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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

FEIERTAGSHINWEIS

MITTWOCH: In Moskau findet wegen des Feiertages "Novi God" kein Handel statt.

DONNERSTAG: Wegen des Feiertages "Novi God" bleibt die Börse in Moskau geschlossen.

TAGESTHEMA

Der Inflationsdruck im Euroraum dürfte im Dezember abgenommen haben. Volkswirte erwarten, dass die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent gestiegen sind und um 2,0 (November: 2,1) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats lagen. Mit glatt 2 Prozent befände sich die Inflation exakt auf der Höhe, die die EZB mittelfristig anstrebt. Allerdings gibt es eine Menge Risiken für eine davon abweichende Entwicklung, und das nicht nur mittelfristig. So deuten die bereits veröffentlichten Daten aus Deutschland, Frankreich und Spanien darauf hin, dass die Inflation im Dezember sogar unter 2 Prozent gefallen sein könnte. Das liegt vor allem an Deutschland, wo der HVPI mit einer Jahresrate von nur noch 2,0 (November: 2,6) Prozent stieg. Volkswirte hatten 2,4 Prozent prognostiziert.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

07:00 DE/Grenke AG, Neugeschäft 4Q

AUSBLICK KONJUNKTUR

- DE 
  08:00 Einzelhandelsumsatz November 
     saisonbereinigt real 
     PROGNOSE: +0,2% gg Vm 
     zuvor:  +0,1% gg Vm 
 
  09:55 Arbeitsmarktdaten Dezember 
     Arbeitslosenzahl saisonbereinigt 
     PROGNOSE: +5.000 gg Vm 
     zuvor:  +1.000 gg Vm 
     Arbeitslosenquote saisonbereinigt 
     PROGNOSE: 6,3% 
     zuvor:  6,3% 
- FR 
  08:45 Verbrauchervertrauen Dezember 
     PROGNOSE: k.A. 
     zuvor:  89 
- EU 
  11:00 Verbraucherpreise Eurozone (Vorabschätzung) Dezember 
     Eurozone 
     PROGNOSE: +0,2% gg Vm/+2,0% gg Vj 
     zuvor:  -0,3% gg Vm/+2,1% gg Vj 
     Kernrate (ohne Energie, Nahrung, Alkohol, Tabak) 
     PROGNOSE: +2,3% gg Vj 
     zuvor:  +2,4% gg Vj 
- IT 
  11:00 Verbraucherpreise (vorläufig) Dezember 
     PROGNOSE: k.A. 
     zuvor:  -0,2% gg Vm/+1,1% gg Vj 
- US 
  14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht Dezember 
     Beschäftigung privater Sektor 
     PROGNOSE: +48.000 Stellen 
     zuvor:  -32.000 Stellen 
 
  16:00 Job Openings & Labor Turnover Survey (Jolts) November 
 
  16:00 Auftragseingang Industrie Oktober 
     PROGNOSE: -1,2% gg Vm 
     zuvor:  +0,2% gg Vm 
 
  16:00 ISM-Index nicht-verarbeitendes Gewerbe Dezember 
     PROGNOSE: 52,2 Punkte 
     zuvor:  52,6 Punkte 
 
  16:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen 
     Energy Information Administration (EIA) Vorwoche 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
Index            zuletzt +/- % 
DAX Futures        25.088,00 -0,1% 
E-Mini-Future S&P-500   6.984,50 -0,1% 
E-Mini-Future Nasdaq-100 25.784,00 -0,2% 
Nikkei-225 (Tokio)    52.037,44 -0,9% 
Hang-Seng (Hongk.)    26.349,83 -1,4% 
Shanghai-Comp.       4.077,83 -0,1% 
 
