DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
INDUSTRIESTROMPREIS - Die Einführung eines Industriestrompreises steht noch vor einer Hürde. Das geht aus einer internen Vorlage aus dem Bundeswirtschaftsministerium hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Darin heißt es, der Finanzierungsbedarf für den Industriestrompreis "ist bislang nicht gesichert". Der Entwurf für die Förderrichtlinie für den Industriestrompreis, die derzeit in der Bundesregierung abgestimmt wird, liegt dem Handelsblatt ebenfalls vor. Aus diesem geht hervor, dass es beim Plan bleiben soll, energieintensiven Betrieben von 2027 bis 2029 einen staatlich garantierten Strompreis von 50 Euro je Megawattstunde zu ermöglichen. (Handelsblatt)
"MAINZER ERKLÄRUNG" - Die CDU fordert einen sofortigen Stopp von EU-Initiativen, die für die Wirtschaft zu neuen Belastungen führen könnten. Wie die Rheinische Post berichtet, geht dies aus dem Entwurf der "Mainzer Erklärung Wachstum 'Made in Germany'" hervor, die auf der am Freitag beginnenden Klausurtagung des CDU-Bundesvorstands in Mainz beschlossen werden soll. Die Erklärung liegt der Zeitung vor. Darin heißt es: "Wir wollen die bestehende Regulierung aus Brüssel massiv zurückbauen und künftige Überregulierung verhindern. Dazu braucht es einen sofortigen und weitgehenden Stopp für neue und laufende EU-Initiativen, die zu Belastungen europäischer Unternehmen führen." (Rheinische Post)
INSOLVENZEN - Experten rechnen in diesem Jahr mit einem deutlichen Anstieg der Insolvenzen großer Unternehmen in Deutschland. Und das, obwohl die Zahl großer Firmenpleiten schon 2025 einen Höchstwert erreicht hatte: So mussten 471 Unternehmen mit über 10 Millionen Euro Umsatz Insolvenz anmelden - 25 Prozent mehr als 2024. Das zeigen Auswertungen der Restrukturierungsberatung Falkensteg für das Handelsblatt. 2026 prognostiziert Falkensteg-Partner Jonas Eckhardt einen weiteren Anstieg der Großinsolvenzen von 15 bis 20 Prozent. Die Gesamtzahl der Insolvenzen dürfte wieder das Niveau während der Finanzkrise von 2008 erreichen, erwarten Experten. (Handelsblatt)
BÜROIMMOBILIEN - Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz könnte den Leerstand von Büroimmobilien weiter verschärfen. Das geht aus einer Umfrage unter 502 Personalentscheidern in den sieben größten deutschen Städten hervor, deren Ergebnisse den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorliegen. Demnach gaben 44 Prozent der vom Meinungsforschungsinstitut Trend Research Hamburg im Auftrag des Berliner Groß-Gewerbevermieters GSG Befragten an, bis 2030 zwischen 20 und 40 Quadratmetern an Bürofläche einsparen zu wollen. Im Durchschnitt erwarteten die Befragten demnach eine Reduktion um 27 Prozent der Flächen. Eine komplette Anwesenheitspflicht im Büro besteht demnach schon heute nur noch bei 30 Prozent der Befragten. Im Mittelwert besteht die Anwesenheit demnach derzeit bei den Beschäftigten im Büro bei 70,2 Prozent. (Funke Mediengruppe)
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January 08, 2026 00:19 ET (05:19 GMT)
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