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MÄRKTE USA/Gut behauptet - Zinshoffnungen stützen Kurse weiter

DJ MÄRKTE USA/Gut behauptet - Zinshoffnungen stützen Kurse weiter

DOW JONES--Die Rekordjagd an der Wall Street findet auch zur Wochenmitte zunächst ihre Fortsetzung. Dow-Jones-Index und S&P-500 markierten neue Rekordhochs. Aktuell gibt der Dow aber um 0,2 Prozent nach auf 49.372 Punkte. Dagegen rückt der S&P-500 um 0,2 Prozent vor, der Nasdaq-Composite steigt um 0,6 Prozent. Die zuletzt gestiegenen Zinssenkungshoffnungen stützten den Markt dabei weiter, heißt es. Der Fokus richte sich zunehmend auf die anstehenden US-Konjunkturdaten, die mit den US-Arbeitsmarktdaten für Dezember am Freitag ihren Höhepunkt finden. Die Daten könnten Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank liefern, so Marktteilnehmer.

Die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft ist im Dezember im erwarteten Rahmen gestiegen. Wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) berichtete, entstanden 41.000 zusätzliche Stellen. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten ein Plus von 48.000 Jobs vorausgesagt. Für den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag wird erwartet, dass 73.000 Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft dazugekommen sind. Die Arbeitslosenquote wird bei 4,5 (November: 4,6) Prozent gesehen.

Derweil war die Zahl der offenen Stellen im November niedriger als erwartet. Der ISM-Index für den Servicesektor stieg dagegen wider Erwarten im Dezember. Der Auftragseingang der Industrie wiederum ging im Oktober etwas stärker zurück als angenommen.

Die Entwicklungen rund um Venezuela bewegen weiter nicht. "Es gibt weiterhin wenig Anzeichen für eine Eskalation der Spannungen", sagt Michael Brown, Stratege bei Pepperstone. Die Pläne der Trump-Administration in Bezug auf Grönland könnten zwar die etablierte globale Ordnung durcheinanderbringen, hätten die Märkte allerdings auch nicht erschüttert. US-Außenminister Marco Rubio spielte die Bedrohung durch eine militärische Aktion herunter und teilte mit, dass das Ziel des Weißen Hauses darin bestehe, die Insel von Dänemark zu kaufen, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Personen, die mit den Diskussionen vertraut sind.

Bei den Einzelwerten tendiert die Chevron-Aktie kaum verändert. Die Financial Times berichtet, dass Chevron und die Beteiligungsgesellschaft Quantum Capital Group planen, ein Gebot für die internationalen Vermögenswerte der russischen Lukoil abzugeben. Dagegen geht es für die Bergbauwerte Newmont und Freeport-McMoran um bis zu 1,7 Prozent nach unten. Marktteilnehmer verweisen auf die Abgaben bei Gold und Kupfer nach den jüngst deutlichen Aufschlägen.

Warner Bros. Discovery (+0,4%) hat seinen Aktionären empfohlen, das nachgebesserte feindliche Übernahmeangebot von Paramount (-0,6%) abzulehnen - mit der Begründung, dass der bestehende Deal mit Netflix (+0,4%) "stärker" sei. In einem Brief an die Aktionäre erklärte Warner, die Offerte von Paramount sei nicht besser oder auch nur vergleichbar mit dem 72-Milliarden-Dollar-Gebot von Netflix für seine Film- und Fernsehstudios und den Streamingdienst HBO Max.

Gewinnmitnahmen belasten den Goldpreis nach der jüngsten Rally. Der Preis für die Feinunze fällt um 0,6 Prozent auf 4.466 Dollar. Der Silberpreis reduziert sich um 3,2 Prozent.