Dienstag: 
DAX        24.892,20 +0,1% 
DAX-Future    25.111,00 +0,4% 
XDAX       24.970,87 +0,3% 
MDAX       31.670,42 +0,7% 
TecDAX       3.751,29 +1,3% 
SDAX       17.722,72 +1,0% 
Euro-Stoxx-50   5.931,79 +0,1% 
Stoxx-50      5.039,56 +0,7% 
Dow-Jones     49.462,08 +1,0% 
S&P-500      6.944,82 +0,6% 
Nasdaq Composite 23.547,17 +0,6% 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Mit einem vorsichtigeren Handel rechnen Händler. Die Rally der Rüstungswerte ist in Asien durch kräftige Gewinnmitnahmen gebremst worden. Dies dürfte auch den DAX bei seinen Versuchen behindern, über der 25.000er-Marke zu schließen. Die geopolitische Situation vor allem in Europa undurchsichtig. US-Präsident Donald Trump ließ wissen, auch über einen Militäreinsatz zur Erlangung der Kontrolle über Grönland nachzudenken. Außenminister Marco Rubio spielte dies später aber herunter. Ansonsten steht den Börsen ein echter "Tag der Arbeit" bevor: In den USA werden die Jolts-Daten, der ADP-Index und vor allem der ISM-Service-Index mit seiner wichtigen Job-Komponente veröffentlicht. Vor dem offiziellen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag dürften gleich drei solcher Vorläuferberichte den Trend an Wall Street bestimmen. In Europa blickt man auf die Verbraucherpreise aus der Eurozone. Nach den deutlich schwächeren Daten aus Deutschland vom Vortag setzt man auch hier auf tiefere Werte. Dies würde der EZB weitere Zinssenkungen ermöglichen, so die Hoffnung.

Rückblick: Gut behauptet - Die Spekulationen über eine mögliche Übernahme Grönlands durch die USA nach der Militärintervention in Venezuela schienen Anleger nicht zu beunruhigen. Günstige Preisdaten aus Frankreich und Deutschland lösten dagegen neue Zinssenkungsfantasien aus. Unterstützt wurde dies durch tendenziell schwächere Einkaufsmanagerindizes. Gefragt waren Chipwerte nach einem Bericht, wonach Samsung Electronics im vierten Quartal 2025 einen Anstieg des operativen Gewinns um 160 Prozent verzeichnet hat. Infineon gewannen 4,8 Prozent, STMicro 5,3 Prozent und Aixtron 4,8 Prozent. Novo Nordisk stiegen um 5 Prozent. Der Pharmakonzern hatte mit dem Verkauf von Wegovy in Kapselform in den USA begonnen. Bislang wird das Abnehmmittel als subkutane Injektion verabreicht. Das Abnehmmittel von Eli Lilly, Orforglipron, ist bislang von der FDA in Kapselformat noch nicht zugelassen worden. Inpost haussierten mit Aufschlägen von 28,5 Prozent. Der Paketdienstleister hatte ein Übernahmegebot eines nicht namentlich genannten Bieters erhalten. Deutsche Post DHL zogen um 2,1 Prozent an.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Etwas fester - Der DAX markierte bei 24.969 Punkten ein Rekordhoch. Weiter positiv gestimmt für Nutzfahrzeughersteller wie Daimler Truck (+5,7%) und Traton (+3,1%) waren Händler nach den starken US-Auftragszahlen vom Vortag. Dort war nach den sehr schwachen Vormonaten für Dezember 2025 ein kräftiges Plus vermeldet worden. Für Europa wurden die Analysten der Citi optimistischer und erhöhten ihre Absatzerwartung auf plus 1 Prozent nach zuvor minus 4 Prozent für 2026. Adidas fielen um 3,6 Prozent nach einer doppelten Abstufung auf "Underperform" durch Bank of America. Für die Puma-Aktie ging es 0,8 Prozent nach unten.

XETRA-NACHBÖRSE

Im Windschatten der freundlichen US-Börsen haben die Kurse etwas zugelegt. Die Nachrichtenlage war erneut sehr dünn, was sich erst mit dem Anlaufen der Bilanzsaison in den kommenden Wochen ändern dürfte. Auffällige Bewegungen bei Einzelwerten wurden nicht beobachtet.

