder und Jugendlicher in den Bereichen Frühe Bildung, Schule und Beratung. Ihr Ziel ist ein Bildungssystem, das auch Kinder und Jugendliche mit hohem kognitivem Potenzial gezielt fördert und fordert. Mit praxisnahen und wissenschaftlich fundierten Projekten sowie der Bereitstellung von Fachinformationen berät, qualifiziert und vernetzt sie pädagogische und psychologische Fachkräfte. Gemeinsam mit Partnern aus Praxis, Wissenschaft und Politik setzt sie sich bundesweit für mehr Begabungs- und Bildungsgerechtigkeit ein. Gegründet wurde die Karg-Stiftung 1989 von Adelheid und Hans-Georg Karg. Heute ist sie eine zentrale Akteurin der Begabtenförderung in Deutschland.
Pressekontakt:
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Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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