Nürnberg (ots) -
Künstliche Intelligenz kann das Risikocontrolling in Banken durch schnellere Analysen und fundierte Entscheidungen grundlegend verändern. Doch wann wird KI zum echten Fortschritt und wann zum Risiko? In der aktuellen Folge von Tech & Tacheles diskutieren Carsten Fritz, Product Owner Managed Application Services bei Sopra Financial Technology, und Sebastian Gonzaga Körner, Associate Director für das Risikocontrolling bei der Helaba, wann KI echten Mehrwert schafft.
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Risikocontrolling gilt für viele Banken als logischer nächster Schritt. Analysen werden beschleunigt, Entscheidungen fundierter vorbereitet, Daten besser ausgewertet. Gleichzeitig wächst die Sorge vor Intransparenz, Kontrollverlust und regulatorischen Fallstricken. In der neuen Folge des Podcasts treffen mit Carsten Fritz und Sebastian Gonzaga Körner zwei Praktiker aufeinander, die KI nicht theoretisch, sondern aus dem operativen Alltag heraus bewerten.
KI schafft Transparenz - wenn die Grundlagen stimmen
Zu Beginn des Gesprächs wird deutlich: KI kann die Transparenz im Risikocontrolling deutlich erhöhen, ist aber kein Selbstläufer. Sebastian Gonzaga Körner betont vor allem den Mehrwert aus Datenperspektive. KI mache Muster, Zusammenhänge und Auffälligkeiten sichtbar, die für Menschen kaum zu erkennen seien. Zudem könne sie Prozesse nachvollziehbarer gestalten, indem Zwischenschritte dokumentiert und Informationen gezielt für unterschiedliche Zielgruppen aufbereitet werden.
Carsten Fritz schränkt ein: Ohne saubere Prozesse könne KI auch das Gegenteil bewirken. "Wenn KI auf einen ungeklärten Prozess trifft, entsteht keine Transparenz, sondern zusätzliche Komplexität", so Fritz. Erst mit klar definierten Prozessen und strukturierten Daten könne die Technologie ihre Stärken ausspielen.
Die These, KI sei im Risikocontrolling nur ein vorübergehender Hype, weisen beide Gäste klar zurück. Sebastian Gonzaga Körner ordnet die Entwicklung historisch ein und vergleicht sie mit grundlegenden Technologien wie Elektrizität oder dem Internet. Anfangs überschätzt, später unverzichtbar, so verlaufe auch die Entwicklung von KI. Carsten Fritz ergänzt, dass heute bereits zahlreiche produktive Use Cases im Einsatz sind. Die eigentliche Herausforderung liege nun darin, KI strategisch weiterzuentwickeln und nicht bei punktuellen Experimenten stehenzubleiben.
KI ersetzt den Menschen nicht, sondern ergänzt ihn
Differenziert diskutieren die Gäste, ob KI Risiken besser steuern kann als klassische Methoden. Sebastian Gonzaga Körner betont, dass KI bestehende Methoden ergänzt. Menschliche Erfahrung, Intuition und fachliches Urteilsvermögen blieben gerade in kritischen Entscheidungssituationen unverzichtbar. Carsten Fritz verweist darauf, dass auch Menschen fehlerhafte Entscheidungen treffen. KI könne helfen, diese Fehler zu nivellieren, indem sie konsistenter, datenbasierter und frei von individuellen Verzerrungen arbeite. Der Mehrwert liege nicht in Perfektion, sondern in einer stabileren Entscheidungsqualität, insbesondere bei komplexen und datenintensiven Fragestellungen.
Kontrolle behalten trotz KI
Gibt man mit dem Einsatz von KI die Kontrolle aus der Hand? Für Carsten Fritz gehört ein gewisses Loslassen dazu. Vertrauen sei notwendig, um KI sinnvoll einzusetzen. Er vergleicht den Prozess mit dem Delegieren von Verantwortung an Mitarbeitende. Sebastian Gonzaga Körner differenziert: Kontrollverlust sei keine zwangsläufige Folge von KI. Durch Governance-Modelle, Dokumentation von Entscheidungswegen, Human-in-the-Loop-Ansätze und technische Kontrollmechanismen lasse sich genau steuern, welche Entscheidungen KI vorbereitet und welche beim Menschen liegen. KI könne sogar dazu beitragen, Kontrolle zu stärken - etwa, indem sie Entscheidungen nachvollziehbarer mache oder durch zusätzliche Kontrollinstanzen.
Am Ende steht ein gemeinsames Fazit: KI bringt reale Effizienzgewinne im Risikocontrolling, verlangt aber klare Spielregeln. Menschliche Intuition und Verantwortung, Transparenz und Vertrauen bleiben zentrale Erfolgsfaktoren, gerade in einer Branche, in der Entscheidungen weitreichende Konsequenzen haben.