USA - AKTIEN

Freundlich - Zinssenkungshoffnungen stützten die Kurse erneut, zumal nach dem ISM-Index am Vortag nun auch der von S&P Global ermittelte Service-Einkaufsmanagerindex stärker als erwartet gesunken war. Die Entwicklungen um Venezuela belasteten die Stimmung weiterhin nicht. Im Fokus stand der Technologiesektor, nachdem Nvidia früher als erwartet schnellere KI-Chips vorgestellt hatte. Nvidia sanken indessen um 0,5 Prozent - offenbar belastet von Gewinnmitnahmen. AMD verloren 3,1 Prozent. Der Chip-Hersteller hatte seine neueste Generation von Mobil- und Desktop-Prozessoren vorgestellt. Die Aktie hatte allerdings im vergangenen Jahr um gut 70 Prozent zugelegt. Microchip Technology kletterten mit einem erhöhten Umsatzausblick um 11,6 Prozent. Steil nach oben ging es mit den Aktien einiger Hersteller von Speicherprodukten. Sandisk und Western Digital sprangen um 27,6 und 16,8 Prozent nach oben. Seagate machten einen Satz von 14 Prozent. Beobachter verwiesen auf die Erwartung, dass sich die bestehenden Angebotsengpässe verschärfen werden. Um 6,9 Prozent sackte der Kurs von Staar Surgical ab. Der Augenheilkundespezialist Alcon wird das Unternehmen nun doch nicht übernehmen. Eli Lilly gewannen 2,2 Prozent. Einem Bericht zufolge steht das Unternehmen vor der Übernahme des Biotechnologie-Unternehmens Ventyx (+28,5%) für über 1 Milliarde Dollar.

USA - ANLEIHEN

Die Renditen holten einen Teil ihrer Vortagesverluste wieder auf. Die Rendite zehnjähriger Papiere stieg um einen Basispunkt auf 4,18 Prozent. Anleger sähen über geopolitische Risiken hinweg, hieß es. Gleichwohl habe am Montag der unter den Prognosen gelegene ISM-Index an die fragilen Aussichten erinnert, gepaart mit Signalen eines sich abkühlenden Arbeitsmarktes.

DEVISENMARKT

Devisen          zuletzt    +/- % 0:00 Vortag Mo, 17:08  % YTD 
EUR/USD          1,1694    +0,0%    1,1689   1,1708  -0,2% 
EUR/JPY          182,87    -0,1%    183,08   183,25  -0,4% 
EUR/CHF          0,9297    -0,0%    0,9298   0,9287  -0,3% 
EUR/GBP          0,8657    -0,0%    0,8657   0,8668  -0,8% 
USD/JPY          156,38    -0,2%    156,63   156,52  -0,2% 
GBP/USD          1,3508    +0,1%    1,3501   1,3508  +0,5% 
USD/CNY          7,0276    +0,0%    7,0245   7,0363  +0,0% 
USD/CNH          6,9850    +0,1%    6,9808   6,9911  +0,1% 
AUS/USD          0,6751    +0,2%    0,6740   0,6711  +0,6% 
Bitcoin/USD       92.511,95    -0,8%  93.266,50 93.843,55  +6,3% 
 

Der Dollar legte erneut leicht zu - der Dollar-Index gewann 0,3 Prozent. Die US-Geopolitik könnte eine Abkehr vom Dollar als Weltreservewährung beschleunigen, so Jefferies. "Die neue politische Ordnung wird dazu führen, dass die Länder ihre Abhängigkeit vom Dollar als Reservewährung verringern.". Jefferies bevorzuge Gold und Metalle im Allgemeinen als beste Möglichkeit zur Diversifizierung weg vom Dollar.

Mit den überraschend niedrigen Inflationsraten aus mehreren Euro-Staaten geriet der Euro am Vortag leicht unter Druck. Die Daten belebten EZB-Zinssenkungsfantasien neu. Nun läuft der Euro im asiatisch geprägten Handel auf dem tieferen Niveau seitwärts. Die europäischen Verbraucherpreisdaten dürften die nächsten Impulse am Vormittag setzen.

Die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag dürften indes stark genug sein, um die Märkte zu einer Neubewertung der Zinssenkungserwartungen zu veranlassen, mutmaßt MUFG-Analyst Lee Hardman mit Blick auf den Greenback.

