DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Euroraum-Inflation sinkt im Dezember wie erwartet leicht
Der Inflationsdruck im Euroraum hat im Dezember wie erwartet leicht abgenommen. Wie Eurostat mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent, aber lagen nur noch um 2,0 (November: 2,1) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen monatlichen Preisanstieg um 0,2 Prozent und eine Jahresteuerungsrate von 2,0 Prozent prognostiziert. Die Kernverbraucherpreise (ohne Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak) erhöhten sich um 0,3 Prozent auf Monatssicht und stiegen um 2,3 (2,4) Prozent auf Jahressicht. Erwartet worden war eine Teuerung von 2,3 Prozent.
China leitet Antidumping-Untersuchung gegen Chip-Material aus Japan ein
Das chinesische Handelsministerium hat eine Antidumping-Untersuchung gegen Dichlorsilan-Importe aus Japan eingeleitet. Der Schritt erfolgt einen Tag, nachdem Peking ein Exportverbot für Dual-Use-Güter nach Japan verhängt hat. Die Untersuchung wurde eingeleitet, nachdem Tangshan Sanfu Electronic Materials, ein heimischer Produzent, im vergangenen Monat im Namen der chinesischen Dichlorsilan-Industrie einen entsprechenden Antrag bezüglich Importen aus Japan gestellt hatte, wie das Ministerium mitteilte.
Deutsche Arbeitslosenzahl steigt im Dezember leicht
Die Arbeitslosigkeit in Deutschland hat im Dezember leicht zugenommen. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat um 3.000, nachdem sie im November um 1.000 zugelegt hatte. Die Arbeitslosenquote blieb bei 6,3 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg der Arbeitslosenzahl um 5.000 und eine unveränderte Quote von 6,3 Prozent prognostiziert. Ohne Berücksichtigung der saisonalen Faktoren stieg die Zahl der Arbeitslosen um 23.000 auf 2,908 Millionen. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich auf 6,2 (6,1) Prozent. Die Unterbeschäftigung umfasst neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Sie sank gegenüber dem Vormonat um 3.000 auf 3,572 Millionen und lag damit um 3.000 niedriger als im Vorjahresmonat.
US-Außenminister Rubio sieht Kauf von Grönland und nicht Militäreinsatz
US-Außenminister Marco Rubio hat vor Abgeordneten erklärt, dass die jüngsten Drohungen der Regierung gegen Grönland keine unmittelbar bevorstehende Invasion signalisierten und das Ziel weiterhin der Kauf der Insel von Dänemark sei. Dies berichteten mit den Diskussionen vertraute Personen. Rubios Äußerungen, die am Montag während eines vertraulichen Briefings fielen, erfolgten vor dem Hintergrund zunehmend angriffslustigerer Aussagen des Weißen Hauses über eine Kontrolle der Insel. Trump und hochrangige Regierungsvertreter haben es öffentlich abgelehnt, eine gewaltsame Beschlagnahmung des Territoriums auszuschließen.
Großbritannien und Frankreich planen militärische Drehkreuze in der Ukraine
Großbritannien und Frankreich werden militärische Drehkreuze in der Ukraine einrichten und geschützte Anlagen bauen, um Waffen und militärische Ausrüstung für das Land zu produzieren, sollte ein Waffenstillstandsabkommen zwischen Kiew und Russland erreicht werden. Dies sagte der britische Premierminister Keir Starmer am Dienstag. Die Zusagen, die einige der bislang klarsten Details zu den Sicherheitsgarantien westlicher Verbündeter für die Ukraine bieten, erfolgen vor dem Hintergrund fortgesetzter Bemühungen der USA um ein Ende der Kämpfe zwischen Russland und der Ukraine.
Banken fragen weniger EZB-Liquidität nach
Die Nachfrage der Banken des Euroraums nach Liquidität der Europäischen Zentralbank (EZB) hat beim einwöchigen Hauptrefinanzierungsgeschäft abgenommen. Wie die EZB mitteilte, wurden 10,941 Milliarden Euro nach 24,958 Milliarden vor dem Jahreswechsel zum Festzinssatz von 2,15 Prozent zugeteilt. Die Gebote von 42 (zuvor: 67) Instituten wurden voll bedient. Die Banken des Euroraums besorgten sich damit deutlich weniger EZB-Liquidität, wobei die deutlich längere Laufzeit des am 23. Dezember 2025 valutierten Tenders berücksichtigt werden muss. Das neue Geschäft wird am 8. Januar valutiert und ist am 15. Januar fällig.
EZB teilt bei 7-tägigem Dollar-Tender 122 Millionen USD zu
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bei ihrem Dollar-Tender mit einer Laufzeit von sieben Tagen vier Banken 122 Millionen US-Dollar zugeteilt. Beim vorherigen, über Weihnachten und den Jahreswechsel reichenden Geschäft hatten ebenfalls vier Institute 480,5 Millionen Dollar nachgefragt. Der Tender hat einen Festzinssatz von 3,89 (zuvor: 3,90) Prozent.
IT/Verbraucherpreise Dez vorl. +0,2% gg Vm, +1,2% gg Vj
US/MBA Market Index Woche per 26. Dez -10,0% auf 269,9 (Vorwoche: 299,8)
US/MBA Purchase Index Woche per 26. Dez -0,1% auf 169,8 (Vorwoche: 169,9)
US/MBA Refinance Index Woche per 26. Dez -19,6% auf 872,1 (Vorwoche: 1.084,3)
US/MBA Market Index Woche per 2. Jan +0,3% auf 270,8 (Vorwoche: 269,9)
US/MBA Purchase Index Woche per 2. Jan -6,2% auf 159,3 (Vorwoche: 169,8)
US/MBA Refinance Index Woche per 2. Jan +7,4% auf 937 (Vorwoche: 872,1)
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
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January 07, 2026 07:30 ET (12:30 GMT)
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