Ein Format mit Haltung
"Tech & Tacheles" richtet sich an Entscheiderinnen und Entscheider von Finanzdienstleistern. In jeder Folge ziehen die Gäste Karten mit provokanten Thesen aus einer "Blackbox", beziehen Position und diskutieren offen und fachlich fundiert. Moderiert wird der Podcast von Birgit Hass (https://www.linkedin.com/in/birgit-hass/), Senior Marketing Managerin bei Sopra Financial Technology.
Jetzt reinhören
Die neue Folge von Tech & Tacheles "KI im Risikocontrolling - zwischen Kontrollverlust und Effizienzgewinn" ist ab sofort online. Jetzt reinhören - auf Spotify, Apple Podcasts oder unter www.sopra-financial-technology.com/podcast
Über den Podcast
"Tech & Tacheles" ist der Podcast von Sopra Financial Technology für die Finanzbranche. Externe und interne Expertinnen und Experten sprechen über IT, Technologie und Banking - klar, meinungsstark und fundiert. Ohne Buzzwords, mit Haltung. Mehr Informationen zu Tech & Tacheles finden Interessierte hier: https://www.sopra-financial-technology.com/de-de/insights/podcast
Über Sopra Financial Technology:
Sopra Financial Technology GmbH bietet einen regulatorisch konformen Betrieb von modularen, skalierbaren und anpassbaren Applikationen in der Finanzdienstleistungsbranche. Das Unternehmen verbindet traditionelle Legacy-Systeme mit innovativen Produkten und Services unter Einbeziehung moderner Cloud-Lösungen in einem hochperformanten Betrieb und in sicherer Umgebung. Mit etwa 300 Mitarbeitenden und Hauptsitz in Nürnberg zeichnet sich das Unternehmen durch Expertise in Bankwesen, Regulatorik, Lösungsorientierung und Projektmanagement aus. 1983 als Sparda-Datenverarbeitung eG gegründet, ist die Sopra Financial Technology GmbH seit 2019 Teil der Sopra Steria Group mit mehr als 50.000 Mitarbeitenden in rund 30 Ländern.
Pressekontakt:
Kontakt:
Sopra Financial Technology GmbH
Birgit Hass
Frankenstraße 146, 90461 Nürnberg
Telefon: +49 911 9291-0
E-Mail: communications.sft@soprasteria.com
Original-Content von: Sopra Financial Technology, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/180161/6191340
Künstliche Intelligenz kann das Risikocontrolling in Banken durch schnellere Analysen und fundierte Entscheidungen grundlegend verändern. Doch wann wird KI zum echten Fortschritt und wann zum Risiko? In der aktuellen Folge von Tech & Tacheles diskutieren Carsten Fritz, Product Owner Managed Application Services bei Sopra Financial Technology, und Sebastian Gonzaga Körner, Associate Director für das Risikocontrolling bei der Helaba, wann KI echten Mehrwert schafft.
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Risikocontrolling gilt für viele Banken als logischer nächster Schritt. Analysen werden beschleunigt, Entscheidungen fundierter vorbereitet, Daten besser ausgewertet. Gleichzeitig wächst die Sorge vor Intransparenz, Kontrollverlust und regulatorischen Fallstricken. In der neuen Folge des Podcasts treffen mit Carsten Fritz und Sebastian Gonzaga Körner zwei Praktiker aufeinander, die KI nicht theoretisch, sondern aus dem operativen Alltag heraus bewerten.
KI schafft Transparenz - wenn die Grundlagen stimmen
Zu Beginn des Gesprächs wird deutlich: KI kann die Transparenz im Risikocontrolling deutlich erhöhen, ist aber kein Selbstläufer. Sebastian Gonzaga Körner betont vor allem den Mehrwert aus Datenperspektive. KI mache Muster, Zusammenhänge und Auffälligkeiten sichtbar, die für Menschen kaum zu erkennen seien. Zudem könne sie Prozesse nachvollziehbarer gestalten, indem Zwischenschritte dokumentiert und Informationen gezielt für unterschiedliche Zielgruppen aufbereitet werden.
Carsten Fritz schränkt ein: Ohne saubere Prozesse könne KI auch das Gegenteil bewirken. "Wenn KI auf einen ungeklärten Prozess trifft, entsteht keine Transparenz, sondern zusätzliche Komplexität", so Fritz. Erst mit klar definierten Prozessen und strukturierten Daten könne die Technologie ihre Stärken ausspielen.
Die These, KI sei im Risikocontrolling nur ein vorübergehender Hype, weisen beide Gäste klar zurück. Sebastian Gonzaga Körner ordnet die Entwicklung historisch ein und vergleicht sie mit grundlegenden Technologien wie Elektrizität oder dem Internet. Anfangs überschätzt, später unverzichtbar, so verlaufe auch die Entwicklung von KI. Carsten Fritz ergänzt, dass heute bereits zahlreiche produktive Use Cases im Einsatz sind. Die eigentliche Herausforderung liege nun darin, KI strategisch weiterzuentwickeln und nicht bei punktuellen Experimenten stehenzubleiben.