ROHSTOFFE

METALLE

METALLE          zuletzt    Vortag    +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold           4.449,74   4.494,70    -1,0%   -44,96  +2,9% 
Silber           78,93    81,30    -2,9%   -2,37  +7,3% 
Platin          1.952,90   2.097,09    -6,9%  -144,19 +10,8% 
Kupfer            5,97     6,01    -0,7%   -0,04 +45,2% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Der Goldpreis baute die kräftigen Vortagesgewinne aus. Der Preis für die Feinunze stieg um 0,8 Prozent auf 4.481 Dollar. Silber legte um weitere 4,8 Prozent zu. Notenbank kaufen neben Gold nun auch verstärkt Silber. Der Fokus liege auf den anstehenden US-Daten im weiteren Wochenverlauf, die Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank liefern könnten, hieß es.

ÖL

ROHÖL   zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD 
WTI/Nymex  56,14    57,13 -1,7%  -0,99 -0,9% 
Brent/ICE  59,88    60,70 -1,4%  -0,82 -0,6% 
 

Die Ölpreise gaben ihre Vortagesgewinne ab. Der WTI-Preis fiel um 2 Prozent. Die US-Intervention in Venezuela ändert nichts an den Ölpreisprognosen von Morningstar. Venezuela werde Jahre umfangreicher Kapital-Investitionen benötigen, um seine Ölinfrastruktur zu modernisieren, so Analyst Joshua Aguilar. Morningstar hält an ihren mittelfristigen Ölpreisprognosen von 65 Dollar pro Barrel für Brent und 60 Dollar für WTI fest. Es könnte zwar eine gewisse Aufwärtsbewegung der Preise geben, diese werde aber wahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein.

MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR

VENEZUELA

US-Präsident Donald Trump will sich am Freitag mit Vertretern der drei größten US-Ölkonzerne und weiteren Führungskräften der Ölbranche im Weißen Haus treffen. Dabei sollen umfangreiche Investitionen in den venezolanischen Ölsektor besprochen werden, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. Demnach werden Vertreter von Chevron - dem einzigen derzeit in Venezuela aktiven US-Ölkonzern - sowie von Conocophillips und Exxon Mobil zu dem Treffen erwartet.

SMALL/MID CAPS

Kleine bis mittelgroße Unternehmen drohen am Kapitalmarkt ins Hintertreffen zu geraten. Small und Mid Caps hätten aktuell Schwierigkeiten, einen "Zugang zu den Kapitalmärkten zu erhalten, der für ihre Entwicklung notwendig wäre", sagt der für Capital Markets zuständige Metzler-Vorstand Mario Mattera im Interview der Börsen-Zeitung. "Dies führt dazu, dass Small und Mid Caps derzeit eine Bewertungsdifferenz von rund 10 Prozent im Vergleich zu den Large Caps haben, obwohl sie historisch betrachtet in der Vergangenheit einen Bewertungsaufschlag von etwa 15 Prozent erzielt haben." Metzler hat etwa 80 mittelgroße bis kleine Werte aus Deutschland unter Beobachtung. (Börsen-Zeitung)

KRITISCHE INFRASTRUKTUR

Der Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes, Stephan Kramer, sieht teilweise große Lücken beim Schutz der kritischen Infrastruktur (Kritis) in Deutschland. "Wir machen es potenziellen Angreifern - das gilt sowohl für terroristische und extremistische Gruppierungen wie auch ausländische Staaten - im Bereich Sabotage und Spionage zu einfach", sagte Kramer dem Handelsblatt. Noch heute seien im Internet mit einem Klick sensible Information über technische Details sowie teilweise Standorte mit GPS-Koordinaten von Kraftwerken, Hochspannungsleitungen, Telekommunikationsanlagen, Wasserwerken und Pipelines in Deutschland abrufbar. Das geplante Kritis-Dachgesetz bezeichnete Kramer als "wichtigen Schritt". Ein Gesetz allein reiche jedoch nicht aus, um Sensibilisierung und Bewusstseinswandel zu erreichen. (Handelsblatt)

PENSIONSFONDS

Nach der Umstellung mehrerer niederländischer Pensionsfonds auf ein neues System befürchten Zinsstrategen erratische Marktbewegungen. Die Reform könnte die langfristigen Zinsen in die Höhe treiben und die Renditen europäischer Staatsanleihen mit langen Laufzeiten weiter steigen lassen. Das Pensionssystem ist das größte der Euro-Zone. Christian Kopf, Leiter des Anleihefondsmanagements von Union Investment, warnt: "Der Markt für lang laufende Zinsen ist aktuell ein Hexenkessel, und jetzt kommt die vorgezogene Walpurgisnacht." (Handelsblatt)

