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MÄRKTE EUROPA/DAX klettert erstmals über 25.000 Punkte

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX klettert erstmals über 25.000 Punkte

DOW JONES--An den europäischen Aktienmärkten ging es am Mittwoch für den DAX nach oben. Der Jahresstart ist nach einem bereits sehr guten Aktienjahr 2025 damit mehr als gelungen. Der DAX schaffte erstmals den Sprung über das Niveau von 25.000 Punkten und schloss 0,9 Prozent höher bei 25.122 Punkten und damit auf Rekordhoch. Der Euro-Stoxx-50 reduzierte sich dagegen um 0,1 Prozent auf 5.924 Punkte. Schwach tendierten hier vor allem die Ölwerte mit einem Abschlag von 2,1 Prozent. Für die Notierungen von Brent und WTI ging es um bis zu 1,5 Prozent nach unten.

Der Ölmarkt ist jüngst in Bewegung geraten, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, dass Venezuela 30 bis 50 Millionen Barrel Öl an die USA abgeben werde. Medienberichten zufolge hat die Trump-Regierung der venezolanischen Interimspräsidentin Delcy Rodriguez außerdem mitgeteilt, dass ihre Regierung bei der Ölförderung ausschließlich mit den USA zusammenarbeiten und beim Verkauf von Schweröl die USA bevorzugen müsse.

Inflationsrate in der Eurozone wieder auf dem EZB-Ziel

Zum Jahresende 2025 ist die Inflation in der Eurozone wieder auf 2,0 Prozent gefallen und erreichte damit das Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB). Der Rückgang geht der Commerzbank zufolge größtenteils auf gefallene Energiepreise zurück. Aber auch die Kernteuerungsrate ohne Energie, Nahrungs- und Genussmittel sei leicht auf 2,3 Prozent gesunken. Die Lohninflation in Ländern wie Frankreich und Italien habe bereits abgenommen. Daher könnte sich auch die Kernteuerungsrate im Euroraum als Ganzes in den kommenden Monaten in Richtung des EZB-Ziels von 2 Prozent absenken.

In den kommenden Monaten dürfte sich der leichte Abwärtstrend fortsetzen. Die Marktstrategen der Commerzbank gehen nicht davon aus, dass diese Bewegungen die EZB zu neuen Zinsschritten bewegen werden. Nach Einschätzung von Ulrike Kastens, Volkswirtin Europa bei der DWS, könnte die Inflationsrate in den kommenden Monaten temporär unter die Marke von 2,0 Prozent fallen, doch dies dürfte zu keiner Änderung der Geldpolitik führen. Vor dem Hintergrund eines moderaten Wachstums und eines stabilen Arbeitsmarktes werde der Einlagensatz im Jahr 2026 voraussichtlich bei 2,0 Prozent verharren.

Am Devisenmarkt zeigte sich der Euro wenig verändert bei 1,1691 Dollar. An den Anleihemärkten ging es etwas nach oben, die Renditen gaben leicht nach.

Die Aktien von Thyssenkrupp stiegen um 6,8 Prozent. Grund waren Details zu den möglichen Schritten des gelanten Verkaufs der Stahlsparte an Jindal Steel, über die Reuters berichtet. Besonders positiv kommentiert wird dabei, dass eine tragfähige Regelung für die Pensionslasten von 2,5 Milliarden Euro gefunden werden könnte.

Siemens (+3,5%) kündigte eine Erweiterung der Partnerschaft mit Nvidia an, was momentan auf Interesse von Investoren stößt. Ziel der intensivierten Zusammenarbeit ist es, Künstliche Intelligenz (KI) zum Betriebssystem der Industrie zu machen.

Von der Berichtssaison gab es bereits erste Zahlen. Die vorläufigen Ergebnisse von Redcare Pharmacy (-6,4%) für das vierte Quartal 2025 lagen unter den Markterwartungen, was auf eine schwächere Leistung im Nicht-Rezept-Bereich zurückzuführen ist, merkte MWB an. Der Gruppenumsatz sei um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 794 Millionen Euro gestiegen, habe jedoch unter dem Konsens gelegen, da sich das Wachstum im Nicht-Rezept-Bereich auf 9 Prozent im Jahresvergleich verlangsamt habe, trotz eines saisonbedingt unterstützenden Quartals.

Derweil hat Grenke (+2%) das Leasingneugeschäft im abgelaufenen Jahr um 7,8 Prozent auf 3,29 Milliarden Euro ausgebaut und damit den Mittelpunkt seiner angestrebten Zielspanne von 3,2 bis 3,4 Milliarden Euro erreicht. Der Deckungsbeitrag 2 (DB2), der die Profitabilität des Unternehmens zeigt, wuchs um 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 550,2 Millionen Euro.