KI ersetzt den Menschen nicht, sondern ergänzt ihn
Differenziert diskutieren die Gäste, ob KI Risiken besser steuern kann als klassische Methoden. Sebastian Gonzaga Körner betont, dass KI bestehende Methoden ergänzt. Menschliche Erfahrung, Intuition und fachliches Urteilsvermögen blieben gerade in kritischen Entscheidungssituationen unverzichtbar. Carsten Fritz verweist darauf, dass auch Menschen fehlerhafte Entscheidungen treffen. KI könne helfen, diese Fehler zu nivellieren, indem sie konsistenter, datenbasierter und frei von individuellen Verzerrungen arbeite. Der Mehrwert liege nicht in Perfektion, sondern in einer stabileren Entscheidungsqualität, insbesondere bei komplexen und datenintensiven Fragestellungen.
Kontrolle behalten trotz KI
Gibt man mit dem Einsatz von KI die Kontrolle aus der Hand? Für Carsten Fritz gehört ein gewisses Loslassen dazu. Vertrauen sei notwendig, um KI sinnvoll einzusetzen. Er vergleicht den Prozess mit dem Delegieren von Verantwortung an Mitarbeitende. Sebastian Gonzaga Körner differenziert: Kontrollverlust sei keine zwangsläufige Folge von KI. Durch Governance-Modelle, Dokumentation von Entscheidungswegen, Human-in-the-Loop-Ansätze und technische Kontrollmechanismen lasse sich genau steuern, welche Entscheidungen KI vorbereitet und welche beim Menschen liegen. KI könne sogar dazu beitragen, Kontrolle zu stärken - etwa, indem sie Entscheidungen nachvollziehbarer mache oder durch zusätzliche Kontrollinstanzen.
Am Ende steht ein gemeinsames Fazit: KI bringt reale Effizienzgewinne im Risikocontrolling, verlangt aber klare Spielregeln. Menschliche Intuition und Verantwortung, Transparenz und Vertrauen bleiben zentrale Erfolgsfaktoren, gerade in einer Branche, in der Entscheidungen weitreichende Konsequenzen haben.
Ein Format mit Haltung
"Tech & Tacheles" richtet sich an Entscheiderinnen und Entscheider von Finanzdienstleistern. In jeder Folge ziehen die Gäste Karten mit provokanten Thesen aus einer "Blackbox", beziehen Position und diskutieren offen und fachlich fundiert. Moderiert wird der Podcast von Birgit Hass (https://www.linkedin.com/in/birgit-hass/), Senior Marketing Managerin bei Sopra Financial Technology.
Jetzt reinhören
Die neue Folge von Tech & Tacheles "KI im Risikocontrolling - zwischen Kontrollverlust und Effizienzgewinn" ist ab sofort online. Jetzt reinhören - auf Spotify, Apple Podcasts oder unter www.sopra-financial-technology.com/podcast
Über den Podcast
"Tech & Tacheles" ist der Podcast von Sopra Financial Technology für die Finanzbranche. Externe und interne Expertinnen und Experten sprechen über IT, Technologie und Banking - klar, meinungsstark und fundiert. Ohne Buzzwords, mit Haltung. Mehr Informationen zu Tech & Tacheles finden Interessierte hier: https://www.sopra-financial-technology.com/de-de/insights/podcast
Über Sopra Financial Technology:
Sopra Financial Technology GmbH bietet einen regulatorisch konformen Betrieb von modularen, skalierbaren und anpassbaren Applikationen in der Finanzdienstleistungsbranche. Das Unternehmen verbindet traditionelle Legacy-Systeme mit innovativen Produkten und Services unter Einbeziehung moderner Cloud-Lösungen in einem hochperformanten Betrieb und in sicherer Umgebung. Mit etwa 300 Mitarbeitenden und Hauptsitz in Nürnberg zeichnet sich das Unternehmen durch Expertise in Bankwesen, Regulatorik, Lösungsorientierung und Projektmanagement aus. 1983 als Sparda-Datenverarbeitung eG gegründet, ist die Sopra Financial Technology GmbH seit 2019 Teil der Sopra Steria Group mit mehr als 50.000 Mitarbeitenden in rund 30 Ländern.
Pressekontakt:
Kontakt:
Sopra Financial Technology GmbH
Birgit Hass
Frankenstraße 146, 90461 Nürnberg
Telefon: +49 911 9291-0
E-Mail: communications.sft@soprasteria.com
Original-Content von: Sopra Financial Technology, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/180161/6191340
© 2026 news aktuell