GRENKE

hat das Leasingneugeschäft im abgelaufenen Jahr um 7,8 Prozent auf 3,29 Milliarden Euro ausgebaut und damit den Mittelpunkt seiner angestrebten Zielspanne von 3,2 bis 3,4 Milliarden Euro erreicht. Der Deckungsbeitrag 2 (DB2), der die Profitabilität des Unternehmens zeigt, wuchs zugleich um 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 550,2 Millionen Euro, wie Grenke mitteilte. Die entsprechende DB2-Marge lag mit 16,7 zwar um 30 Basispunkte unter dem Wert des Vorjahres, erfüllt jedoch ebenfalls das gesetzte Ziel von mehr als 16,5 Prozent.

SIEMENS / NVIDIA

Siemens hat eine Erweiterung der Partnerschaft mit Nvidia angekündigt. Ziel der intensivierten Zusammenarbeit ist es, Künstliche Intelligenz (KI) zum Betriebssystem der Industrie zu machen, wie der DAX-Konzern auf der CES 2026 in Las Vegas mitteilte. Mit neuen Angeboten solle die industrielle und physische KI in alle Branchen und industriellen Arbeitsabläufe gebracht werden. Die beiden Unternehmen wollen zudem die weltweit ersten vollständig KI-gesteuerten adaptiven Fertigungsstandorte errichten. Den Anfang soll 2026 das Elektronikwerk von Siemens in Erlangen machen.

UNIPER

Der Energieversorger will sein Heliumgeschäft im Rahmen eines Bieterverfahrens veräußern und startet den Verkaufsprozess. Die Transaktion umfasst laut Uniper ein Portfolio internationaler Helium-Kauf-, Verkauf- und Lagerverträge sowie eine Flotte von ISO-Containern für Helium mit einem Fassungsvermögen von jeweils 11.000 Gallonen. Die Frist für die Einreichung der Interessensbekundung endet am 28. Januar um 17:00 Uhr MEZ.

KFW

Trotz der trüben Stimmung in der Wirtschaft erwartet die KfW, dass das Neugeschäft bei Firmenkrediten 2026 wachsen wird. Das geht aus dem Kreditmarktausblick hervor, den die staatliche Förderbank exklusiv für das Handelsblatt erstellt. Demnach rechnet sie mit einem Wachstum von 3,2 Prozent im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr. "Und diese Wachstumsrate dürfte sich im Jahresverlauf noch weiter erhöhen", sagt KfW-Finanzmarktexpertin Stephanie Schoenwald. Auch Banken sind optimistisch. (Handelsblatt)

FACULTY

Accenture kauft das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte britische Startup Faculty, das in der Transaktion mit mehr als 1 Milliarde US-Dollar bewertet wird. Die Unternehmen gaben keine Details zu den Konditionen der Transaktion bekannt. Laut zwei Faculty-Investoren, Apax Digital und Mercuri, hat das Unternehmen durch den Deal den Status eines "Einhorns" erlangt. Accenture teilte mit, die Übernahme von Faculty mit mehr als 400 Mitarbeitern werde dem Beratungsunternehmen ermöglichen, Kunden bei der "Neugestaltung zentraler und kritischer Geschäftsprozesse" durch den Einsatz von KI besser zu unterstützen. (Financial Times)

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/flf

(END) Dow Jones Newswires

January 07, 2026 01:41 ET (06:41 GMT)

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2025 neigt sich dem Ende zu, ohne klassische Jahresendrallye, aber mit einem DAX, der viele Kritiker Lügen gestraft hat. Über 21 Prozent Kursplus seit Jahresbeginn, stärker als der US-Markt. Wer hätte das noch vor Monaten erwartet?

Genau solche Entwicklungen machen den Reiz der Börse aus. Denn auch 2026 dürfte wieder alles anders kommen als gedacht. Während viele Analysten weiter steigende Kurse erwarten, rückt eine zentrale Frage in den Fokus: Wo entstehen im kommenden Jahr echte Überraschungen, und wie kann man davon profitieren?

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