Britische Bauunternehmen steigen - Talsohle erreicht

Die Aktien britischer Bauunternehmen legten zu, da die Hoffnung besteht, dass der Bausektor des Landes einen Tiefpunkt erreicht hat, so Russ Mould, Investment Director bei AJ Bell. Die Branchenwerte kletterten außerdem, nachdem der S&P-Einkaufsmanagerindex für Großbritannien im Dezember leicht auf 40,1 von 39,4 im Vormonat gestiegen ist. Fast 40 Prozent der befragten Manager prognostizieren einen Anstieg der Produktionsleistung im Jahr 2026, während 20 Prozent einen Rückgang voraussagen. Die Bau-Aktien liegen auf einem niedrigen Ausgangsniveau, was auf den vorherrschenden Pessimismus bezüglich der britischen Wirtschaft im vergangenen Jahr und die Erwartung weiterer Zinssenkungen zurückzuführen ist. Barratt Redrow legten um 3,3 Prozent zu, während Persimmon um 2,8 Prozent und Taylor Wimpey um 2,3 Prozent stiegen.

=== 
Index          Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn* 
Euro-Stoxx-50      5.923,57       -0,1%        +2,4% 
Stoxx-50        5.022,74       -0,3%        +2,5% 
Stoxx-600         604,99       -0,0%        +2,2% 
XETRA-DAX       25.122,26       +0,9%        +1,6% 
FTSE-100 London    10.122,73       k.A.       +20,2% 
CAC-40 Paris      8.233,92       -0,0%        +1,1% 
AEX Amsterdam       979,15       -1,3%        +4,2% 
ATHEX-20 Athen     5.467,13       +0,5%        +1,7% 
BEL-20 Bruessel     5.220,95       +0,7%        +2,1% 
BUX Budapest     116.560,10       +0,1%        +1,9% 
OMXH-25 Helsinki    5.831,26       +1,1%        +1,1% 
ISE NAT. 30 Istanbul  12.028,84       k.A.        +6,8% 
OMXC-20 Kopenhagen   1.714,74       +0,2%        +6,4% 
PSI 20 Lissabon     8.479,08       -0,4%        +3,0% 
IBEX-35 Madrid     17.596,40       -0,3%        +1,8% 
FTSE-MIB Mailand    45.558,68       -0,4%        +1,8% 
OBX Oslo        1.592,02       -1,3%        +1,0% 
PX Prag        2.746,03       +0,1%        +2,1% 
OMXS-30 Stockholm    2.963,31       +2,1%        +0,7% 
WIG-20 Warschau     3.312,10       +1,6%        +2,3% 
ATX Wien        5.410,14       -0,1%        +1,7% 
SMI Zuerich      13.324,03       +0,0%        +0,4% 
*bezogen auf Vortagesschluss 
 
DEVISEN          zuletzt    +/- %    0:00 Mi, 17:01  % YTD 
EUR/USD          1,1691    +0,0%   1,1689   1,1692  -0,5% 
EUR/JPY          183,15    +0,0%   183,08   183,17  -0,6% 
EUR/CHF          0,9313    +0,2%   0,9298   0,9312  -0,1% 
EUR/GBP          0,8677    +0,2%   0,8657   0,8671  -0,7% 
USD/JPY          156,66    +0,0%   156,63   156,67  -0,1% 
GBP/USD          1,3474    -0,2%   1,3501   1,3484  +0,2% 
USD/CNY          7,0261    +0,0%   7,0245   7,0230  -0,0% 
USD/CNH          6,9913    +0,1%   6,9808   6,9883  +0,0% 
AUS/USD          0,6728    -0,2%   0,6740   0,6728  +1,0% 
Bitcoin/USD       91.107,10    -2,3% 93.266,50 91.303,70  +5,2% 
 
ROHÖL           zuletzt VT-Settlem.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex          56,29    57,13   -1,5%   -0,84  -0,9% 
Brent/ICE          60,18    60,70   -0,9%   -0,52  -0,6% 
 
METALLE          zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold           4.460,50   4.494,70   -0,8%   -34,21  +4,0% 
Silber           78,56    81,30   -3,4%   -2,74 +14,0% 
Platin          1.969,55   2.097,09   -6,1%  -127,54 +19,6% 
Kupfer            5,82     6,01   -3,2%   -0,19 +41,5% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/ros

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January 07, 2026 12:09 ET (17:09 GMT)

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Gold & Silber auf Rekordjagd
Kaum eine Entwicklung war 2025 so eindrucksvoll wie der Höhenflug der Edelmetalle. Allen voran Silber: Angetrieben von einem strukturellen Angebotsdefizit, explodierte der Preis und übertrumpfte dabei den „großen Bruder“ Gold. Die Nachfrage aus dem Investmentsektor zieht weiter an, und ein Preisziel von 100 US-Dollar rückt in greifbare Nähe.

Auch Gold markierte neue Meilensteine. Mit dem Durchbruch über 3.000 und 4.000 US-Dollar pro Unze hat sich der übergeordnete Aufwärtstrend eindrucksvoll bestätigt. Rücksetzer bleiben möglich, doch der nächste Zielbereich bei 5.000 US-Dollar ist charttechnisch fest im Blick. Die fundamentalen Treiber sind intakt, eine nachhaltige Trendwende aktuell nicht in Sicht.

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