Der Dollar zeigt sich nach den jüngsten Gewinnen gut behauptet. Dem Dollar droht ein Kursverlust, falls der Oberste Gerichtshof in einer möglichen Entscheidung am Freitag die Nutzung von Notstandsbefugnissen durch US-Präsident Trump zur Verhängung weitreichender Zölle für illegal erklärt, so Derek Halpenny von der MUFG Bank. Trump habe in diesem Fall zwar wahrscheinlich einen Alternativplan zur Verhängung von Zöllen, dieser sei jedoch wahrscheinlich nicht allumfassend, weshalb die Erwartungen an die Zolleinnahmen zurückgeschraubt werden könnten.

Die Ölpreise kommen leicht zurück. Die Notierungen für Brent und WTI fallen um bis zu 1,5 Prozent, nachdem US-Präsident Trump angekündigt hat, Venezuela werde den USA bis zu 50 Millionen Barrel sanktioniertes Öl liefern. Es wird erwartet, dass dieser Schritt das weltweite Überangebot weiter verschärfen wird. Dass die US-Ölvorräte in der vergangenen Woche überraschend gesunken sind, wie Daten der Energy Information Administration zeigten, stützt die Preise nicht.

Die Renditen am US-Anleihemarkt geben leicht nach. Die Rendite zehnjähriger Papiere fällt um 4 Basispunkte auf 4,14 Prozent. Die Blicke seien hier auf die anstehenden Konjunkturdaten und vor allem den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag gerichtet, heißt es.

=== 
INDEX           zuletzt    +/- %  absolut +/- % YTD 
DJIA          49.371,96    -0,2%   -90,12   +2,9% 
S&P-500         6.958,45    +0,2%   13,63   +1,5% 
NASDAQ Comp       23.689,63    +0,6%   142,46   +1,3% 
NASDAQ 100       25.773,57    +0,5%   133,86   +1,5% 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Di, 17:05  % YTD 
EUR/USD          1,1687    -0,0%   1,1689   1,1692  -0,5% 
EUR/JPY          183,15    +0,0%   183,08   183,15  -0,6% 
EUR/CHF          0,9314    +0,2%   0,9298   0,9297  -0,1% 
EUR/GBP          0,8676    +0,2%   0,8657   0,8659  -0,7% 
USD/JPY          156,71    +0,0%   156,63   156,66  -0,1% 
GBP/USD          1,3471    -0,2%   1,3501   1,3503  +0,2% 
USD/CNY          7,0261    +0,0%   7,0245   7,0278  -0,0% 
USD/CNH          6,9913    +0,2%   6,9808   6,9815  +0,0% 
AUS/USD          0,6727    -0,2%   0,6740   0,6727  +1,0% 
Bitcoin/USD       91.228,15    -2,2% 93.266,50 93.691,30  +5,2% 
 
ROHOEL          zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          56,30    57,13   -1,5%   -0,83  -0,9% 
Brent/ICE          60,15    60,70   -0,9%   -0,55  -0,6% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold           4.466,37   4.494,70   -0,6%   -28,34  +4,0% 
Silber           78,68    81,30   -3,2%   -2,62 +14,0% 
Platin          1.972,81   2.097,09   -5,9%  -124,28 +19,6% 
Kupfer            5,82     6,01   -3,2%   -0,19 +41,5% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/ros

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January 07, 2026 11:58 ET (16:58 GMT)

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Gold & Silber auf Rekordjagd
Kaum eine Entwicklung war 2025 so eindrucksvoll wie der Höhenflug der Edelmetalle. Allen voran Silber: Angetrieben von einem strukturellen Angebotsdefizit, explodierte der Preis und übertrumpfte dabei den „großen Bruder“ Gold. Die Nachfrage aus dem Investmentsektor zieht weiter an, und ein Preisziel von 100 US-Dollar rückt in greifbare Nähe.

Auch Gold markierte neue Meilensteine. Mit dem Durchbruch über 3.000 und 4.000 US-Dollar pro Unze hat sich der übergeordnete Aufwärtstrend eindrucksvoll bestätigt. Rücksetzer bleiben möglich, doch der nächste Zielbereich bei 5.000 US-Dollar ist charttechnisch fest im Blick. Die fundamentalen Treiber sind intakt, eine nachhaltige Trendwende aktuell nicht in Sicht.

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